und genauso enttäuschend. Irgendwie schwanke ich in der Bewertung zwischen wohlwollenden 3 und strengen 2 Sternen: also vergebe ich hier im text die zutreffenden 2,5 Sterne.
Die thematische Aufteilung hat mir gefallen und das zumindest jedes vorgestellte Stück als Zeichnung gezeigt wird, hilft. Die wenigen Fotos von superdünnen Models frustrieren jede wirklich normale Frau ebenso, wie die Twiggy-Fotos in den einschlägigen Zeitschriften. Die Fotografien von einzelnen Mode-Accessoires (Handtaschen, ...) geben kaum mehr Auschluss als die zeichnerische Bebilderung im Text - voll verzichtbar also. Der Eingangstest ("personality-check") ist eher albern.
Störend finde ich zudem die unnötigen (pseudo)Anglizismen, also mich nerven solche hinweise wie "smart casual", "sophistication" oder Kapitelüberschrifte wie "anything goes", "let's go casual", "was shoppen sie...", ... und ich dachte noch Mode kommt aus Frankreich oder vielleicht Italien ;-))
Da braucht frau gleich noch ein Englisch-Neudeutsch-Wörterbuch, um diesen Ratgeber überhaupt zu verstehen.
Nach diesem Büchlein bleiben für das "Business" Schwarz, Weiß und Rot übrig. Gilt nun Business=Büro oder handelt es sich nur um die Chefetagen? - erst viele Kapitel später folgen klarstellende Hinweise. Meine Augenfarbe (grau) bleibt glatt unerwähnt und nun fühle ich noch immer verunsichert, was womöglich günstige Farben für mich sind. ;-))
Dennoch ein brauchbarer Überblick über Schnitte, Materialien Pflegehinweise von Unterkleidung über Oberbekleidung bis hin zu Accessoires, den einen oder anderen praktischen Tipp inklusive. Ob man dazu allerdings tatsächlich dieses Buches bedarf, um die üblichen Etiketten zu verstehen, muss jeder selbst wissen.
Wer sich zum Kauf dieses Buches entschließt, sollte unbedingt auch daneben noch in "Stil mit Gefühl" und/oder "Wie man einen Badeanzug kauft" schauen. Beide Bücher ergänzen auf äußerst sympathische Weise die Lektüre. Aus beiden habe ich eindeutig mehr gelernt. Beide sind Übersetzungen aus dem Amerikanischen. Die Lücke "Europa" hoffte ich durch "den wunderbaren Kleiderschrank" zu schließen - die Lücke besteht für mich noch immer.