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Meine Lieblings-Flops, gefolgt von einem Ideen-Magazin
 
 
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Meine Lieblings-Flops, gefolgt von einem Ideen-Magazin [Gebundene Ausgabe]

Hans Magnus Enzensberger
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 241 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 2 (12. Dezember 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518422111
  • ISBN-13: 978-3518422113
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 54.383 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Wer hätte gedacht, dass Scheitern so unterhaltsam sein kann? Das rabenschwarz ummantelte Buch schenkt gutgelaunte Gelassenheit.«

(Natascha Freundel NDR Kultur )

»›Aus meinen Niederlagen habe ich mehr gelernt, als aus meinen Erfolgen‹, sagt Enzensberger und erzählt davon, dass es eine helle Freude ist«

(Florian Illies Die Zeit )

»Man muss wohl ein gewisses Lebensalter erreicht haben, um die nötige Gelassenheit für solch ein Buch aufzubringen. Für ein Eingeständnis der schönsten, folgenreichsten, schmerzhaftesten Missgeschicke des eigenen Berufslebens nämlich. … Überhaupt sind seine Flops natürlich auch immer kleine Siege. Weil sie doch alle zeigen, mit welchem Ideenreichtum dieser gewitzte Geist ausgestattet ist.«

(Jobst-Ulrich Brand Focus )

»Schwarz und weiß. Beides ein Vergnügen. Und beides er: treulos, was Ideologien und literarische Traditionen angeht, fest und treu in dem, was Erkenntnis und Abwechslung verspricht.«

(Volker Hage Der Spiegel )

»Es ist das Buch seiner schönsten Misserfolge … Da steckt der ganze Enzensberger drin. Eine geistige Autobiographie, erzählt am Beispiel seiner unerfolgreichsten, seiner nicht abgeschlossenen Projekte. Ein ungemein lebendiges, ideenreiches, kluges Werk – ein Bewegungsbuch. … Doch das Scheitern haben wenige Zeitgenossen so entschlossen als Chance wahrgenommen wie dieser Mann. Und seine sogenannten Flops, sind interessanter, reicher und lehrreicher als manches Lebenswerk.«

(Volker Weidermann Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung )

»Hans Magnus Enzensbergers furioser Doppelschlag: Ein Buch über seine größten Flops und eines über die wilden Funken seines Denkens.«

(Florian Illies Zeit online )

»Lustvoll zeigt der Zettelkastenteufel Hans-Magnus Enzensberger auf jeder Seite seine Zunge. Sehr wirr, das alles, aber auch wohltuend. Der Meister, der nicht vom Himmel und schon gar nicht auf den Kopf fiel, ist glücklicherweise dann doch mehr ein genialer Messie als ein Messias.«

(Christopher Schmidt Süddeutsche Zeitung )

»Dem Enzensberger-Leser wird das Buch größtes Vergnügen verschaffen. Die mehr als zwanzig Flops werden mit Textauszügen vorgestellt. Es ist eine Zeitreise und eine Reise, die Enzensbergers Feldzügen in die weite Welt des Films, des Theaters, der Oper und der Verlegerei nachfährt.«

(Arno Widmann Frankfurter Rundschau )

Kurzbeschreibung

»Ich behaupte, daß mir meine Flops im Lauf der Zeit geradezu ans Herz gewachsen sind.« (Hans Magnus Enzensberger) In diesem Schwarzbuch nimmt Enzensberger ein Thema ins Visier, das viele Künstlerkollegen scheuen, den Mißerfolg: »Wenigen Erfahrungen verdanke ich so viel; ich behaupte sogar, daß mir meine Flops im Lauf der Zeit geradezu ans Herz gewachsen sind. Sie gewähren Einblick in die Produktionsbedingungen, Manieren und Usancen des Kulturbetriebs und helfen dem Ahnungslosen, die Fallstricke, Minenfelder und Selbstschußanlagen einzuschätzen, mit denen er auf diesem Terrain zu rechnen hat.« Das demonstriert der Autor anhand von Geschichten und Einfällen, Exposés, Treatments, Szenen und Projekten aus fünfzig Jahren. Vieles von dem, was auf dem Weg zur Kinoleinwand, zur Theater-, Opern- und Operettenbühne, zum Magazin oder zur verlegerischen Unternehmung verworfen wurde oder versandet ist, sei’s zu Recht oder zu Unrecht, passiert in diesem schwarzen Buch Revue. Wer oder was war schuld an den kleinen und großen Niederlagen? Lag es am Geld, an der Justiz oder am eigenen Übermut? Aber das ist für Enzensberger nicht der springende Punkt. Jammern, sagt er, sei ungesund. Er amüsiert sich lieber und überläßt dem Publikum zu guter Letzt noch Ideen, aus denen sich jeder gratis und portofrei bedienen kann.

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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Enzensbergers Floppologie 20. Dezember 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Hans Magnus Enzensberger, mittlerweile über 80 Jahre alt, blickt gelassen-selbstironisch auf die Jahrzehnte seiner Laufbahn zurück. Dabei berichtet er über ausgewählte Flops seiner schriftstellerischen und verlegerischen Bemühungen, über seine 'Lieblings-Flops'.

Enzensberger führt nur kurz in das Thema ein. Eine allgemeine 'Floppologie' will und kann er nicht liefern. Enzensberger gesteht jedoch, seinen Flops außerordentlich viel zu verdanken. Sie beförderten Erkenntnisse auf vielerlei Weise. Zudem entfalteten sie geradezu therapeutische Wirkung, indem sie Größenwahn und Kontrollverlust milderten.

Enzensberger stellt eine Revue an gescheiterten Projekten vor, geordnet nach Genre (Kino, Oper, Theater usw.). Ein wenig Augenzwinkern ist auch dabei. Überraschend viele Projekte scheitern an plötzlichen Todesfällen oder ungünstigen Konstellationen. Die ursprüngliche Projektidee erscheint aber nach wie vor attraktiv.

Daran schließt er ein Ideen-Magazin an. Hier stellt er Ideen für Film, Theater oder verlegerische Projekte vor, die Potenzial bergen und deren Nutzung er freigibt.

Dies alles liest sich kurzweilig. Vor allem aber thematisiert Enzensberger ein für unsere Zeit und Zukunft entscheidende Anforderung, nämlich Ideen zu haben, Marktnischen zu erkennen, Ideen zu verfolgen und aus Flops zu lernen.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von H. P. Roentgen TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Künstler lieben ihre Erfolge, über nichts sprechen sie lieber. Dabei sind es oft die Misserfolge, denen sie am meisten verdanken. Durch Fehler werden wir klug, sagt der Volksmund und da hat er zweifelsohne recht.

1965 begründete Hans Magnus Enzensberger das Kursbuch, eines der erfolgreichsten Zeitschriftenprojekte, das über vierzig Jahre die deutsche Republik begleitete, kommentierte und prägte. Die andere Bibliothek wurde von ihm gegründet, zahlreiche Essays und Bücher zu künstlerischen und politischen Themen machten ihn berühmt.

In diesem Buch schildert er seine Flops, 22 Projekte, die aus verschiedensten Gründen scheiterten. Bei vielen bietet er dem Leser zudem eine Leseprobe, die erahnen lässt, wie dieses Projekt ausgesehen, gewirkt haben mag.

Das Kursbuch wurde ein Erfolg, jetzt stellt er Projekte vor, die nicht dieses Glück hatten. "Gulliver" und "Intelligenzblatt" erblickten nie das Licht der Öffentlichkeit, "Transatlantik" scheiterte früh. Obwohl, am Glück lag es wohl nicht, dass diese Drei floppten, während das Kursbuch florierte.

Denn Enzensberger schildert die Konzepte, die allen drei Projekten zugrunde lag. Wer sich auskennt, vermutet schnell die Gründe der Flops. Doch Enzensberger benennt sie nicht. Das gilt auch für die Flops aus Kino, Theater und Oper, die er schildert.

Das ist das Problem des Buches. Die Geschichte der Flops wird erzählt, die Gründe aber so gut wie nie diskutiert. Das wäre aber genau das Interessante an dieser Flopgeschichte. Was kann man daraus lernen?

Sicher eins: Dass im Kino, Theater, Oper häufig Personen die Musik machen. Vor allem dann, wenn öffentliche Gelder eine Rolle spielen, ist es für jedes Projekt wichtig, erst einmal jemand zu finden, der Macht über die Geldtöpfe hat und sich für das Projekt einsetzt. Stirbt dieser oder verliert seinen Posten, bedeutet das in der Regel auch das Ende für die Projekte, die er vertrat.

Die Flops "gewähren Einblick in die Produktionsbedingungen, Manieren und Usancen der relevanten Industrien und helfen dem Ahnungslosen, die Fallstricke, Minenfelder und Selbstschußanlagen einzuschätzen, mit denen er auf diesem Terrain zu rechnen hat", erklärt uns der Autor im Vorwort. Doch leider ist einer der häufigsten Gründe für einen Flop hausgemacht: Das Projekt ist nicht gut durchdacht oder hat handwerkliche Mängel. Da unterscheiden sich Enzensbergers Flops nicht von den unzähligen anderen, über die jeder Künstler erzählen könnte.

Das ist auch der Hauptnachteil des Buches. Die Gründe, die zum Scheitern führten, lassen sich in einigen Fällen ahnen, werden aber nie benannt.

Zusätzlich zu den Flops stellt Enzensberger 15 Ideen vor. Konzepte, die ihm irgendwann einmal kamen, die er aber nie weiterverfolgt hat. Jeder von uns hat weit mehr Ideen, als er je verwirklichen könnte, schreibt er und beweist das mit seinem "Ideenmagazin". Diese Skizzen bildet den zweiten Teil des Buches, naturgemäß ist es sehr unterschiedlich zum anderen Teil des Buches.

So gut die Idee war, einmal Flops vorzustellen, statt sich in den Erfolgen zu sonnen, so sehr bleibt das Buch in der Diskussion an der Oberfläche stecken und bringt darum nur bedingt den Lerneffekt hervor, den es anstrebt. Und auch das ganz andere Ideenmagazin in der zweiten Hälfte ändert nichts daran, dass beim Leser ein zwiespältiger Eindruck von diesem Werk zurückbleibt.

Hans Peter Roentgen
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