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Mein wunderbarer Waschsalon - Arthaus Collection British Cinema
 
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Mein wunderbarer Waschsalon - Arthaus Collection British Cinema

Gordon Warnecke , Daniel Day-Lewis , Stephen Frears    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Gordon Warnecke, Daniel Day-Lewis, Saeed Jaffrey
  • Regisseur(e): Stephen Frears
  • Komponist: Ludus Tonalis, Stanley Myers
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 21. Januar 2010
  • Produktionsjahr: 1985
  • Spieldauer: 89 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B002Q4F6AW
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 13.748 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Um die Zukunft des jungen, in London lebenden Pakistani Omar scheint es nicht gerade rosig bestellt, bis sein umtriebiger Onkel Nasser beschließt, ihn unter seine Fittiche zu nehmen. Und das nicht ohne Hintergedanken, hält Nasser Omar doch fälschlich für den passenden Bräutigam für seine Tochter Tania. Omar kann Nasser dazu überreden, ihm die Leitung eines heruntergekommenen Waschsalons zu übertragen. Gemeinsam mit seinem arbeitslosen Freund Johnny will er den Laden auf Vordermann bringen - sehr zum Unmut von Johnnys rechtsextremen Kumpels.

Produktbeschreibungen

Der junge Pakistani Omar schuftet für seinen Onkel, der ihm eines Tages einen abgewrackten Waschsalon in Süden Londons überlässt. Gemeinsam mit Johnny, einem arbeitslosen Schulfreund, möbelt Omar den Laden wieder auf. Sehr zum Unmut von Johnnys alten Kumpels von der rechtsextremen

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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von christine TOP 500 REZENSENT
Von Amazon bestätigter Kauf
Dieser zunächst für den britischen Fernsehsender Channel 4 produzierte Film bedeutete Dank der Kinoauswertung den Durchbruch für Regisseur Stephen Frears und ist ein Juwel des New British Cinema.
Zur Geschichte: Der junge, arbeitslose Pakistani Omar (Gordon Warnecke) betreut nach dem Selbstmord seiner Mutter seinen alkoholkranken Vater Hussain (Roshan Seth in geradezu beängstigend "kranker" Maske). Sein Onkel Nasser (Saeed Jaffrey), ein mit dubiosen Machenschaften zu Wohlstand gekommener Geschäftsmann, gibt ihm die Leitung eines herunter gekommenen Waschsalons. Auf sehr riskante Weise organisiert sich Omar von Nassers Geschäftspartner Salim (Derrick Branche) Geld und renoviert zusammen mit seinem Schulfreund Johnny (Daniel Day-Lewis mit blondierten Haaren) den Salon. Der wunderbare Waschsalon ist eine Provokation angesichts der schäbigen Umgebung. Der Neid von Johnnys Kumpeln aus dem rechtsradikalen Milieu führt zur Gewalteskalation. Auch Salim will sein Geld zurück. Aber die aufkeimende Liebe zwischen Omar und Johnny trotzt den Widrigkeiten.

Frears verfilmte ein Drehbuch von Hanif Kureishi, der hier seine Erfahrungen als pakistanischer Einwanderer verarbeitete. Sehr präzise portraitiert er verschiedene Einwanderermilieus ohne für eine Seite Partei zu ergreifen. Auf der einen Seite haben wir Hussain, einen an der britischen Realität gescheiterten sozialistischen Journalisten, der seine Desillusion in einer schäbigen Wohnung im Alkohol ertränkt. In seinen hellsten Momenten lässt er aber immer wieder seinen uneingeschränkten Glauben an gesellschaftliche Veränderungen durchscheinen. Auf der anderen Seite sehen wir seinen (auf den ersten Blick) ungleich erfolgreicheren Bruder Nasser, der die radikalmarktwirtschaftlichen Prinzipien der Thatcher-Ära vollkommen verinnerlicht hat und sich neben einem gutbürgerlichem Haushalt mit Frau und drei erwachsenen Töchtern auch noch ein englische Geliebte (Shirley Anne Field) leisten kann.
Die Kehrseite des Thatcherismus, der wirtschaftliche Prosperität durch eine Deregulierung der Märkte erzwingen will, wird in den Straßenszenen im Süden Londons deutlich: Armut, Arbeitslosigkeit und Obdachlosigkeit sind die hässliche Kehrseite des wirtschaftlichen Aufschwungs. Auch Omars Freund Johnny gerät zwischenzeitlich auf die schiefe Bahn und rutscht ins rechtsradikale Milieu ab. Die Metamorphose von der Karikatur des White Trash zum selbst bestimmten Liebenden ist umso bezaubernder. Dass ausgerechnet der Pakistani Omar (ohnehin ohne Bindung an sein "Herkunftsland" und damit dem Rassismus besonders hilflos ausgeliefert) den wirtschaftlichen Aufstieg schafft, ist eine komische Umkehrung des Erfolgsmodells.
Trotz der ernsten Probleme, die der Film beschreibt, ist er von einer leisen Ironie, die die Liebe zwischen Omar und Johnny als mögliche (sehr private) Lösung zur Überwindung von Gewalttätigkeit zeigt. Die geradezu dokumentarisch anmutende Darstellung des alltäglichen Rassismus kontrastiert mit atemberaubenden Momenten privaten Glücks: Bei seinem Wiedersehen mit Johnny verlässt Omar seinen von Skinheads umlagerten Wagen, um auf seinen alten Freund zuzugehen. In seiner überschäumenden Freude trotz er der Gefahr. Bei der Eröffnung des Waschsalons sehen wir einen verliebten Nasser, der mit seiner Geliebten tanzt, während sich Omar und Johnny im Nebenraum ihrer wahren Gefühle bewusst werden.
Auch für absurde Komik ist gesorgt, wenn zum Beispiel der spätabends kommende Hussain mit Blick auf seine anscheinend kaputte Uhr konstatiert, es sei doch erst kurz nach Drei.

Die besondere Stärke Frears ist es, dass er seine Filme ganz in den Dienst eines guten Drehbuchs (hier sogar für den Oscar nominiert) zu stellen weiß. Die Londoner Trilogie wurde noch mit "Prick up your ears" und "Sammy und Rosie tun es" fortgeführt (ebenfalls unter Mitwirkung Kureishis), die noch wesentlich schärfer die gesellschaftlichen Probleme angehen. Mit den "Gefährlichen Liebschaften" (1988) etablierte sich Frears auch in Hollywood.
"Mein wunderbarer Waschsalon" wird wie alle Filme der "Arthaus Collection" im Buchformat mit Booklet präsentiert. Gute Ton- und Bildqualität, optionale deutsche Untertiteln. Außer Werbefilmchen für andere Arthaus-Filme gibt es nur den Originaltrailer als Extra.

Fazit: Ätzende Satire und Feel-Good-Movie in einem. Ganz großes britisches Kino!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Joroka TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Der junge Pakistani Omar übernimmt einen heruntergekommenen Waschsalon in einem Londoner Vorstadtviertel. Er macht seinen ehemaligen Schulfreund, dem er kurz zuvor zufällig wieder über den Weg gelaufen ist, nicht nur zu seinem Geschäftspartner sondern die beiden werden auch ein (heimliches) Liebespaar. Das Geschäft floriert, was den ehemaligen rechtsgerichteten Kumpels von Johny gar nicht gefällt....

Mitte der 80iger Jahre erlebten schwule Männer in England rechtlich unter der konservativen Regierung Margarete Thatchers nicht gerade eine Blütezeit. Und dennoch war die Zeit gekennzeichnet durch ein Aufbegehren und Kampf um Anerkennung. Homosexualität spielt im Film eine zentrale Rolle. Doch dazu gesellen sich Themen wie Ausländerfeindlichkeit, sozialer Abstieg und Drogenproblematik. Dennoch ist der Film nicht ein wirklich staubiger sozialkritischer Film, sondern vor allem eine wunderbar erzählte Liebesgeschichte zwischen zwei sehr unterschiedlichen Männern. Die Liebesszene gegen Ende des Filmes im Hinterzimmer des Waschsalons gehört für mich zu den erotischsten Szenen zweier Männer, die jemals gezeigt wurde.

Interessant am Rande: Daniel Day-Lewis als Johny ist in seiner ersten Hauptrolle zu sehen.
Stephen Frears (The Queen) führte Regie.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M. Sold
Von Amazon bestätigter Kauf
Der Film hat schon fast eine staubige dünne Schicht und zählt zu den Perlen aus der Thatcher-Aera. Ein strammer gefühlvoller Film, der mit Klischees aufräumt und das dreckige Leben Londons Vorstädten mit allen Ressentiments gegen Ausländer und gleich noch ihrer Verbundenheit zur Krone sowie das schwule Leben ohne Schnörkel zeigt. Einmalig sind die Aufnahmen in den Wohnungen, die genau das Leben in der Fastgosse und in dem bisschen Reichtum der Pakistani einfangen. Gefangen in den eigenen Reihen und die Liebe zum "Feind" gefunden, ist der Film eine Gradwanderung von Westside Story. Die Hemmungslosigkeit auf alle zu hassen was fremd ist und einem den Grund zum Leben wegzunehmen scheint wird ohne Schnörkel und Wenn und Aber aufgezeigt. Nirgends in Europas Grossstädten ist das Zusammenleben der Extreme härter wie in London. Eventuell mag die Banlieu von Paris ähnlich sein. Menschen die London nicht nur von den Sehenswürdigkeiten kennen sondern auch mal in die Seitenstrasse eingebogen sind und vielleicht länger dort waren, wissen, dass dieser Film die unverhüllte Wahrheit über das Überleben und Leben im Grossstadtdschungel zeigt. Die Übergriffe auf Pakistani müssen noch nicht mal nachgestellt werden und die Übergriffe auf Freundschaften gemischter Herkunft genau gleich. Man schätzt sich so lange wie man sich nicht beisst oder weh tut.
Ein Film der zu den wichtigsten Filmen aus den UK gehört.
Wenn noch nicht gesehen, unbedingt anschauen.
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