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Meine Arbeit im Sonderkommando Auschwitz: Das erste umfassende Zeugnis eines Überlebenden. Vorwort von Simone Veil
 
 
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Meine Arbeit im Sonderkommando Auschwitz: Das erste umfassende Zeugnis eines Überlebenden. Vorwort von Simone Veil [Gebundene Ausgabe]

Shlomo Venezia , Dagmar Mallett
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
  • Verlag: Karl Blessing Verlag (11. Februar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896673653
  • ISBN-13: 978-3896673657
  • Originaltitel: Sonderkommando. Dans l'enfer des chambres à gaz
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,2 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 165.581 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Shlomo Venezia
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Und wir haben geglaubt, schon alles über Auschwitz-Birkenau gewusst zu haben." (Le Monde )

"Venezias nüchterne und ehrliche Worte sind zu Zeiten eines weltweit wieder auflebenden Antisemitismus wichtiger als 1.000 Bibeln und Korane. Wer sie liest, begreift, was es heißt, im "Zeitalter von Auschwitz" (Imre Kertész) zu leben. (Jüdische Allgemeine )

"Auch wenn es schwer fallen mag: Man sollte dieses Buch lesen, um zu wissen." (Main-Echo )

Kurzbeschreibung

Eines der wenigen authentischen Zeugnisse

»Man kommt nie wirklich aus dem Krematorium heraus. Was immer ich tue oder sehe, alles bringt mich ins Lager zurück. Ich will nichts verschweigen.« Als Jude italienischer Abstammung wuchs Shlomo Venezia in Saloniki auf. Im April 1944 wurde er von den Deutschen nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort musste er im Sonderkommando den Opfern die Haare schneiden, sie in die Krematorien führen, ihnen vorlügen, sie würden nur geduscht, und sie nach dem Erstickungstod verbrennen. Venezia beteiligte sich am Aufstand seines Sonderkommandos, der von der SS brutal niedergeschlagen wurde. Dies ist sein Bericht aus der Hölle.

Shlomo Venezia beschreibt, wie er und seine »Kollegen« zu Arbeitern in der Vernichtungsfabrik der Nazis gemacht wurden. In der Hoffnung, so zu überleben, befolgten sie die Befehle der SS und führten täglich 400-500 Menschen, darunter sogar Verwandte, in die Krematorien und »entsorgten« danach die Leichname. Was spielt sich im Innersten eines Menschen ab, der für einen solchen Zwangsdienst zwar mehr Essen und Kleidung als »normale« Häftlinge erhält, aber der nur noch mit »Stück Nummer 182 727« gerufen wird?

Als Zeugen der Massenvernichtung wurden die Mitglieder des Sonderkommandos in der Regel nach einigen Monaten erschossen. Venezia blieb dieses Schicksal erspart. Mitglieder der Sonderkommandos haben vor Jahren in Interviews Auskunft erteilt. Aber Venezia ist der Erste, der in Buchform ausführlich erzählt: die Ghettoisierung der Juden in Saloniki, der Zugtransport nach Auschwitz-Birkenau, das Verhältnis der Sonderkommando-Mitglieder zu den anderen Häftlingen, den Kapos und Blockältesten, die Evakuierung des Lagers im Januar 1945 und der »Todesmarsch« nach Mauthausen. Er erzählt von unvorstellbarer Grausamkeit, aber auch von beinahe übermenschlicher Opfer- und Hilfsbereitschaft.


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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ein historisch "eminent wichtiges Buch".
Man möge mir verzeihen - aber es gibt für dieses Buch, mit dieser gewaltigen Aussagekraft, nicht die richtigen Worte um es in Kürze zu würdigen.

In den Konzentrationslagern mussten die Sonderkommando-Häftlinge 'abgeschirmt von allen anderen' die schrecklichste Arbeit erledigen die man sich überhaupt vorstellen kann.
Aufs 'grausamste demütigend' wurden praktisch nur Juden ausgewählt "um das eigene Volk in den Tod zu begleiten". Danach mussten verschiedene Gruppen ihre (befohlene!) Arbeit ausführen: wie arbeiten auf der Rampe bis in den Umkleideraum, "Schlepper-Dienste" leisten (von den Gaskammern via Lift vor die Öfen); andere mussten die Goldzähne ausreissen, Haare abschneiden oder die Kleider etc. entfernen, die Gaskammern reinigen und für den nächsten Transport "als saubere Dusche" bereitstellen. Viele mussten an den Öfen arbeiten oder auch um übrig gebliebene, grössere Knochen zu zermahlen und die Asche unwiederbringlich entfernen. Oft mussten sie auch bei Erschiessungen mitanwesend sein und die Unglücklichen halten, anschliessend weg tragen und bei den Verbrennungen in den Bunkern arbeiten.

Im Jahre 2008 leben nur noch 17 von diesen ehemaligen Sonderkommando-Häftlingen.
Von der weitaus grösseren Menge der Konzentrationslager-Häftlinge existieren sehr gute Berichte, Biographien und Autobiographien. Aus dem Bereich Sonderkommando bestehen nur ganz wenige. Das Buch von Shlomo Venezia ist nicht der erste Bericht - aber einer der umfassendsten, nebst dem (ähnlichen) und überaus wichtigen Buch "Sonderbehandlung" von Filip Müller (Auschwitz I und Auschwitz II-Birkenau / leider nicht mehr erhältlich). Ich verweise auch auf meine Bibliothek/Buchtipps http://www.nestwaermer.ch/familie/hafner/bruno/shoah/shoah.html
(Titel: Erlebnisberichte / Untertitel: Berichte, Interviews "Thema Sonderkommando").

Die Anmerkung der Ersterscheinungen sollen das im Frühjahr 2008 erschiene Buch "Meine Arbeit im Sonderkommando Auschwitz" von Shlomo Venezia (Auschwitz II-Birkenau) keinesfalls schmälern. Im Gegenteil. Aus meiner Sicht ist es eines der besten Bücher welches es überhaupt gibt. Eminent wichtig auch aus historischer Sicht !
Shlomo Venezia schildert "trotz des grossen Schmerzes an dieser traurigen Erinnerung" sehr präzise. Das Buch wird begleitet von einer sehr dezenten Interview-Form. Shlomo Venezia erklärt und beantwortet alle diese Fragen sehr genau, bis sogar "in für den Leser sehr schmerzliche Details". Wichtig für die Nachwelt, wichtig gegen das Vergessen. Dem Verfasser gebührt ein grosser Dank!
In einem hervorragenden Schreibstil lässt einem Shlomo Venezia Einblick in diese Welt. Er berichtet ehrlich und dermassen klar, was er gesehen hat, was er gefühlt und gelitten hat. Es wird einem nicht nur klar, was damals in den Sonderkommandos geschehen ist - sondern man erfährt auch, was diese Menschen im Lager ertragen und in ihr weiteres Leben an Last mitnehmen mussten.
Im Buch sind weiters ca. 8 Seiten mit Bildern (gut beschrieben). Der Buchtext wird unterstützt durch die bekannten Tusche-Zeichnungen des ehemaligen Häftlings David Olère.
Zum Schluss, ab Seite 227, folgt eine sehr aufschlussreiche Zusammenfassung über die Shoah, Auschwitz und das Sonderkommando.

Ich möchte das Buch 'allen am Holocaust Interessierten' wirklich sehr ans Herz legen - aber auch warnen. Es ist keine leichte Lektüre. Auch mich (habe in meiner Shoah-Studie schon weit über 100 Berichte/Dokumentationen und Studien gelesen) - liess und lässt dieser klare, sehr sehr harte Bericht nicht einfach im Thema weiterfahren. Das Buch berührt sehr!
Dazu die Schlussfrage im Buch:
Was haben diese extremen Erfahrungen in Ihnen zerstört?
"Mein Leben. Ich habe nie wieder ein normales Leben führen können. Ich konnte nie so tun, als ob alles in Ordnung wäre, und konnte nie wie die anderen tanzen oder mich unbeschwert vergnügen ...
Alles bringt mich zurück ins Lager. Was ich auch tue, was ich aus sehe, mein Geist kehrt immer wieder an diesen Ort zurück. Es ist, als hätte "die Arbeit", die ich dort tun musste, meinen Kopf nie verlassen ...
Man kommt nie mehr wirklich aus dem Krematorium heraus."
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Martina.Z
Format:Gebundene Ausgabe
Klappentext:

Als Jude italienischer Abstammung wuchs Shlomo Venezia in Saloniki auf. Im April 1944 wurde er von den deutschen Besatzern nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort musste er im so genannten Sonderkommando arbeiten. Seine Aufgabe: den Opfern die Haare schneiden, sie in die Gaskammern führen, ihnen vorlügen, sie würden nur geduscht, und sie nach dem Erstickungstod verbrennen. Doch dann merkt er, dass im Lager ein Aufstand vorbereitet wurde...

Shlomo Venezia beschreibt, wie er und andere Häftlinge zu Arbeitern in der Vernichtungsfabrik der Nazis gemacht wurden. In der Hoffnung, vielleicht zu überleben, befolgten sie die Befehle der SS und führten täglich Hunderte von Opfern in die Krematorien. Was spielt sich im Innersten eines Menschen ab, der für einen solchen Zwangsdienst zwar mehr Essen und Kleidung als die übrigen Häftlinge erhält, der aber nur noch mit "Stück 182 727" gerufen wird?

Als Zeugen der Massenvernichtung wurden die Mitglieder des Sonderkommandos in der Regel nach wenigen Monaten erschossen. Venezia blieb dieses Schicksal erspart. Nach der Befreiung war er lange Jahre nicht imstande, über Auschwitz zu sprechen. Erst heute kann er umfassend Zeugnis ablegen von dem Grauen, das er miterleben musste: von der Ghettoisierung der Juden in Saloniki, von dem Zugtransport nach Auschwitz-Birkenau, von dem Verhältnis der Sonderkommando-Mitglieder zu den anderen Häftlingen, den Kapos und Blockältesten, von der Evakuierung des Lagers im Januar 1945 und von dem "Todesmarsch" nach Mauthausen. Er erzählt von unvorstellbarer Grausamkeit, aber auch von beinahe übermenschlicher Opfer- und Hilfsbereitschaft.

Shlomo Venezia lebt heute in Rom. Er war historischer Berater für den Film "Das Leben ist schön" von Roberto Benigni und gilt als einer der wichtigsten noch lebenden Zeitzeugen der Shoah.

Meine Eindrücke zu diesem Buch:

Ich befürchte, dass ich dem Klappentext nicht viel hinzufügen kann, da ich einfach nicht in Worte fassen kann, was ich beim Lesen dieses Buches empfunden habe. Es hat mich fassungslos und erschrocken zurückgelassen. Obwohl ich wie wir alle viel über die Geschehnisse im dritten Reich weiß, hat mich dieses Buch doch so tief erschüttert und betroffen. Shlomo Venezia beschreibt seine Erlebnisse zwar in einem sehr nüchternen und distanzierten Ton, und doch verursachen seine Beschreibungen Gänsehaut und haben mich hemmungslos weinen lassen. Es ist einfach so unglaublich grausam und schrecklich, was in dieser Zeit alles passiert ist. Wie die Menschen gelitten haben, was sie durchgemacht haben und wie ihnen letztlich das Leben genommen wurde.

Das Buch ist in Interview-Form verfasst. Der Bericht des Autors wird also teilweise durch Fragen unterbrochen, was aber überhaupt nicht störend ist. Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen.

Abgerundet wird der Bericht des Autors durch zwei weitere Artikel: Zum Einen "Die Shoah, Auschwitz und das Sonderkommando" von Marcello Pezzetti und zum Anderen "Italien in Griechenland: Kleine Geschichte eines großen Scheiterns" von Umberto Gentiloni.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sonderkommando Auschwitz 9. August 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Ich selbst bin Mitte 30 und in einer heilen Welt aufgewachsen, ohne die geringste Vorstellung zu haben, was unsere Eltern und Grosseltern erlebt haben. Ich war schon immer an der Geschichte des dritten Reiches interessiert und habe bisher sehr viele Bücher über diese Zeit gelesen. Ich kann jedoch sagen, dass dieses Werk das mit Abstand am nahegehensden ist und war. Shlomo Venezia erzählt in einer Art und Weise die sehr sachlich ist, jedoch die unvorstellbaren Grauen die dieser Mann erlebt und vor allem überlebt hat für uns gegenwärtig macht.
Dieses Buch dokumentiert Erlebnisse, die jeder Mensch auf dieser Welt lesen sollte, der diese Zeit nicht miterlebt hat um sicher zu stellen, dass so etwas nie mehr passieren kann.
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