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Pressenotiz zu : Die Zeit, 11.05.2000
Ralph Rainer Wuthenow bedauert sehr, dass eine Rezension in einem Fall wie diesem nicht viel mehr leisten kann, als "nur den Schattenriss, wo ein ganzes Fresko erforderlich wäre", zu geben. Ein Buch, "das auf jeder seiner Seiten zum Mit- und Nachdenken auffordert", sei dieser Band, der seiner Meinung nach in mancher Hinsicht nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat. So lobt er u. a. Montesquieus Gedanken über Gesetze und deren Einhaltung, aber auch seine Gedanken über Evolution, Naturgeschichte oder die "Vorteile der modernen Zivilisation". Wuthenow weist darauf hin, dass die vorliegende Übersetzung sich auf die "eigentlich authentische, die als `unordentlich` erscheint", gestützt habe. Diese sei als Arbeitsgrundlage zwar weniger geeignet als die "thematisch geordnete", dafür jedoch sehr viel angenehmer zu lesen. Fast ohne Einschränkung ist er auch von der Übersetzung selbst angetan, die seiner Ansicht nach das Verständnis des Textes auf angenehme Art und Weise unterstützt.
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Pressestimmen
"Was Montesquieu heute noch zu einem seltenen Lesevergnügen macht, ist die Genauigkeit seiner Beobachtungen und Gedanken, die sich als Aphorismen niederschlagen, als kecke Konzentrate einer kritischen Vernunft." Carl-Ludwig Reichert, Abendzeitung, 26.04.00 "Die knappen, häufig paradoxen Texte, manchmal zu kleinen Essays angewachsen, sind keine Rechthabereien, sondern literarische Anstöße zum Selberdenken, Proben von der Stilwiese eines universalen Denkers. Philosophie, meinte er, hänge nun mal 'mit allem zusammen', darum dürfe man 'über alle Themen und in allen Stilen schreiben'. Gesagt, getan: Hier wird Aufklärung farbig." Der Spiegel, 29.05.00 "Dieses Buch, das auf jeder seiner Seiten zum Mit- und Nachdenken auffordert, ist wie alle Gedankenbücher dieser Art viel zu reich, um die Gegenstände und die spannungsreichen Widersprüche ausführlich zu verzeichnen, mehr zu geben als nur den Schattenriss, wo ein ganzes Fresko erforderlich wäre. Der Herausgeber hat sich nicht, wie andere Übersetzer vor ihm, auf die thematisch geordnete neue Edition gestützt (...), sondern die eigentlich authentische, die als 'unordentlich' erscheint, vorgezogen. So ist wohl schlechter damit zu arbeiten, aber die Freude zu lesen ist weit größer." Ralph Rainer Wuthenow, Die Zeit, 11.05.00