Dieses Buch von Jean-Claude Carriere (guter Freund und Drehbuchautor von Luis Bunuel) ist ein Meilenstein im Genre. Danach war für mich alles anders. Der Surrealismus bekam eine neue Bedeutung für mich. Seine Filme erstrahlten in neuem Glanz.
Ich muss sagen, dass für mich und mein Filmverständnis mit diesem Buch eigentlich alles erst richtig angefangen hat. Luis Bunuel spricht so offen über sein Leben, seine Vorlieben, Abneigungen und Fantasien, dass man nicht anders kann als zu weinen, wenn das Buch zu Ende ist. Denn, im Gegenteil zu vielen anderen Regisseurbüchern, endet dieses mit dem Tod von Bunuel im Jahre 1983.
Für kurze Zeit wird man mitgenommen in die lieb- und leidvolle Welt eines "Vorzeigesurrealisten" (neben Man Ray, Jean Cocteau oder Dali) und kann den Mann so gut verstehen, dass es fast Angst macht.
Jedem, der sich nur ansatzweise für Filmkunst, Surrealismus, Malerei, Literatur oder politiche Ungerechtigkeiten (oder natürlich einfach nur für den Meister LUIS BUNUEL) interessiert, wird an diesem Buch nicht vorbei kommen. -> Und wird es lieben!