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Mein verrücktes Italien: Verstreute Notizen aus vierzig Jahren
 
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Mein verrücktes Italien: Verstreute Notizen aus vierzig Jahren [Taschenbuch]

Umberto Eco , Burkhart Kröber
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wenn Umberto Eco schon mal die Feder spitzt, um sich über sein Heimatland so seine Gedanken zu machen, dann sollten die Italiener ganz schnell die Köpfe einziehen.

Keine Angst, er liebt sie schon, seine Landsleute. Nur hält die Liebe nicht sehr lange vor. Heiliger Zorn befällt ihn gleich zu Anfang angesichts sonnenlahmer italienischer Behörden und ihrer Hilfestellung bei der Beschaffung eines Ersatzführerscheins. Eco aber, dessen Auto schon dreimal gestohlen wurde, wäre nicht Eco, fielen ihm nicht so ganz nebenbei einige wertvolle Tipps für die Autoindustrie ein, ihre Fahrzeuge mit Codewörtern auszustatten, um dieser erzitalienischen Vorliebe zur Beschaffung eines fahrbaren Untersatzes einen Riegel vorzuschieben. Dann wieder wird ihm glasklar die ökologische Tragweite der Autoumverteilung bewusst: schließlich verschwinden die Autos auf's Land, somit dient der Klau im Grunde der Entlastung unserer Städte. Economiser Eco.

So geht das in einem fort -- seine Grämlichkeit macht dabei Vergnügen und ist zudem anregend wie Pellegrino. Ob das die Begegnung mit einem pakistanischen Taxifahrer in New York ist, der partout nicht begreifen will, warum Italien mit niemandem im Kriege liegt, oder das Bedauern des Autors darüber, dass das Venedig Thomas Manns zugunsten von Fußgängerzonen und Fastfood-Ketten geopfert wurde, alles gerät bei Eco zum knappsten philosophischen Exkurs.

Seine spitzen Anmerkungen zum Thema mobiles Telefonieren, in dem die Italiener Weltmeister sind, machen aus jedem Macho schlagartig eine Minisalami. ("Wer das Handy als Machtsymbol heraushängen will, zeigt damit in Wirklichkeit doch nur allen seine verzweifelte Lage als Subalterner, der gezwungen ist, in Habachtstellung zu bleiben, auch wenn er gerade einen Beischlaf vollzieht").

Umberto Eco, Chefankläger und witziger Sittenwächter in Sachen kultureller Niedergang, legt eine Essaysammlung aus vierzig Jahren vor, eine wütende Liebeserklärung an seine Heimat, über die man nur staunen und lachen kann. --Ravi Unger

Pressestimmen

"In liebevoll-ironischem Plauderton erklärt Eco den ganz normalen italienischen Alltagswahnsinn." (Berliner Zeitung)

Kurzbeschreibung

Das Schöne daran, es ist live! ruft die begeisterte Zuschauerin des Palio in Siena. Im Hintergrund schreibt Umberto Eco mit - der Zeichentheoretiker entziffert die Zeichen seines Landes.

Autorenporträt

Umberto Eco wurde 1932 in Alessandria geboren und lebt heute in Mailand. Er studierte Pädagogik und Philosophie und promovierte 1954 an der Universität Turin. Anschließend arbeitete er beim Italienischen Fernsehen und war als freier Dozent für Ästhetik und visuelle Kommunikation in Turin, Mailand und Florenz tätig. Seit 1971 unterrichtet er Semiotik in Bologna. Eco erhielt neben zahlreichen Auszeichnungen den Premio Strega (1981) und wurde 1988 zum Ehrendoktor der Pariser Sorbonne ernannt.
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