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Meine Heimat - euer Krieg: Kindheit in Kambodscha
 
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Meine Heimat - euer Krieg: Kindheit in Kambodscha [Broschiert]

Saovory Kim Sam
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Produktinformation

  • Broschiert: 218 Seiten
  • Verlag: Triga; Auflage: 1., Aufl. (29. Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3897746093
  • ISBN-13: 978-3897746091
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 382.542 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Saovory Kim Sam
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

KIWI TOURS und Büchergilde Gutenberg. Januar 2010: »Der Komet hat gesagt, dass der Krieg bald kommt!« Diese Worte sagt der Vater von Saovory Kim einem kambodschanischen Mädchen von sechs Jahren, eines Tages zu ihr. Sie ist neugierig auf dieses Wort »Krieg«, das die Erwachsenen jetzt täglich in den Mund nehmen und das so harmlos und nett klingt - und wünscht sich sehnlichst ihn einmal zu erleben. Zehn Jahre später gibt es dieses kleine schalkhafte und freiheitsliebende Kind nicht mehr. Schwer getroffen von dem Erlebten, aber dankbar überlebt zu haben, beginnt Saovory Kim ihre Geschichte und die des Volkes der Roten Khmer aufzuschreiben, das in den unseligen Krieg zwischen Kambodscha und Vietnam hineingezogen wurde. Saovory Kim Sam schrieb ein unter die Haut gehendes Buch, das einfühlsam und authentisch das Schicksal eines Kriegskindes erzählt. Eurasisches Magazin, September 2009: „Dieses Buch erzählt die Geschichte von Chantrea, einer Region an der vietnamesischen Grenze, die während des Krieges zwischen Vietnam und Kambodscha sehr bekannt war, und die von den Amerikanern als das ‚Gebiet des Entenschnabels’ bezeichnet wurde. Ab 1968 stand Chantrea in Flammen. Die Tränen und das Blut der Menschen fingen an zu fließen.“ Mit diesen Worten führt die Autorin in das Buch ein. Und sie berichtet: „Um dem Krieg zu entkommen, nahm das Volk der Khmer die Flucht auf sich.“ Dieses Volk ist eigentlich indischen Ursprungs. In Kambodscha haben die Khmer einst ein prächtiges Reich gegründet. Das Land, der „Entenschnabel“, wurde von den USA ab 1968 erbarmungslos bombardiert und in den amerikanischen Vietnamkrieg hineingerissen. Wie alles begann schildert die damals sechsjährige Saovory Kim sehr eindringlich: „Chantrea in Flammen. Es war eine ruhige und friedliche Nacht. Plötzlich hörte ich die Detonation von Granaten, die schnell hintereinander explodierten...Ich sah viele Flugzeuge über meinem Kopf. In diesem Augenblick fielen die Raketen vom Himmel und zersprangen mit grellrotem Leuchten.“ Dies sind Erlebnisse, die sie in einem immerwährenden Alptraum in vielen Nächten wieder und wieder durchlebt. Die Amerikaner tragen den Krieg ins Land In der Realität des Krieges wurde das junge Leben der Schülerin Kim schlagartig zerstört: Nach der ersten amerikanischen Bombardierung der Region im Jahre 1968 veränderte sich ihr bis dahin behütetes Dasein vollständig. „Unruhe nistete sich ein und die Menschen bereiteten sich darauf vor, das Land zu verlassen.“ „Der Komet hat gesagt, dass der Krieg bald kommt!“ Diese Worte sagte der Vater zu dem kambodschanischen Mädchen. Die Vorhersage eines Krieges durch einen Kometen ist ein alter Glaube des Volkes der Khmer. Kim ist neugierig auf dieses Wort „Krieg“, das die Erwachsenen jetzt täglich in den Mund nehmen und das so harmlos und nett klingt. Sie wünscht sich in ihrer Naivität und kindlichen Unschuld sogar sehnlichst, den Krieg einmal zu erleben. Und es geschieht. Schneller als gedacht steckt sie plötzlich mitten in den Kämpfen, in Schützengräben, auf der Flucht und im Dschungel, während hinter ihr das heimatliche Dorf und die Schule in Flammen aufgehen. Flucht und Vertreibung und keine Chance Alles blieb zurück, was das Leben eines Mädchens von sechs Jahren ausgemacht hat: „Sehr gut kann ich mich an diesen Morgen noch erinnern. Auf den Feldern lagen noch feine Nebelschleier. Der Wind wehte sanft durch die Zuckerpalmblätter und die Vögel sangen. Es schien alles so ruhig und friedlich. Die mir so sehr vertraute und geliebte Landschaft spendete mir echte Freunde.“ In Wahrheit begann an diesem Morgen die Flucht, die Odyssee: „Unser Dorf war eines der größten Schlachtfelder. Die ersten Bomben provozierten eine fürchterliche Feuersbrunst, danach wurden Raketen abgefeuert und schließlich wurde es durch die Schüsse der Söldner Thieu Kys (er befehligte Soldaten aus Südvietnam, die auf Seiten der Amerikaner in den Krieg eingriffen) und den gegnerischen Vietkong, die in der Schule stationiert waren, zerstört. Zum Schluss bretterten Panzer durch den Ort und vernichteten alles, was noch übrig geblieben war. In Schutt und Asche gelegt wurden mein Dorf und meine Schule und in ein Feld der Verzweiflung verwandelt.“ Die Maschinerie des Krieges verfolgt sie erbarmungslos Zunächst entkam die Familie aus dem Inferno ihres zerstörten Dorfes durch die Flucht zur Oma in ein Dorf, das weiter im Westen lag. Aber der Krieg holte sie rasch ein: „Kaum angekommen schaufelten mein Vater und meine Brüder mithilfe meiner Cousine einen neuen Schützengraben aus. Die Arbeit war beendet, als die Sonne aufging. Gegen sechs Uhr früh vernahmen wir den Lärm von herannahenden Flugzeugen und die Detonation von Bomben.“ Die Flugzeuge warfen pausenlos ihre Bomben ab. Danach traten die Panzer an ihre Stelle. Ein großer Kampf entwickelte sich zwischen den Vietkong und den Söldnern Thieu-Kys. „Das Volk der Khmer lief nach Westen...fassungslose, erschöpfte, weinende Menschen, alle suchend nach verlorenen Kindern, einem vermissten Vater oder einer umgekommenen Mutter. Manche hielten ihre verletzten Kinder in den Armen. Es war eine Horde Menschen in Todesangst.“ Saovory Kim berichtet von einer grauenvollen Nacht: „Wir durchquerten das Land von einem Reisfeld zum anderen Der Lärm der Granaten blieb hinter uns zurück. Die ganze Nacht hindurch, immer verfolgt von den Flugzeugen, irrten wir umher, oft im Kriechen, und versuchten einen sicheren Platz zu finden. Endlich erreichten wir den Dschungel Pachak und konnten uns dort verstecken.“ Viele aus ihrer Familie werden getötet Nirgends mehr ein Ort der Sicherheit. Ständig auf der Flucht und in Lebensgefahr: „In einem bejammernswerten Zustand verließen wir den Dschungel, schmutzig, mit zerlumpter Bekleidung und verstörter Miene.“ Die Eindrücke und die Erfahrungen dieses Kindes wirken noch immer nach, auch Jahrzehnte nach dem schrecklichen Erleben in den Schilderungen der Autorin: „Eine tragische Nacht endete, die Nacht, die ich niemals in meinem ganzen Leben vergessen werde. Die entsetzliche Nacht der Angst, des Unheils, des Leidens für die Bevölkerung von Chantrea“. Das alles wird packend und sehr lebendig berichtet, beinahe hautnah – auch wenn inzwischen fast 40 Jahre vergangen sind. Die Autorin schreibt von den „Tränen der Khmer“, von den „Jahren der Erwartung“, als sie keine Lust mehr auf Schule hatte, als die Bombardierungen und das Verschwinden von Menschen an der Tagesordnung waren. Sie fragt sich noch heute, wie es sein kann, dass die Angehörigen des eigenen Volkes in Gestalt der „Roten Khmer“ gegen die eigenen Landsleute so menschenverachtend und vernichtend vorgehen können. Sie schreibt von einer fragilen Freiheit, von Flüchtlingsströmen, von hin- und herwogenden Schlachten, von Vertreibung und der Rückkehr der Roten Khmer. Von erneuter Deportation, von Auswanderung und schließlich vom „letzten Massaker“, vom Tod der sechzehnjährigen Schwester und der Rückkehr der Überlebenden, zehn Jahre später. Im Epilog des Buches heißt es: „Zehn Jahre später gab es das kleine, schalkhafte und freiheitsliebende Mädchen, das ich vor dem Krieg war, nicht mehr. Ich war von dem Erlebten schwer getroffen, hatte aber durch unverhoffte Gnade den Krieg und die Massaker der Roten Khmer überlebt. Mehr als die Hälfte meiner Familie – die meisten waren Erwachsene – sind von dieser politischen Krise, die Kambodscha erschütterte, verschlungen worden.“ http://www.eurasischesmagazin.de/artikel/drucken.asp?artikelID=20090821 Buchprofile/Medienprofile 2/2009: Autobiografie einer Kambodschanerin, die den Krieg der Roten Khmer erlebte. Als ihr Vater zum ersten Mal das Wort „Krieg“ erwähnt, klingt das für die kleine Kambodschanerin Kim noch spannend. Doch als der Krieg zwischen Kambodscha und Vietnam in dem späten 60er den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts aufflammt, wird das Mädchen von der Wucht der Grausamkeiten schwer traumatisiert. Sie schreibt Tagebuch über ihre Kindheit in Chantrea, der kambodschanischen Grenzregion zu Vietnam, wo der Krieg besonders brutal tobte. Diese Aufzeichnungen veröffentlicht die Autorin nun in der vorliegenden Autobiographie über ihre Kindheit. Es ist ein ebenso ergreifendes wie fesselndes Buch, in dem der uns so ferne Krieg in all seinen monströsen Ausmaßen plastisch und überaus authentisch beschrieben wird. Ein Buch, das betroffen macht und zum Nachdenken anregt. Für Büchereien gut geeignet, auch ergänzend zum ähnlichen Bericht von D. Affonco. ZDF, 07.01.2009: „In dem Roman „Meine Heimat – Euer Krieg“ geht es der Autorin darum, an Hand ihrer eigenen Kindheitserlebnisse die Gräueltaten am kambodschanischen Volk während des Krieges 1968 – 1979 aufzuzeigen. Immer wieder scheint ihr Unverständnis durch, wie es sein kann, dass ein Volk gegen die eigenen Landsleute so menschenverachtend und vernichtend vorgehen kann. Hier liegt auch die emotionale Botschaft des Romans, der ein einziges Plädoyer gegen Krieg und die Unterdrückung in jeglicher Form ist. … Die Handlung der Geschichte ist verständlich geschrieben, enthält Spannung und treibt voran. Sie verläuft chronologisch und trägt dadurch zur Nachvollziehbarkeit bei, wobei der Verlauf dennoch nicht vorhersehbar ist. Die Hauptfigur hat immer wieder Komplikationen und Widerstände zu überwinden. Die Handlung ist glaubwürdig, und das Ende der Geschichte ist in gewisser Weise befriedigend (natürlich kann solch eine Erzählung nicht mit einem Happy End beschlossen werden), weil die verfolgten Menschen befreit und das bisherige Regime, die Widersacher, besiegt werden. Der Roman „Meine Heimat – Euer Krieg“ handelt von wahren Begebenheiten. Es wird auf verständliche und anschauliche Weise die Kindheit und das Heranwachsen der Hauptfigur Kim während des Kambodschakrieges in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erzählt. Auch wenn die Zuschauer hierzulande wohl kaum die Erlebnisse der Protagonistin aus eigener Erfahrung kennen, werden sie dennoch auf Grund der dramatischen Schilderungen ergriffen und berührt. Sie können Kims Perspektive überneh...

Kurzbeschreibung

»Der Komet hat gesagt, dass der Krieg bald kommt!« Diese Worte sagt der Vater von Saovory Kim, einem kambodschanischen Mädchen von sechs Jahren, eines Tages zu ihr. Sie ist neugierig auf dieses Wort »Krieg«, das die Erwachsenen jetzt täglich in den Mund nehmen und das so harmlos und nett klingt - und wünscht sich sehnlichst ihn einmal zu erleben. Zehn Jahre später gibt es dieses kleine schalkhafte und freiheitsliebende Kind nicht mehr. Schwer getroffen von dem Erlebten, aber dankbar überlebt zu haben, beginnt Saovory Kim ihre Geschichte und die des Volkes der Roten Khmer aufzuschreiben, das in den unseligen Krieg zwischen Kambodscha und Vietnam hineingezogen wurde. Saovory Kim Sam schrieb ein unter die Haut gehendes Buch, das einfühlsam und authentisch das Schicksal eines Kriegskindes erzählt.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Dieses Buch hat mich sehr berührt und geschockt.

Zwei Wochen zuvor habe ich dieses Land bereist und mir viele Kulturschätze angesehen. Habe mir ein Bild gemacht von den jetzigen Lebensumständen. Habe mir das Museum Tuol Sleng in Phnom Penh angesehen, wo diese Grausamkeiten auch dokumentiert sind.

Wie kann ein Kind soviel Leid ertragen ohne traumatisiert zu sein? Wie kann man keinen Haß gegenüber seinen Peinigern spüren? Es war schon übermenschlich, was dieses Kind/Frau alles erlebt und überlebt hat. Die kambodschanische Regierung scheut noch immer davor den Verantwortlichen, die das Volk gequält und gemordet hat, den Prozess zu machen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
wow 12. Mai 2009
Format:Broschiert
ein buch das aufrüttelt... unglaublich - ich war damals noch zu klein - aber ich frage mich dauernd, hat man davon im Westen etwas gewußt? Waren wir so blind und taub - sicher... wir wollten es gar nicht wissen.
Wer ein Faibel für solche "Wahrheiten" hat - der sollte das Buch lesen.
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