Wer ein Tagebuch mit vielen erotischen Szenen erwartet, wird bitter enttäuscht sein. Darum geht es in dem Buch aber auch nicht.
Schon der erste Eintrag berichtet von Selbstmordgedanken. Ihr Blog scheint eine Art Therapie dagegen zu sein.
Ansonsten ist das Buch ein Zeitdokument. Es gibt wohl interessante Einblicke, wie in China gedacht und gelebt wird, jedenfalls in der Blogger-Szene in der sie sich bewegt. Ob das auf den Rest der Bevölkerung übertragbar ist, möchte ich bezweifeln.
Ganz hübsch fand ich einzelne Einträge, z. B. als sie ein Interview vereinbart, welches genau so lange dauern werde wie der Sex mit ihm.
Aber man kann das Buch kaum zusammenhängend durchlesen. Es ist eben wirklich ein Tagebuch. Mal drei Einträge, dann wieder weglegen und später wieder drei Einträge. Dann ist es ganz witzig.