Eine Mutter aus dem Ruhrgebiet besucht ihre Tochter in einem venezianischen Palazzo. Dabei könnte viel Sozialkritik oder Schmalz herauskommen - doch Autorin Petra Reski erzählt, wie auch in ihren anderen Büchern, quergestrickt, modern, einfühlsam - und lässt eine Kindheit in den wilden 6oer Jahren mit viel Detailtreue wieder auferstehen. Der Ruhrpott, wie er damals war. Familienfeiern, Frauen mit Courage und Herz - minutiös beobachtet und mit Nonchalance erzählt. Für jeden, der zwischen Düsseldorf und Wanne-Eickel in den 50er und 60er Jahren groß geworden ist, ein Hochgenuss. "Meine Mutter und ich" weckt Erinnerungen an Gefühlslagen, die ohne Petra Reski verschüttet geblieben wären.