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Meine Geschichte der DDR
 
 
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Meine Geschichte der DDR [Broschiert]

Wolfgang Leonhard
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 272 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 2 (1. August 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499622424
  • ISBN-13: 978-3499622427
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Wolfgang Leonhard
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der 1921 geborene Wolfgang Leonhard kam unmittelbar nach dem Krieg als jüngstes Mitglied der "Gruppe Ulbricht" aus Moskau zurück in das in Trümmern liegende Berlin, der Stadt seiner Kindheit. Hier sollte er nach seiner Ausbildung in der Moskauer Komintern-Schule am Aufbau eines sozialistischen Staates nach sowjetischem Muster mitwirken. Und zunächst sah es auch ganz nach einer schnurgeraden Parteikarriere Leonhards aus. Doch kehrte der hochrangige SED-Funktionär der DDR bereits Anfang März 1949 den Rücken -- noch bevor sie im Oktober desselben Jahres gegründet wurde.

Seine Flucht führte ihn zunächst, bevor er später nach Westdeutschland übersiedelte, in das in den Augen Moskaus "abtrünnige" Jugoslawien und schlug nicht nur in Ostberlin hohe Wellen. In Jugoslawien erlebte der Autor "das genaue Gegenteil dessen, was (er) zuvor in der Sowjetzone erfahren hatte, wo allmählich sämtliche Lebensbereiche zentralisiert wurden und eine isolierte Führungsgruppe immer mehr Entscheidungsgewalt an sich riss".

Die Gründe für seine Abkehr vom Stalinismus -- der nirgends so lange fortleben sollte, wie in der DDR -- hat Leonhard wenige Jahre später in dem wegen seiner analytischen Brillanz viel beachteten Buch Die Revolution entlässt ihre Kinder ausführlich dargelegt. Mit Meine Geschichte der DDR hält der Autor nun, über fünf Jahrzehnte später, eine nicht minder lesenswerte, persönliche Rückschau auf die ihm -- neben der Geschichte der Sowjetunion -- zum publizistischen Lebensthema gewordene DDR-Geschichte. Ein mit souveräner Feder geschriebenes Zeitzeugnis erster Güte! -- Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Beeindruckende Bilanz eines Jahrhundertzeugen Wolfgang Leonhard, Autor des Bestsellers «Die Revolution entlässt ihre Kinder», ist der letzte Überlebende der legendären «Gruppe Ulbricht». Mit ihr kehrte er 1945 aus dem Moskauer Exil in die spätere DDR zurück, um den Sozialismus aufzubauen. Vier Jahre später floh er jedoch enttäuscht in den Westen. In diesem Buch beschreibt er auf ganz persönliche Weise den Aufstieg und Fall eines Staates. Zugleich zeichnet er ein authentisches Bild führender DDR-Persönlichkeiten, mit denen er gut bekannt war, unter ihnen Wilhelm Pieck, Walter Ulricht, Erich Honecker und Markus Wolf. Ein lebendiger Bericht eines Zeitzeugen, der Geschichte geschrieben hat.

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39 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Enttäuschend 23. März 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Das vorliegende Buch enthält Betrachtungen des Verfassers zur Vorgeschichte und Geschichte der DDR und eingeschobene persönlichen Erinnerungen. Diese Mischung ist dem Buch nicht gut bekommen.

Die ersten etwa 100 Seiten des Buches schildern Wolfgang Leonhards Erlebnisse von der Ankunft der "Gruppe Ulbricht" in Deutschland bis zur Flucht Wolfgang Leonhards nach Belgrad. Wer die zweite Hälfte von Wolfgang Leonhards Klassiker "Die Revolution entlässt ihre Kinder" bereits kennt, kann sich in diesem Buch die Lektüre dieser Seiten schenken, denn sie sind einfach eine zusammenfassende Nacherzählung. Interessant wird es erst, als Leonhard seine Flucht nach Belgrad beschreibt. Hier beschreibt er erstmalig seinen Weg, nachdem er in der Zwischenstation Prag angekommen war: Leonhard ging dort zunächst in die jugoslawische Botschaft und nachdem ihm die Jugoslawen falsche Papiere besorgt hatten, ging es per Flugzeug nach Belgrad. Lesenswert sind dort auch die Beschreibung des Briefwechsels mit seinem Vater (Rudolf Leonhard war selbst nie Parteimitglied, beurteilte Tito jedoch so, wie es von einem guten Stalinisten erwartet wurde) und der Anfänge des jugoslawischen Selbstverwaltungssozialismus (in diesem Zusammenhang ein Gespräch mit Tito, das vom jugoslawischen Staatschef in deutscher Sprache geführt wurde), für den Leonhard auch heute noch bei einigen öffentlichen Auftritten seine Sympathie bekundet.

In den folgenden Kapiteln wird Leonhards Buch immer dann interessant, wenn er über persönliche Erlebnisse und Erfahrungen berichtet. Seine allgemeinen Betrachtungen zur Geschichte der DDR dagegen sind zwar nicht unbedingt falsch, wiederholen jedoch nur was man auch anderswo lesen kann. Man merkt ziemlich schnell, dass Leonhard (im Unterschied etwa zu dem ebenfalls ex-kommunistischen Hermann Weber) spätestens seit Ende der fünfziger Jahre kein wirklicher mehr DDR-Experte war (sein eigentliches Arbeitsgebiet war die Sowjetunion). Wirklich lesenswert ist höchstens ein Drittel des Buches, doch dann stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht.

Das Buch hält keinen Vergleich mit "Die Revolution entlässt ihre Kinder" aus. "Die Revolution entlässt ihre Kinder" wird auch nach weiteren Jahrzehnten noch gelesen werden, das vorliegende Buch dagegen ist nicht mehr als eine Gelegenheitsschrift.
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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unnötig 15. Mai 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Nach "Die Revolution entlässt ihre Kinder" und "Spurensuche" muss man dieses Buch nicht mehr lesen. Es gibt keinen Zugewinn an Erkenntnis. Die Sicht auf die DDR ist sehr subjektiv und bezieht sich haupsächlich auf die Zeit der Anwesenheit von Leonhard dort. Die Entwicklung der DDR nach dem Mauerbau ist unterbelichtet. Der Machtmechanismus in der DDR, zum Beispiel das Wirken und Zusammenwirken ihrer politischen Akteure,ihre Arbeitsteilung, wie auch die Differenzierung in der Bevölkerung der DDR, ihre Akzeptanz für die herrschende Gesellschaftsordnung im Wechsel der Zeiten und vieles Andere bleiben unterbelichtet. Gut, dass Leonhard im Titel betont, dass es sich um "seine" Geschichte der DDR handelt. Zu stark herausgestellt ist die Bewunderung L's für den 3. Weg Jugoslawiens, obwohl das Land für die DDR praktisch keine Bedeutung hatte und auch für die innere Opposition dort(außer vielleicht in den 50er Jahren) keine Rolle spielte. Ausgeblendet werden dabei die Ursachen für den Zusammenbruch auch des Selbstverwaltungssozialismus nach Titos Tod, die sicherlich auch dort in erster Linie hausgemacht waren. Auch dort gab es schließlich Stagnation und auch dort regierte Tito mit harter Hand.

Ich habe das Buch parallell zu "Markus Wolf Letzte Gespräche" gelesen, weil Wolfgang Leonhard und jener in Moskau Klassenkameraden und Schüler an der Komintern-Schule waren, beide aber nach ihrer Rückkehr nach Deutschland völlig verschiedene Wege gegangen sind(dieser - Flucht nach Jugoslawien, jener - Leiter der Auslandsaufklärung und stellvertretender Minister für Staatssicherheit der DDR). Ich muss sagen, dass aus dem letzteren Buch, auch wenn man die Sicht von Wolf nicht teilt, die DDR verständlicher wird. Auch gelingt es Wolf viel mehr als Leonhard, die DDR aus dem Abstand der Jahre zu betrachten, die die Sicht viel differenzierter werden lässt.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Gründlich, unvoreingenommen und gegenüber der ungeschminkten Wahrheit voll aufgeschlossen verdient dieses hochinteressante Buch gelesen zu werden. Wie mit all seinen Veröffentlichungen ist der Autor als kompetenter Jahrhundertzeuge auch mit der vorliegenden aufrichtig bemüht, uns die Augen für die beschriebenen historisch-politischen Realitäten zu öffnen, denn nicht die Lüge darf , was die sogenannte DDR anbelangt, auf Dauer triumphieren, soviel auch um und über jenes Objekt der Geschichte gelogen wurde und wird. Es ist die Pflicht des redlichen urteilsfähigen Zeitzeugen, sich zu diesem Thema zu äußern, denn Geschichtsschreibung und -interpretation muß reale Einsichten vermitteln und so dazu beitragen, daß verhängnisvolle geschichtliche Fehlentwicklungen in ihrer ganzen Gefährlichkeit erkannt werden. Leonhard hat sich dieser Pflicht stets ehrenhaft unterzogen und ist ihr bestmöglich gerecht geworden.
Noch heute könnte die sogenannte "Deutsche Demokratische Republik" existieren und sogar das bessere Deutschland repräsentieren, wenn sie denn jemals eine demokratische Republik gewesen wäre. Sie war es in 40 Jahren praktizierter diktatorischer SED-Herrschaft keinen einzigen Tag und sollte es per se nach dem Willen ihrer Erfinder auch nie sein. Wolfgang Leonhard als Einzigem gebührt das Verdienst, mit dem korrekten öffentlichen Zitat der strikt geheimen politischen Festlegung des diktatorischen Stalinisten Walter Ulbricht ("Es muß demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben!") aller Welt bereits in "Die Revolution entläßt ihre Kinder" reinen Wein über den Charakter des SED-Staates eingeschenkt zu haben.Ulbricht war Sprachrohr und Willensvollstrecker seines Götzen Stalin, angesichts dessen perverser Vorliebe für demagogischen Hohn es nicht verwundert,daß Mitteldeutschland, in dem fortan 40 Jahre jeder Keim demokratisch-republikanischer Gesinnung geheimpolizeilich belauert und schonungslos zertreten wurde, ausgerechnet das Mogeletikett "Demokratische Republik" aufgeprägt bekam. Das letztliche Scheitern war unausbleiblich, denn nur Demokratie - und keine lediglich geheuchelte - ist zukunftsfähig.
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