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Meine Berliner Kindheit: Brennholz,Kartoffelschalen und Bombennächte
 
 
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Meine Berliner Kindheit: Brennholz,Kartoffelschalen und Bombennächte [Gebundene Ausgabe]

Barbara Schilling
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 300 Seiten
  • Verlag: Rosenheimer Verlagshaus; Auflage: 1. Aufl. (1. Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3475540789
  • ISBN-13: 978-3475540783
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 864.356 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Barbara Schilling
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Hin und wieder benötigt man mehr als hundert Worte, um ein Buch zu beschreiben. Wer Barbara Schillings Roman Meine Berliner Kindheit. Brennholz, Kartoffelschalen und Bombennächte gelesen hat, weiß, hier reicht eines: bewegend. (...) Die Berlinerin erzählt eine Geschichte von Leid und Hunger, von Verlust und Enttäuschungen, aber auch von Liebe, von treuer Freundschaft und der Kraft der Hoffnung. (Preussische Allgemeine Zeitung, 03.09.2011)

Kurzbeschreibung

Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs geboren, wächst Helene vaterlos in Berlin auf. Mit Hilfe der resoluten Großmutter und einiger guter Freunde überstehen Helene und ihre junge Mutter die langen Bombennächte und den Einmarsch der Roten Armee. Doch auch nach Kriegsende wird die Lage nicht besser - die Stadt liegt in Trümmern, es herrschen Hunger und Not. Mit der Hochzeit der Mutter scheint das Leben für Helene zunächst leichter zu werden. Als in den nächsten Jahren nacheinander fünf Geschwister geboren werden, muss Helene sich endgültig von ihrer Kindheit verabschieden und als Älteste die Verantwortung übernehmen. Der Roman erzählt von einer entbehrungsreichen Kindheit in der Kriegs- und Nachkriegszeit, aber auch von Mut und Menschlichkeit angesichts der Not. Eine berührende Geschichte, gewürzt mit dem typischen Berliner Humor.

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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wäre nur nicht der Dialekt 12. Februar 2012
Von Sarahs Bücherwelt TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Die Thematik rund um den zweiten Weltkrieg wurde schon in unzähligen Büchern aufgenommen. Früher gerne gelesen, schüttelt inzwischen vielerorts der Leser den Kopf und denkt sich, nicht noch ein bewegendes Schicksal aus dieser Zeit. Einerseits ist dies verständlich, denn inzwischen möchte niemand mehr an diese Zeit denken und wer sich doch dafür interessiert, wird zahlreiche Werke finden. Auf der anderen Seite ist dies ein Stück deutscher Geschichte, die niemals vergessen werden sollte, um jüngere Generationen zu warnen.

Barbara Schilling setzt hier auf eine ganz besondere Umsetzung. Der Leser wird direkt in das Berliner Leben einbezogen. Ein Berlin welches rund 70 in der Vergangenheit liegt. Dabei lässt sie die zahlreichen Fakten weg, und widmet sich dem reinen Schicksal von Helene, ihrer Mutter. Zahlreiche Bücher setzen auf die trockenen, wenn auch wichtigen Fakten, da ist es angenehm nur das Wichtigste zu erfahren. So können Leser selbst bestimmen, ob sie sich weiter informieren wollen oder schon genug wissen, und sich voll und ganz auf das Buch konzentrieren wollen. Schließlich geht es nicht nur um den zweiten Weltkrieg, sondern auch um die ersten Jahre danach.
Geboren 1939 bekommt sie den Krieg nur am Rande mit. Trotzdem gelingt es der Autorin ihre Mutter in angenehmen Farben darzustellen. Das Bild eines kleinen, liebenswerten Mädchens, dass man gerne als freche Göre bezeichnen kann. Sympathisch und in gewisser Weise noch kindlich-naiv beschreibt Barbara Schilling die Kriegsjahre aus den Augen eines Kindes. Sie geht auf Bombennächte in Schutzkellern, Mangel an Lebensmitteln, den Leben ohne Männern und den Nazi-Nachbarn ein. Trotz der kindlichen Erzählweise bekommt der Leser ein authentisches Bild. Leider viel zu schnell zu Ende, denn ein Kind erinnert sich nur an wenige Details. So weiß ich aus Erfahrung, dass Mütter nur die einprägenden Momente an ihre Kinder weitergeben kann. Viele Schilderungen kamen mir komplett bekannt vor, denn meine Mutter ist Baujahr 38. Eingestürzte Häuser, wo noch der Herd mit der dampfenden Suppe steht, während der Rest eingestürzt ist; die Lebensmittelrationen oder kleine Spielsachen, die Kinderherzen für wenige Stunden ablenken. Ich denke, dass wenn man stückweise Dinge erkennt, die Umsetzung wirklich gelungen ist.
Ohne große Lücke wechselt die Autorin in die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. Die Besetzung von Berlin durch die Russen, die Trümmerfrauen, die verzweifelte Suche nach Männern und der Versuch ein Stück Alltag in das Leben zu bringen. Inhaltlich kann die Autorin voll und ganz überzeugen.

Der Stil selbst ist anschaulich, wächst mit der Protagonistin und weiß den Leser mit ansprechenden und klaren Worten zu fesseln. Dabei setzt die Autorin auf den typischen Charme von Berlin.

Meine Oma schaffte es trotz ihrer geringen Körpergröße, drohend auf das Fräulein hinab zu sehen, die Arme in die breiten Hüften gestemmt: 'Hä! Sie Würmchen wollen mir Angst machen? Dass ick nich lache! Lene kriege Se nur über meene Leiche, sach ick Ihnen.Erst müssen Se an mir vorbei!' (Zitat S. 7)

Und genau darin liegt das Problem, welches den Lesefluss hemmt und das Buch streckenweise recht anstrengend macht. Die Autorin hat ihre gesamten Dialoge mit dem allseits bekannten Berliner Dialekt versehen. Der Leser versteht die wörtliche Rede ohne Probleme, aber bei einigen Berliner Begriffen muss man jedoch nachdenken. Für Berliner sicherlich angenehm, aber für andere Städter schwer. Vereinzelt macht dieser Charme noch Spaß und ist passend. Jedoch ist er überall vertreten und definitiv einfach zu viel. Ich persönlich musste mir immer wieder kleinere Pausen gönnen, und einmal Verschnaufen, weil es mir einfach zu viel war. Ich kann nachvollziehen, dass Barbara Schilling damit eine ganz authentische Atmosphäre schaffen wollte, aber an die zahlreichen Nicht-Berliner hat sie nicht gedacht.

Ebenfalls ist mir noch ein kleinerer Punkt aufgefallen, den ich mir für eine solche Biographie gewünscht hätte. Ich persönlich hätte mir vereinzelt ein paar Fotos gewünscht. Einfach um sich das alte Berlin, ihre Mutter oder bestimmte Personen noch besser vorstellen zu können. Ich will nicht sagen, dass es fehlt, denn Barbara Schilling weiß auch ohne Fotos ein genaues Bild entstehen zu lassen, aber für mich gehören zu einer Biographie einfach Fotos.

Nichtsdestotrotz ist ihr damit ein wertvolles Buch gelungen, dass eindrucksvoll an der Biographie ihrer Mutter zeigt, wie es in Berlin während des Krieges und danach aussah. Es bietet genügend Stoff zum Nachdenken oder Diskutieren. Für mich ein Buch, dass jeder, der sich für diese Zeit interessiert lesen sollte. Meine Mutter kann nur bestätigen. Sie hat selten so eine authentische und rührende Umsetzung gelesen. Jedoch empfand auch sie, obwohl sie als Hallenser selbst mit Dialekt aufgewachsen ist, diesen als zu viel. Wir beide können das Buch einfach nur empfehlen!
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Barbara Schilling gehört schon seit Jahren zu meinen Lieblingsautoren. Als Fan von Fernsehinspketor Columbo entdeckte ich Barbara Schillings amüsante Werke über einen anderen Columbo... einen, der auf vier Pfoten durchs Leben geht. Ich habe mit Genuss Barbara Schillings Kurzgeschichtensammlungen »Columbo ein Hund für alle Felle« und »Columbo - Vier Pfoten und ein Halleluja!« gelesen. Gern greife ich immer wieder zu diensen unterhaltsamen, liebevoll gestalteten und spritzig-amüsant geschriebenen Büchern.

Barbara Schillings Autobiographie über ihre dramatische Kindheit geht unter die Haut. Anders als wissenschaftlich-trockene Werke über Krieg und Nachkriegszeit veramag das rezensierte Werk wirklich zu fesseln. Es geht um menschliches Schicksal, das man lesend nachvollziehen kann. Barbara Schilling berührt unser Herz, sie informiert und verdeutlicht: Geschichte lässt sich nur unzureichend in Zahlen und Daten zusammenfassen. Geschichte mag von Mächtigen bestimmt werden, die Kriege entscheiden und Staatsverträge aushandeln.

Es sind aber Millionen von ganz normalen Menschen, von den sogenannten »kleinen Leuten«, die durchleben und durchleiden müssen... was später staubtrocken und unpersönlich zu Historie gefriert.

Wen wundert es da, dass Geschichte als Schulfach viele Kinder und Jugendliche nur frustriert? Barbara Schilling macht Geschichte wieder greifbar, nachempfindbar. Sie erschüttert, fasziniert und regt zum Nachdenken an!

Ich kann ihr Buch nur wärmstens empfehlen: Erwachsenen ebenso wie Jugendlichen. Meine Empfehlung: Pädagogen sollten dieses Buch für den Unterricht heranziehen... wenn es um einen Teil der Geschichte geht, der unser Land entscheidend geprägt hat.

Fazit: Ein gut geschriebenes, packendes Buch... ein wichtiges Buch über erlebte Geschichte.. unbedingt empfehlenswert!
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M. Becker
Format:Gebundene Ausgabe
Wenige Monate vor Beginn des Zweiten Weltkriegs wird Helene in Berlin in einem Arbeiterviertel geboren. Einen Vater gibt es nicht. Mit ihrer noch blutjungen Mutter und ihrer Großmutter lebt sie in ärmlichen Verhältnissen in einer Hinterhofwohnung. Bombennächte und ständiger Hunger prägen ihre frühe Kindheit ebenso wie die liebevolle Zuwendung, die sie von Mutter und Großmutter und nicht zuletzt auch von Mutters Freundin Inge erfährt.
Als die Mutter nach Kriegsende einen aus dem Maghreb stammenden französischen Koch, den es als Angehöriger der Alliierten nach Berlin verschlagen hatte, heiratet und in den folgenden Jahren ein Kind nach dem anderen zur Welt bringt, fällt Helene die Aufgabe der großen Tochter zu: sie muss nicht nur die Geschwister hüten, sondern auch Nahrungsmittel beschaffen, beim Bäcker anschreiben lassen und beim Fleischer um ein Stückchen Wurst für die kleinen Schwestern bitten. Bis in die fünfziger Jahre hinein, als es den meisten Berlinern schon wieder besser geht, leidet die Familie ständig unter Hunger und Kälte. Der Stiefvater ist oft arbeitslos und sein einziger Beitrag zum Familienleben besteht in der Zeugung weiteren Nachwuchses. Während der häufigen Krankenhausaufenthalte der Mutter obliegt Helene allein die Verantwortung für die jüngeren Geschwister. Helene versteht es, aus Liebe zu Mutter und Geschwistern und mit einer Portion humorvoller Pfiffigkeit, das Beste aus der freudlosen Situation zu machen, empfindet allerdings auch die permanente Überforderung als Belastung.
Das Buch ist aus der Erinnerung der kindlichen Perspektive der Protagonistin geschrieben. Was dem Leser heutzutage unvorstellbar erscheinen lassen mag, wie zum Beispiel Helenes Mutters Liaison mit einem russischen Offizier als Schutz vor Übergriffen und als wohl einzige Möglichkeit, an Nahrungsmitteln zu gelangen , wird von dem kleinen Mädchen als gegeben hingenommen und nicht hinterfragt. Neben der Tragik der Ereignisse, wie zum Beispiel der Tod der Großmutter, findet immer wieder die mit der kindlichen Perspektive verbundene Situationskomik eine angemessene Erwähnung.
Die ambivalenten Gefühle des Kindes in der Kriegs- und Nachkriegszeit werden in diesem Buch frei von bewertenden und analytischen Elementen oder nachträglicher Anpassung einfühlsam, realitätsnah und ausgewogen aufgezeigt.
Ein sehr empfehlenswertes Buch, das exemplarisch am Schicksal der kleinen Helene Einblick gibt in die Verhältnisse der kleinen Leute" im Berlin der vierziger und fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts.
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