Heimat Bamberger Land, Ausgabe 3/1999
"Eines der schönsten »Heimatbücher« dieses Jahres hat der Verlag Fränkischer Tag herausgebracht und damit seine bisherige Produktpalette der Landkreisbücher rechts (oder links?) überholt, jedenfalls weit hinter sich gelassen. (...) Schön machen das Buch vor allem die hervorragenden Fotografien von Erich Weiß und das sensible Layout, das sie geistreich, humorvoll und manchmal sogar ein bisschen wehmütig in Szene setzt. Mit Bildern wird hier das Heimatgefühl heraufbeschworen, das Krischker in der ihm eigenen Sprache so treffend formuliert hat."
Freie Presse Chemnitz, Juli 1999
"Das Fränkische-Schweiz-Buch von Gerhard C. Krischker und Erich Weiß (Fotografie) verrät schon im Titel, dass es sich um ein ausgesprochen persönliches Buch handelt. Eine Gedanken- und Bilderreise, mit der sich der Leser schnell anfreundet. Kindheitserinnerungen werden vermittelt und das alltägliche Leben auf wundersame Weise aufgezeigt. Lesenswert sind die fiktiven Briefe an Ludwig Tieck und Wilhelm Heinrich Wackenroder. In einem Zwiegespräch wird das Gestern und das Heute widergespiegelt und man spürt die große Liebe des Schreibers zu diesem Landstrich. (...) Es ist ein Buch das anregt, sofort loszufahren, um Franken in allen Ecken zu erkunden."
Kurzbeschreibung
Krischker bringt seine "Fränkische" mit einer Zeitreise auf den Punkt. Ausgehend von seinen Kindheitserinnerungen schafft er es durch seinen fiktiven Brief an Ludwig Tieck und Wilhelm Heinrich Wackenroder, auch das literarische Erbe spielerisch einzubringen, spiegelt Gestern und Heute in einem Zwiegespräch, das immer wieder Halt macht an Stellen, wo auf Touristenpfaden kein Weiterkommen ist. Gerade weil er seine "Fränkische" nicht kritiklos sieht, ist seine Liebe zu diesem außergewöhnlichen Landstrich manchmal so groß, daß es ihm fast die poetische Sprache verschlägt.
Klappentext
Kainachtal: »Kein Ach und Weh findet sich in dieser scheinbar heilen kleinen Welt. Bäuerinnen in blauen Schürzen kehren die Straße wie einen Hausflur, Großväter und -mütter halten winkende Enkel auf den braungebrannten Armen, auf den Holzbänken vor den Häusern werden die Katstrophen von heute auf die lange Bank geschoben.«
Steinfeld: »Gebuckelt mußte viel werden, denn der Name des Dorfes kommt nicht von ungefähr: Geackert wurde noch mit Ochs und Kuh, die Gretl oder Lisl hießen, Korn und Gerste noch mit der Sense gemäht, und der Mensch war das wichtigste Arbeitstier.«
Über den Autor
Gerhard C. Krischker, 1947 in Bamberg geboren, studierte Germa-nistik und Geschichte in Erlangen und promovierte 1975 zum Doktor der Philosophie. Seither arbeitet er als Lektor in einem Schulbuchverlag. Der mehrfach mit Preisen ausgezeichnete Autor arbeitet für Rundfunk, Fernsehen und Zeitungen; für 1997 wur-de er mit der Poetik-Professur der Otto-Friedrich-Universität Bamberg betraut. Zu seinen letzten Buchver-öffentlichungen zählen das Bamberger Lesebuch II Irdisches und Himmlisches, die Dialekt-gedichtbände muggnschiisla und fai obbochd, das mit Robert Gernhardt realisierte Bändchen Das Wirtshaus im Spessart, seine javani-schen Ansichts/ja/karten sowie Meine Haßberge. Erich Weiß, 1955 in Hollfeld ge-boren, wurde zum Bauzeichner ausgebildet, studierte Architektur in Coburg und Stuttgart sowie Sozialpädagogik in Bamberg. 1991 gründete er den Erich Weiß Verlag und arbeitet seither, auch als Mitglied der Gruppe "Arbeiterfotografie Bam-berg", frei-schaffend als Fotograf und Verleger. Schwerpunkt seiner Fotografie ist die Darstellung von Lebensräumen. Mit seinen Arbeiten war und ist er in zahlreichen Gruppen- und Einzel-ausstellungen im In- und Ausland vertreten. Zu seinen letzten Buchveröffentlichungen zählen Bamberg anders, Benät - Keesköhl - Stazinäri, Praha - Bamberg, Alte Frauen und Venedig und als jüngste Neuerscheinung mit Gerhard C. Krischker Meine Haßberge.