Hertha Rühmann hat ein kurzweiliges, unterhaltendes und sehr diskretes Buch über ihre Ehe mit Heinz Rühmann geschrieben. Sie ordnet ihre Gedanken nicht chronologisch, sondern schreibt mehr assoziativ auf, was besonders schön war und was nicht. Frau Rühmann bleibt oft zart andeutend, nennt keine Namen, wo man sie doch gerne gehört hätte- und das ist wohl in dieser Zeit des medialen Exhibitionismus auch recht so. Denn auch ohne großen Pomp versteht es die Ehefrau des großen Schauspielers, den Leser sachte in ihre Vergangenheit einzuladen. Sie erzählt von ihrem ersten Kennenlernen, von der Heirat, von Reisen, Feiern, Erlebnissen. Diese oft sehr privaten Einblicke wirken aber nie voyeuristisch forciert, sondern bieten sich in einem vertrauten, würdevollen Ton dar- man hört gerne zu. Und man merkt, dass Hertha Rühmann das alles selbst geschrieben hat; es ist ein sehr subjektiver, aber auch offener Blick, den sie wahrt. So liest man dieses Buch recht schnell durch, kann aber immer wieder hineinblicken- es ist ein wunderschönes Zeugnis aus dem späteren Leben Heinz und Hertha Rühmanns.