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Mein russisches Abenteuer [Gebundene Ausgabe]

Jens Mühling
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

8. März 2012
Vor zehn Jahren lernt der Journalist Jens Mühling in Berlin den russischen Fernsehproduzenten Juri kennen. Die Begegnung verändert sein Leben. Juri verkauft deutschen Sendern erfundene Geschichten über Russland, er sagt: "Die wahren Geschichten sind noch viel unglaublicher als alles, was ich mir ausdenken könnte." Seitdem reist Jens Mühling immer wieder nach Russland, getrieben von der Idee, diese wahren Geschichten zu finden. Die Menschen, denen er auf seinen Reisen begegnet, wirken wie ausgedacht. Aber sie sind das wahre Russland. Eine Einsiedlerin, die seit ihrer Geburt in der Taiga lebt und erst als Erwachsene erfahren hat, dass es jenseits der Wälder eine Welt gibt. Ein Mathematiker, der 1000 Jahre der russischen Geschichte für erfunden hält. Ein Priester, der in der atomar verseuchten Sperrzone von Tschernobyl predigt. Mein russisches Abenteuer ist eine Reiseerzählung, die durch das heutige Russland führt. Aus sehr persönlicher Perspektive porträtiert Jens Mühling eine Gesellschaft, deren Lebensgewohnheiten, Widersprüche, Absurditäten und Reize im Ausland nach wie vor wenigen vertraut sind.

"Eine faszinierende Fahrt zu Begegnungen mit jenem scheinbar untergegangenen und  verschollenen "russischen" Russland, das weit von Moskau unerwartet wieder aufzutauchen beginnt." Gerd Ruge


Wird oft zusammen gekauft

Mein russisches Abenteuer + Russland to go: Eine ungeübte Russin auf Reisen + Werft die Gläser an die Wand: Meine russische Familie und ich
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Dumont Buchverlag; Auflage: N.-A. (8. März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832195890
  • ISBN-13: 978-3832195892
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 14,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 125.091 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Eine brillante Beschreibung des Gemütszustandes eines Landes. RUSSLAND HEUTE (BEILAGE DER SZ) Schließt mit seinem schönen Russland-Buch die Lücke auf seiner inneren Landkarte ( ) ein tiefsinniges Buch ( ) es bleibt ein stimmiges Bild von einem Land, in dem vieles nicht stimmt. Das leisten nur wenige Reiseberichte. SÜDDEUTSCHE ZEITUNG Elegant verknüpft er Schauplätze mit der russischen Geschichte und deren Protagonisten ( ) Kopfkino vom Feinsten. DIE ZEIT Ein beeindruckendes Buch DEUTSCHLANDRADIO KULTUR Ein spektakuläres Reportagebuch und Zeitreise durch die Jahrhunderte. STERN Mühlings zauberische Odyssee ( ) Der Charme seines stets auch die lokale Historie vergegenwärtigenden Textes liegt darin, dass der Autor sich bewusst treiben und ablenken lässt, sich nicht selten dumm stellt und dafür seine Helden umso eindrucksvoller konturiert. FAZ Durchzogen ist Mein russisches Abenteuer von kulturhistorischen Essays, die auch dem Russland-Unkundigen das Land und seine Geschichte näher bringen wollen, ohne es in seiner ganzen Komplexität zu verkürzen. NORDWEST ZEITUNG

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Von T. Jannusch TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Wenn ich könnte, würde ich sechs Sterne vergeben! Eine echte Bereicherung, sowohl was den Inhalt, als auch den Schreibstil betrifft.

Was dieses Buch für mich besonders auszeichnete, war vor allem der Schreibstil, die Form, in die die Erlebnisse des Autors gegossen wurden. Es ist weder eine reine Reisebeschreibung, die trocken von Station A nach B nach C läuft. Es ist aber auch keine historische Abhandlung, kein "Zettelkasten", und auch keine "Nummernrevue". Es ist etwas ganz Eigenes, das wunderbar ausbalanciert zwischen Belletristik und Sachbuch einzuordnen ist. Meine allerhöchste Bewunderung für dieses Kunststück!

Einfach "schön" fand ich schon die Idee, die Kapitel zu den einzelnen Stationen der Reise mit den "Elementen" zu betiteln, also "Eis" für die Ukraine, "Blut" für Moskau, "Wind" für Sankt Petersburg, "Wasser" für Sibirien, "Gras" für die Steppe, und "Holz" für die Taiga. Wie man beim Lesen merkt, haben diese Bezeichnungen ihre Berechtigung, und kommen in der Schilderung vor. Dies unterstreicht den Eindruck einer Naturgewalt, den Russland noch heute ausstrahlt.

Der Autor lässt die zeitlichen Abläufe seiner Reise ganz bewusst etwas im Dunkeln. Er verknüpft die Stationen seiner Reise eher anhand von Hinweisen, die er von Menschen bekommt, die er trifft. Es ist fast wie bei einer Schnitzeljagd; er gelangt, durch die unmöglichsten Begegnungen, von einer kuriosen Station zur nächsten. Mönche, Altgläubige, religiöse Sonderlinge aller Art; aber auch Menschen, die um jedes Fitzelchen ihres Nationalstolzes ringen, Menschen, die Angehörige in allen möglichen Scharmützeln verloren haben. Mir hat sich ein Bild eines bis ins Absurde hinein zersplitterten Landes vermittelt - dabei waren die historischen Hintergründe geschickt eingebaut, und haben mir, soweit das überhaupt möglich ist in einem Land wie Russland, ein wenig Verständnis ermöglicht.

Besonders gelungen empfand ich auch die Tatsache, dass der Autor die zahlreichen Absurditäten dieser Reise zwar deutlich unterstreicht, sich aber zumeist einer Wertung enthält. Auch wenn es von religiösen Spinnern, wie man wohl sagen würde, während der Reise nur so gewimmelt hat - man merkt Jens Mühling deutlich an, dass er alle diese Personen zuallererst als Menschen wahrgenommen hat. Lediglich bei den anscheinend nicht auszurottenden Trinkgelagen der russischen Männer schimmert so etwas wie Fassungslosigkeit oder Entrüstung bei ihm durch.

Dieses Buch versucht weder, zu missionieren, noch, zu verklären - es ist aber auch keine reine Beschreibung, und gerade darin liegt sein Wert. Der Leser schwankt zwischen ungläubigem Lachen, Kopfschütteln und Mitgefühl. Er wird mitgenommen auf eine unvergessliche Reise, und erhält Einblick in eine Welt, die ihm sonst verschlossen bliebe. Obwohl Russland wahrscheinlich nie ganz verstanden werden kann, wünsche ich mir mehr solcher Bücher - damit das Fremde weniger fremd wird.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mütterchen Russland - und ihre Kinder 24. Juni 2012
Von E.Lg.
Format:Gebundene Ausgabe
Wer glaubt, Russland zu kennen, nur weil er Moskau und St. Petersburg besucht hat, der irrt!
J. Mühling, ein junger Schriftsteller, hat sich auf den Weg gemacht und die unendlichen Weiten Sibiriens "duchforstet", stets auf der Suche nach der "russischen Seele".
Was und wen er dort antraf, ist wahrhaft interessant und abenteuerlich: so z.B. sein Aufenthalt in Chakassien am Jenissei, wo er die Bekanntschaft einer alten Frau macht, einer Vertreterin des alten orthodoxen Glaubens, die sich in den undurchdringlichen Wäldern der Taiga verbirgt. Ihre seltsamen Gepflogenheiten und knöchernen Dogmen verblüffen und lassen einen Europäer erschauern (siehe auch die chakassische Sage, die der Verfasser in gefällige deutsche Verse übertragen hat;
S. 255-258).
Historische Ereignisse wie die Gründung der Kiewer Rus', die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl u.a. erläutern anschaulich das Verhalten der dort lebenden Menschen; ein gewisses "Wässerchen" (Wodka) hilft augenscheinlich immer wieder zu "ertragen" und schwierige Probleme zu überwinden.
Und so hat der Autor am Ende die russische Seele erfasst: gütig, mitfühlend, herzlich, aber auch hart und grausam, gutgläubig, von Mystik umhüllt, erbarmungswürdig... und dennoch liebenswert!

Wir hoffen, dass uns dieser Autor noch mit weiteren Werken überraschen wird!

E.Lg.Mein russisches Abenteuer
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum Aljonka so verschreckt aussieht 7. Juni 2012
Von Sineous
Format:Gebundene Ausgabe
Jens Mühling ist Journalist und arbeitete zwei Jahre für die Moskauer Deutsche Zeitung. Nach einer einprägsamen Begegnung gräbt er einen alten Zeitungsausschnitt aus, der ihn auf eine lange Reise durch Russland hin zu einer Frau schickt, deren Geschichte eher nach einem Märchen klingt als nach der Wahrheit. "Die wahren Geschichten sind viel unglaublicher als alles, was ich mir ausdenken könnte.", sagt sein Freund Juri zu ihm. Auf der Suche nach diesen Geschichten sammelt Jens auf seinem Weg die unglaublichsten Menschenschicksale und Begegnungen auf, begierig darauf, das Puzzle aus seiner Kindheit zusammenzusetzen und die Mysterien dieses riesigen Landes und seiner Leute zu ergründen.

Durch die oftmals zufällig geschlossenen Bekanntschaften stößt der Autor auf abstruse und ungewöhnliche Geschichten abseits der bekannten Klischees und gerät in unfreiwillig komische Situationen; beispielsweise sein Abstecher zur Heimstätte der Morgendämmerung, in der er dem wiedergeborenen Jesus begegnet und ein Jahr später in dessen "Letztem Testament" erwähnt wird. Oder als er sich bei der Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn statt eines Glaubensbekenntnisses zwischen deutscher und russischer Schokolade entscheiden muss (eine meiner liebsten Stellen in dem Buch).

"Als die Haltestellen seltener wurden, verschätzte ich mich mit den Mahlzeiten und musste einen halben Tag mit einer Tafel Schokolade überbrücken, Marke Aljonka. Auf der altmodischen Verpackung war ein ernstes Mädchengesicht mit aufgerissenen Augen abgebildet. In Moskau hatte ich mich immer gefragt, warum die kleine Aljonka auf dem Bild so verschreckt aussieht. Bis Wanja es mir eines Tages erklärte: "Sie hat Angst vor Stalin." Seitdem hatte ich eine Schwäche für die Marke."

Die mit sehr privaten Eindrücken und geschichtlichem Hintergrundwissen verwobenen Geschichten eröffnen dem Leser ein vielfältiges und aktuelles Bild von Russland und seiner Gemütsverfassung. Denn gerade die Begegnungen mit den Menschen und deren Lebensgeschichten geben gut wieder, was den Mythos Russlands ausmacht. Dem Leser wird der Eindruck von einem sehr großen, sehr zersplitteten Land geboten, dessen Menschen öfter in die Vergangenheit schauen und ihre Wurzeln suchen, als in die Zukunft. Ein Land, in dem so viele Umwälzungen stattfanden, dass es nicht verwunderlich erscheint, dass die meisten an eine baldige Apokalypse glauben ' und in dem die Extreme hart aufeinander treffen.

Die unerschrockene Neugier und der Wissensdurst des Autors sind dabei äußerst bewundernswert! Erhält er von einem Passanten einen irre klingenden Hinweis, sitzt er im nächsten Abschnitt bereits im Zug dorthin. Diese von ungläubiger Neugier getriebene Kraft spürt man fast die ganze Erzählung hindurch ' gepaart mit dem sachlichen Humor und einer großen Prise Selbstironie entsteht daraus ein einzigartig mitreißender und lebendiger Bericht.

Das große Ziel der Reise steht dabei immer fest; eine Begegnung mit der als Einsiedlerin in der Taiga lebenden Agafja, um die es in dem oben erwähnten alles entscheidenden Zeitungausschnitt geht. Neben diesem Ziel lässt sich der Autor jedoch auch von den Menschen, auf die er trifft, mitreißen und greift so Situationen mitten aus dem Alltag auf.

Von einem Handlungsbogen kann man bei einem Reisebericht meist nicht reden ' hier jedoch wird es gegen Ende des Buches dennoch richtig spannend und ich persönlich habe den letzten Abschnitt als einen wundervollen Abschluss empfunden, bei dem ich viel nachgedacht, geweint und mitgelacht habe und der mich einfach umgehauen hat.

Dieses Buch zu kategorisieren fällt schwer. Zwar ist es eine Reiseerzählung, aber der Begriff steht für mich fast im Widerspruch mit dem unterhaltsamen und humorvollen Schreibstil des Autors. Es ist eine sehr pointenreiche Sprache und gleicht einem gut recherchierten Zeitungsartikel, bei dem man oft den Kopf schütteln und ob der komischen Situationen grinsen muss. Manchmal war das Lesen und Nachvollziehen gerade deswegen etwas schwierig, da ich keinen Witz verpassen wollte. Wegen der stark politischen und glaubenstechnischen Themen ist es kein Buch für zwischendurch.

Statt einer Leseprobe möchte ich auf den tollen Podcast von DRadio Wissen hinweisen, in dem Jens einige Textstellen aus seinem Buch vorliest: [...]
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5.0 von 5 Sternen Alle haben recht.
Alle 5-Sterne-Rezensionen haben recht: dieses Buch ist wunderbar. Ich schliesse mich dem Leser an, der schrieb, am liebsten haette er sechs Sterne vergeben.
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5.0 von 5 Sternen Ja genau so ist Russland
Bravo zu diesem Klasse Buch.
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