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Meine Jahre mit Joschka: Nachrichten von fetten und mageren Zeiten
 
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Meine Jahre mit Joschka: Nachrichten von fetten und mageren Zeiten [Gebundene Ausgabe]

Jürgen Schreiber
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Econ (September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3430300339
  • ISBN-13: 978-3430300339
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 508.702 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jürgen Schreiber
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Womöglich eine interessante Erfahrung für Joschka Fischer. Parallel zur eigenen, dröhnend gewichtigen Stimme, quatscht da noch diese andere, schwächere, dazwischen. Ungefragt - und dazu noch in gänzlich anderer Tonart! Just in dem Moment, als der grüne Ex-Außenminister den ersten Teil seiner Erinnerungen medienweit bewirbt, pfuscht dieser merkwürdig präzise Beobachter und Nichtfreund dazwischen. Einer, der Fischer „in fetten wie in mageren Zeiten“ einige Jahre umschweben durfte. Und dabei Eindrücke und Erkenntnisse ganz eigener Art gewann. Dass der Enthüllungsjournalist Jürgen Schreiber in seinem biografischen Ansatz keine unumstrittene Figur ist, weiß man spätestens seit seinem spukhaft genialischen Familienporträt des Malers Gerhard Richter. Der Mann spekuliert, fabuliert - und – man staune! -, zerrt in seinen besten Momenten Dinge ans Licht, die ein Weltbild verändern können. Fischers Freund wird man so nie!

1983: Die Grünen ziehen in den Bundestag ein. „Rauschebärte, Gesundheitsschlappen, Fünf-vor-zwölf-Gesichter. Je greller das Outfit, desto tragischer die Biografien“. Ein mäßig begeisterter Schreiber betritt zu diesem Zeitpunkt Fischers Leben. Wird Zeuge, wie der schon früh die Klaviatur der Medien zu beherrschen beginnt. Sich hochrüstet. Wie hatte Fischer doch dem frühverstorbenen Kultautor Jörg Fauser zugeraunt: „Sagen wir es doch ganz offen, es gibt eine Triebhaftigkeit beim Kampf um die Macht!“ - Davon und von nichts anderem berichtet dieses Psychogramm eines Aufsteigers. Taxi Driver, Sponti, Bockenheimer Polizistenschreck, Turnschuhminister... Unmerklich wie die Lederjacke, ändert sich auch der Soundtrack. Statt „Born to be wild“ nun „Kuschelrock 10“. Im Dreiteiler! Schreiber, der den langen Lauf in die Machtzentralen und gegen die Fettleibigkeit begleitete, dreht so manchem Mythos schnöde den Hahn zu.

Geburt und Vergehen der Grünen und ihres Großen Vorsitzenden, bei Schreiber eine grandiose, melancholische und pophistorische Geschichtsstunde. Gehalten aus der Froschperspektive, die diesmal die genauere ist. Am Ende aller politischen Verrenkungen bis hin zur Unkenntlichkeit, taucht das Bildnis des einstigen Streetfighters noch einmal aus dem Orkus der Geschichte auf. Gibt’s nicht mehr. Stattdessen noch ein Doktorhut, eine staatstragende Rede. Das Bekenntnis, nie mehr zurückzukehren. Schreiber, diesmal zartbitter. „Nach sieben mausgrauen Jahren Rot-Grün hundert Jahre Einsamkeit im Blick“. Vermutlich ist auch dies präzise beobachtet. –Ravi Unger

Pressestimmen

»Schreiber ist ... einer der besten investigativen Journalisten dieses Landes. Er weiß seine Beobachtungen so packend zu schildern, so kunstvoll zu verweben, als schriebe hier ein Tom Wolfe.« Berliner Zeitung »Endlich, endlich ist Alt-Außenminister Joschka Fischer zu Potte gekommen mit seinen Memoiren. Mit mehreren Wochen Verspätung geht er demnächst auf Leser-Werbereise durch die Republik. Vertraut man dem Urteil jener, die schon die Fahnenabzüge des Werks lesen durften, so hält sich er Enthüllungswert des Buchs in engen Grenzen. Nichts neues, seufzen die Lektoren. Sogar die Erinnerungen seines rotgrünen Partners Gerhard Schröder sollen sich spannender und unterhaltsamer lesen. Daher erscheint es ratsam, zu den Fischer-Memoiren ein Fischer-Buch zu erwerben, das Anfang September im Econ-Verlag mit dem saftigen Titel erscheint 'Meine Jahre mit Joschka. Nachrichten aus fetten und mageren Zeiten.' Geschrieben hat es Jürgen Schreiber, mehrfach für investigativen Journalismus ausgezeichneter Autor, der Fischer über 30 Jahre hinweg begleitet und beobachtet hat. Schreiber stellt die Fragen, denen Fischer ausweicht.« stern.de / 29.08.07 / Hans Peter Schütz »Sätze wie mit der Rasierklinge geschrieben. Von einem, der Fischer drei Jahrzehnte beobachtet, begleitet, bewundert hat, ja, das auch, trotz der unzähligen Widersprüche und Ungereimtheiten, die Joschka ihm vorlebte und auszuhalten aufgab. Meine Jahre mit Joschka, heißt Schreibers Buch (Econ-Verlag), das die Frankfurter Allgemeine mit einem Vorabdruck aus der grauen Masse der 30 000 Neuerscheinungen dieses Bücher-Herbstes hervorgehoben hat... Eine literarische Reportage nennt Autor Schreiber, vielfach ausgezeichneter Journalist, seine Arbeit, die nichts weniger sein will als eine Fischer-Biografie. Und die doch mehr über den Straßenkämpfer, den Politiker, den Nein-Sager, den Ja-Sager, den Menschen Fischer in all seinen radikalen Widersprüchen erzählt als es Fischers eigene Memoiren jemals tun werden, die in diesen Tagen ebenfalls auf den Büchertischen liegen werden. Insofern ist das Buch ein Glücksfall, zumal in einer Zeit, in der abgetretene Politiker ihre Geschichte und zeitgeschichtliche Bedeutung selbst glorifizieren... Natürlich wird Fischer das Buch nicht mögen, allein schon deshalb, weil er sich auf eine Selbstbefragung nie eingelassen hat. Schreiber ist es, ohne plumpe Häme und ohne Bitternis, gelungen, die stetig wechselnden Hüllen und Körperumfänge aufzubrechen, in der sich Fischer stets versteckt hielt. Und doch ist es kein bitteres Buch, geschrieben zuweilen in der Ich-Form, was die leise Wehmut über den Niedergang seines Sujets bewusst macht. Schon allein aus diesem Grund müsste Fischer glücklich sein, ein solches Buch zu bekommen.« stern.de /Hans Peter Schütz/ 22. September 2007 »Seine genauen Beobachtungen und pointierten Formulierungen, seine Erinnerungsbilder und Reflexionen, sein Witz, der mal melancholisch leise, mal sarkastisch schneidend klingt – all das ist von keiner Fischer-Biografie erreicht worden.« 10/07 Der Spiegel Spezial / Rainer Traub  

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Leicht enttäuscht 5. Mai 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Ich fand das Buch leicht enttäuschend. Über lange Strecken hatte ich das Gefühl, der Autor hat in Wirklichkeit nicht besonders viel zu sagen - besonders nichts Interessantes und Unbekanntes. So erstrecken sich schonmal Ausführungen über den Kleidungsstil von Joschka Fischer über 2 oder mehr Seiten und wirken mehr als ausschweifend oder gar als Lückenfüller.
Außerdem konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Kontakt zwischen Herrn Schreiber und Herrn Fischer nicht so eng war, dass er wichtigere Dinge hätte berichten können.
Kurz: sehr langatmig.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
etwas mehr Empathie, bitte! 12. Oktober 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Sehr geehrter Herr Schreiber,
vielen Dank für Ihre '"Die-etwas-andere-Biographie'" über Joschka Fischer, die Sie zu Unrecht '"Mein Leben mit Joschka: Nachrichten aus fetten und mageren Jahren"' betiteln. Ehrlicher wäre gewesen, den Titel '"Mein Leben neben Joschka Fischer, mit dem ich jetzt mal abrechnen will'" zu wählen.
Ihre Geschichten v.a. aus der Frankfurter Zeit beleuchten und erhellen interessante und wenig bekannte Aspekte der Spontiszene und über Fischers Höhenflug von Frankfurt über Bonn nach Berlin und von dort aus in die weite, in die mächtige Welt.
Aber: Ihnen gehen die Posen des Unvollendeten auf den Keks? Ob Fischer Wagner nicht hört oder doch hört, ob Fischer gerade frisst oder sich kasteit, ob Fischer die entscheidenden grünen Punkte zur Abwahl Kohls einholt und dabei staatsmännisch dunkel oder Nike-Turnschuhe zum Sportsakko trägt? Je größer Fischers Erfolg, desto dichter wird der Teppich aus Ihren Nadelstichen.
Aber: warum so despektierlich?
Klar: Joschka - um in Ihrem Sprachduktus zu bleiben - ist eine eitle Person mit Brüchen in seiner Biographie, mit Widersprüchen und Egozentrik, beispielhafte Details breiten Sie genüsslich aus.
Aber: selbst die andere Seite der Person "Joschka", sein Charisma, seine Leidenschaft, sein (autodidaktsich angeeignetes) immenses Wissen, alles wird von Ihnen im Ton eines gekränkt verlassenen Liebhabers benörgelt.
Nicht, dass der Misanthrop Fischer in diesem Fach seinen Meister finden wird? Die Darstellung der facettenreichen und ungewöhnlichen, auch ungewöhnlich interessanten Biographie Fischers entbehrt in Ihrem Bericht zwar kein wichtiges Detail, aber: sie entbehrt Empathie und Humor, und somit bleibt die Biographie unterm Strich mager im Geschmack.
Mit besten Grüßen,
Valentina Stern.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Facettenreich 24. Oktober 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Schon allein um zu verstehen, warum Joschka Fischer einer der beliebtesten
Politiker des Landes war, sollte man das Buch " Meine Jahre mit Joschka"
von Jürgen Schreiber lesen. Er nimmt den Leser mit zu Fischers Anfängen,
schildert hinreißend die Frankfurter Szene und zeigt Innenansichten der
Macht, wie ich sie noch nie gelesen habe. Schön die Musiktitel, mit denen
er die Stimmung der Zeit heraufbeschwört. Auch die akribische Beschreibung
von Fischers Ministerbüro in Berlin - die unendliche Geschichte eines
Gebäudes inklusive - offenbarte mir eine Facette Joschka Fischers, die ich so noch nie reflektiert hatte.
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Mit grossem Interesse habe ich Jürgen Schreibers "Meine Jahre mit Joschka" gelesen. Für mich erweiterte Schreibers Perspektive das Bild der "oeffentlichen" Person Joschka... Lesen Sie weiter...
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Schreibers Buch ist die passende und notwendige Ergänzung zu Fischers rot-grünem Rückblick. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Oktober 2007 von R. Gilbert
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Nun weiß ich nicht, wie kompetent Herrn Schreibers Begleitbuch sein mag.
Fest steht, das der Stern nichts von Joschka Fischers "rot-grünen Jahren" hält. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Oktober 2007 von S. Wirges
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