...aber leider nicht sehr viel mehr. Das Problem bei Filmen, wie Heavy Petting, ist dass die Vorankündigungen und Klappentexte, wie hier zum Beispiel der Vergleich mit Verrückt nach Mary der Wirklichkeit nicht standhalten können. Dabei ist Heavy Petting kein schlechter Film, aber auch nicht gerade das Salz der Erde, was gute Kinounterhaltung angeht. Zu sehr fühlt man sich in eine US-Nachmittagsserie versetzt, da die Story für einen abendfüllenden Film ein bisschen dünn ist.
Single Charlie trifft auf einer Feier Daphne. Er beschließt, dass sie seine Traumfrau ist und versucht bei ihr zu landen. Allerdings ist Daphne zu sehr mit dem Trauern um ihren letzten Hund beschäftigt, als das sie Zeit für Charlie hätte. Aber der lässt nicht locker. Als er endlich in Daphnes Wohnung kommt, muss er feststellen, dass Daphne sich die Mischlingshündin Babydoll zugelegt hat. Babydoll ist nicht nur clever und süß, sondern auch extrem besitzergreifend. So erhält Charlie keine Chance, Daphne ein wenig näher zu kommen. Ziemlich schnell erkennt er, dass der Weg zu Daphnes Herz nur über Babydoll führt. Als Charlie diesen Weg einschlägt, ahnt er noch nicht, auf was er sich da einlässt.
Regiseur Marcel Sarmiento kann man wirklich nicht vorwerfen, dass er uns mit der Story des Films überfordert. Heavy Petting beginnt ein wenig zögerlich und wird erst mit Babydolls Erscheinen lebendig. Es gibt ein paar wunderbare Szenen, so z.B. den ersten Kuss zwischen Charlie und Daphne, und hier und da auch ein wenig Leerlauf. Ein ansprechender Soundtrack hätte dem Film sicher gut getan. Und der Titel, der in Deutschland eher an ein Thema im Unterrichtsfach Sexualkunde erinnert, wäre überdenkenswert gewesen. Wer Hunde mag, sich daran erfreuen kann, wie ein Vierbeiner sämtlichen menschlichen Darstellern die Show stiehlt, und auch mit einer etwas flachen Lovestory keine Probleme hat, der wird Heavy Petting lieben. Wer allerdings Verrückt nach Mary oder Lebe lieber ungewöhnlich als Maßstab für eine gute Komödien-Lovestory anlegt, der kann nur enttäuscht werden. Also: Ausprobieren und sich ein eigenes Urteil fällen.