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"Mein verwundetes Herz": Das Leben der Lilli Jahn. 1900 - 1944 Taschenbuch – 1. November 2004


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. November 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423341467
  • ISBN-13: 978-3423341462
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (34 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 196.660 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Als Gerhard Jahn, Justizminister im Kabinett Brandt, 1998 verstarb, fand sich in seinem Nachlass ein Karton, der erschütternde Dokumente enthielt. Fast 60 Jahre lang hatte Jahn etwa 250 Briefe aufbewahrt, die er und seine Schwester 1943 und 1944 an ihre im Arbeitslager inhaftierte Mutter Lilli geschrieben hatten. Für die noch lebenden Geschwister bedeutete der Fund die schmerzliche Aufarbeitung einer verdrängten Familientragödie. Der Briefwechsel Lilli Jahns und ihrer Kinder -- das Tagebuch einer nicht nachlassenden Liebe in Deutschlands dunkelster Zeit -- wird den Leser so schnell nicht wieder loslassen.

Wer den Einschnitt des Jahres 1933 für den Normalbürger begreifen möchte, rät Sebastian Haffner in seiner Geschichte eines Deutschen, studiere weniger die Biografien von Staatsmännern als solche "unbekannter Privatleute". Beispielhaft hierfür könnte das Schicksal der 1900 in Köln geborenen Lilli Schlüchterer stehen. In einer Zeitenwende, die man damals -- in der Rückschau mutet dies fast zynisch an -- voller Elan als das "Jahrhundert des Kindes" bezeichnete, wuchs die Tochter einer jüdischen Kaufmannsfamilie in großbürgerlich-liberaler Atmosphäre heran.

Lilli wurde zum Medizinstudium zugelassen und heiratete 1926 ihre große Liebe, den jungen Arzt Ernst Jahn. Fünf Kinder kamen zur Welt. Das nordhessische Idyll Immenhausen, in dem die beiden ihre Praxis eröffneten, wandelte sich jedoch nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten zu einer Kleinbürgerhölle aus Denunzianten- und Mitläufertum: Freunde ziehen sich zurück, unter dem Druck öffentlicher Diffamierung wendet sich schließlich auch ihr Ehemann ab. Eine junge Urlaubsvertretung wird seine Geliebte. Die nach der wahnsinnigen Rassenarithmetik der Nationalsozialisten bislang stillschweigend geduldete Mischehe wird 1942 geschieden. Auf Drängen des Immenhausener Bürgermeisters, eines Musterbeispiels deutscher Pflichterfüllung und Lillis ärgstem Verfolger, wird die Jüdin Lilli im September 1943 im Arbeitserziehungslager Breitenau nahe Kassel interniert.

Die Briefe der nun weit gehend auf sich selbst gestellten Kinder an ihre Mutter bilden das herzzerreißende Kernstück des Buches. Täglich verzweifelt wiederholte Liebesbezeugungen und kleine Hilfspakete sollen den Lebenswillen Lillis stärken, die ihrerseits aus dem Lager heraus um den Zusammenhalt ihrer Kinder kämpft. Deren bange Hoffnung, die Mutter wieder zu sehen, erfüllte sich nicht. Im März 1944 erfolgte die Deportation nach Auschwitz. Eine letzte Mitteilung der schon geschwächten Lilli, verfasst von der ungelenken Hand einer Mitgefangenen -- schließlich die kalte, bürokratische Benachrichtigung der Lagerverwaltung. Lilli Jahns Leben war ausgelöscht. Spät hat man sich ihrer erinnert in Immenhausen. Eine Schule und eine Straße tragen nun Lillis Namen. Ein Tabu wurde gebrochen, Opfer, Täter (und Mittäter) sichtbar gemacht. Und ein Karton voll Briefe hat Lilli Jahn unsterblich gemacht. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

Mit den Briefen der Lilly Jahn und ihrer Kinder ist ein Zeugnis aufgetaucht, das uns ergreift wie kaum ein anderes. Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass es in der Literatur über den Holocaust künftig einen bedeutenden Platz einnehmen wird.

Es ist die Spontaneität, mit der die scheinbare ›Normalität‹ des Lebens der Kinder einer deutsch-jüdischen Familie während der letzten Kriegsjahre dargestellt wird, die den Leser zum verzweifelten Weinen bringt. Ein einzigartiges und zutiefst erschütterndes Buch.

Der Roman verdient es neben Klemperers Tagebücher und das Tagebuch der Anne Frank gestellt zu werden.

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52 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von KL am 8. Oktober 2002
Format: Gebundene Ausgabe
Vor kurzem erschien bei der Deutschen Verlags-Anstalt ein beeindruckendes Buch über das viel zu kurze Leben der jüdischen Ärztin Lilli Jahn.
Wer jetzt denkt, daß es sich bei dem Buch nur um eine weitere Veröffentlichung handelt, in der es um eine Jüdin im Dritten Reich geht, der liegt nicht ganz richtig, denn das Buch zeichnet sich durch mehrere Besonderheiten aus:
Zunächst einmal wird hier nicht die Geschichte einer Überlebenden, sondern die Geschichte einer Frau erzählt, die nach ihrer Überstellung vom Arbeitslager Breitenau nach Auschwitz diesen Ort nicht mehr lebend verlassen sollte.
Daß ihre Geschichte trotzdem erzählt werden kann, ist der Tatsache zu verdanken, daß Lilli Jahn einen regen Briefwechsel mit ihren Kindern führte, aus dem Breitenauer Lager hinaus. Und daß diese Briefe vor ihrer Überstellung nach Auschwitz, vermutlich durch eine Aufseherin, aus dem Lager hinausgelangen konnten.
Nach dem Tod von Lillis Sohn Gerhard, Justizminister im Kabinett Willy Brandts, im Jahre 1998, fanden sich in seinem Nachlaß diese Briefe wieder. Und dank der Fürsprache Martin Doerrys, des Enkels von Lilli Jahn, gestatteten es die übrigen Kinder Lilli Jahns, daß diese Briefe in "Mein verwundetes Herz" der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.
Herausgegeben wurde das ganze von Martin Doerry, einem Enkel Lilli Jahns und stellvertretender Spiegel-Chefredakteur. Dabei hat Herr Doerry nicht nur die bereits erwähnten Briefe verwendet, sondern es geschafft noch viele weitere Briefe Lillis an Freunde und Verwandte aufzutun, so daß die Lebensgeschichte Lilli Jahns fast vollständig mit Hilfe von Briefen erzählt werden kann.
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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von cl.borries am 22. August 2002
Format: Gebundene Ausgabe
Doerry Martin Mein verwundetes Herz DVA ISBN 3 421 05634 X
S. 338
Dieses ist das Lebensbild der Jüdin Lilli Jahn, die 1944 mit 44 Jahren in Auschwitz zu Tode kam.
Aufbereitet wurde ihre Geschichte von ihrem Enkel Martin Doerry.
Wieder einmal liegt hier ein Zeugnis vor über eine Zeit, in der Menschen gelegentlich Mitmenschlichkeit zeigten , mehrheitlich aber von Gedankenlosigkeit und Inhumanität gekennzeichnet waren.
Das Verdienst dieses Buches ist es , daß in nüchternen Tatsachen über die Judenverfolgung berichtet wird. Einzig die Zeugnisse der Kinder in Briefen an die Mutter und andere, mit kurzen Zwischentexten und Erläuterungen, machen das Buch bemerkenswert und eindrucksvoll.
Lilli Jahn, Ärztin,assimiliert und dem Christentum zugehörig, war verheiratet mit dem Arzt Ernst Jahn , mit dem sie eine Praxis in Immenhausen bei Kassel betrieb. Sie hatten fünf Kinder, als sich ihr Mann Ernst Jahn mit einer jüngeren Ärztin liierte. Diese führte die Praxis zusammen mit Ernst Jahn, nachdem Lilli als Jüdin die Praxiszulassung entzogen worden war. 1942 folgte die Scheidung von Lilli, deren Konsequenzen Ernst Jahn wahrscheinlich nicht einmal richtig einschätzen konnte.
Lilli wurde 1943 in das Arbeitserziehungslager in Breitenau bei Kassel interniert. Von dort kam sie 1944 nach Auschwitz. Die Kinder blieben alleine in einer Wohnung in Kassel, wohin sie mit der Mutter aus Immenhausen gezogen waren. Hilfe vom Vater kam nicht.
Mögen die Briefe der Kinder an die Mutter zunächst auch etwas altmodisch anmuten: fünf Kinder zwischen 2 - 16 Jahren müssen sehr plötzlich für sich selber sorgen.
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Doris Hoppe am 17. September 2002
Format: Gebundene Ausgabe
Seit dem Tagebuch der Anne Frank und dem Film Schindlers Liste habe ich noch keine so eindruckvolle und berührende Schilderung einen Familienschicksals aus der Zeit des Holocaust gelesen. Dieser Briefwechsel zwischen der Jüdin Lilly Jahn und ihrer Kinder geht total unter die Haut und treibt die Tränen in die Augen, ohne dabei sentimental zu sein. Diese Familie zeichnet sich aus, durch einen zärtlichen Umgang miteinander, durch die gegenseitige Sorge, die verhindert, dass die Mutter aber auch die älteren Kinder aufgeben und resignieren. Gerade die älteste Tochter versucht ihre Mutter im Lager durch die Schilderung ihres Alltags auf dem Laufenden zu halten. Oft fühlt sich sich mit ihren 15 Jahren als Ersatzmutter ihrer jüngeren Geschwister überfordert, zumal sie kaum Hilfe von außen hat und zudem auch noch mit den jüngeren Geschwistern ausgebombt wurde und damit auch ihr Zuhause verlor. Der Kontakt zu Mutter verhilft ihr den großen Anforderungen, die an sie gestellt werden gerecht zu werden und nicht den Mut zu verlieren. Umgekehrt schreibt die Mutter der Tochter Ilse nur "geschönt" ihren wahren und grausamen Alltag im KZ, um sie und die Geschwister vor der harten Wahrheit zu verschonen.
Unverständlich dagegen bleibt mir die feige, opportunistische Haltung des Vaters und Ehemannes der den Weg des geringeren Widerstands geht, seine Familie auf Druck und mit dem "Segen" des Nazi-Regimes verlässt, eine neue Familie gründet und Frau und Kinder gerade dann im Stich lässt, als sie ihn am meisten brauchen. Ich frage mich wirklich, wie er nach dem Sterben seiner Frau im KZ Ausschwitz noch selbst vor sich bestehen konnte!?
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