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Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 12.09.2003
Spätestens nachdem die Bundesregierung 2001 einen Armutsbericht vorgelegt hat, ist Kinderarmut in Deutschland auch ins öffentliche Bewusstsein gelangt, berichtet Rezensentin Katharina Rutschky, die gleich drei neue Studien zum Thema bespricht. Eines haben die Studien gemein: ihnen geht es nicht nur um die äußere Armut, sondern vor allem darum, wie Kinder und Jugendliche ihre Armut selbst wahrnehmen. Auch das Autorenteam Karl August Chasse, Margherita Zander und Konstanze Rasch kommt in seiner Untersuchung, die sich mit 14 Fällen armer Kinder in Thüringen befasst, zu dem Schluss, dass schon kleine Kinder die missliche Lage ihrer materiellen und familiären Situation einzuschätzen wissen und dass sie ihre Familie, selbst wenn die Mütter schwierig und die Väter schlecht sind, über alles schätzen. Kritisch findet Rutschky, dass die Autoren vor allem Familien aus der "Unterschicht" untersuchen. Arm erscheinen Rutschky die Kinder hier nicht allein deswegen, weil sie kein Taschengeld bekommen oder nie in den Urlaub fahren, sondern vor allem weil die Eltern und Mütter in den untersuchten Fällen über "null soziokulturelles Kapital" verfügen - ein Punkt, auf den die Studie zum Bedauern der Rezensentin nicht näher eingeht.
© Perlentaucher Medien GmbH
Spätestens nachdem die Bundesregierung 2001 einen Armutsbericht vorgelegt hat, ist Kinderarmut in Deutschland auch ins öffentliche Bewusstsein gelangt, berichtet Rezensentin Katharina Rutschky, die gleich drei neue Studien zum Thema bespricht. Eines haben die Studien gemein: ihnen geht es nicht nur um die äußere Armut, sondern vor allem darum, wie Kinder und Jugendliche ihre Armut selbst wahrnehmen. Auch das Autorenteam Karl August Chasse, Margherita Zander und Konstanze Rasch kommt in seiner Untersuchung, die sich mit 14 Fällen armer Kinder in Thüringen befasst, zu dem Schluss, dass schon kleine Kinder die missliche Lage ihrer materiellen und familiären Situation einzuschätzen wissen und dass sie ihre Familie, selbst wenn die Mütter schwierig und die Väter schlecht sind, über alles schätzen. Kritisch findet Rutschky, dass die Autoren vor allem Familien aus der "Unterschicht" untersuchen. Arm erscheinen Rutschky die Kinder hier nicht allein deswegen, weil sie kein Taschengeld bekommen oder nie in den Urlaub fahren, sondern vor allem weil die Eltern und Mütter in den untersuchten Fällen über "null soziokulturelles Kapital" verfügen - ein Punkt, auf den die Studie zum Bedauern der Rezensentin nicht näher eingeht.
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Pressestimmen
"Das Buch ist übersichtlich gegliedert, bedient sich einer gut verständlichen Sprache und anschaulicher Fallbeispiele und richtet sich an SozialwissenschaftlerInnen im Bereich der Armutsforschung, an Fachkräfte aus der Sozialen Arbeit sowie auch an Lehrende und Studierende." FORUM für Kinder- und Jugendarbeit, 04/2007 Pressestimmen zur 2. Auflage: "Durch den dezidierten Einbezug der Kinderperspektive gelingt es [...], den Anspruch der Multidimensionalität einzulösen und damit einen wertvollen Beitrag zur Armutsforschung zu leisten." www.socialnet.de, 27.06.2006 "Im Ergebnis diskutiert das Buch Vorschläge für eine konzeptionelle Umorientierung der Jugendhilfe. So wird zugleich ein für die LeserInnen nachvollziehbarer Transfer der Ergebnisse in den Bereich der sozialpädagogischen, erzieherischen und bildungsrelevanten Berufe erbracht." AWO Magazin, 01/2006
