Kurt Tepperwein gibt in seinem kleinen Büchlein, dass ich noch nicht ganz durchgelesen habe, gute Ratschläge, wie man sich in Krisen über Wasser halten kann. Eigentlich ist die Hauptbotschaft, dass Selbstliebe und Selbstakzeptanz der Schlüssel zur Zufriedenheit sind. Abstand zu den Wechselfällen des Lebens zu finden und sich auf eine innere Instanz zu besinnen, auf das unzerstörbare Selbst, nicht auf das Ego mit seinen Wünschen und Begierden, das ist das Ziel. Wer bin ich eigentlich? Was ist mein Selbst? Ich verstehe das so, dass Tepperwein das Selbst irgendwie doch für etwas Göttliches hält. Also eigentlich sich selbst lieben und annehmen als Geschöpf Gottes. "Let it be" ist eine weitere Botschaft, die ich aus seinem Büchlein herauslese. Und auch die Technik der Distanzierung und der Abgrenzung, um bei sich bleiben zu können. Meine Beziehung zu mir selbst erschien mir extrem selbstverurteilend und selbstdestruktiv. Ich hoffe, dass mir das Büchlein ein wenig hilft, mich selbst besser zu erkennen und auch etwas geduldiger und liebevoller mit mir selbst umzugehen. Ob Tepperwein nun Dozent, Professor oder sonstwas ist, ist eigentlich egal. Vermutlich ist es ihm selbst auch egal. Dennoch macht ein schlecht lektoriertes Buch - ein grammatikalisch verkehrter Satz gleich auf der ersten Seite - keinen guten Eindruck. Die Formulierungen wirken zuweilen etwas schwerfällig. Das finde ich schade.