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Mein ferner lieber Mensch, 2 Cassetten
 
 
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Mein ferner lieber Mensch, 2 Cassetten [Hörkassette]

Olga Knipper , Anton Tschechow , Anton Cechov , Hannelore Elsner , Matthias Fuchs , Wolfgang Stockmann , Anton Chekhov
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Hörkassette, 1998 --  

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Produktinformation

  • Hörkassette
  • Verlag: Steinbach Sprechende Bücher (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3886989070
  • ISBN-13: 978-3886989072
  • Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 11 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.686.911 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Moskauer Schauspielerin Olga Knipper (1868-1959) war 30, als sie den Arzt und Dichter Anton Tschechow kennenlernte, er war 38 und schon im fortgeschrittenen Stadium seiner Tuberkulose. Fünf gemeinsame Jahre nur blieben den beiden, in denen sie häufig getrennt waren. Ihr faszinierender und bewegender Briefwechsel protokolliert die Geschichte einer leidenschaftlichen Liebe und außergewöhnlichen Ehe und gewährt zudem Einblick in das Moskauer Gesellschaftsleben und die Arbeit Tschechows als Bühnenautor.

Über den Autor

Anton Tschechow (1860 - 1904) wurde im südrussischen Taganrog als Sohn eines Kaufmanns geboren, studierte in Moskau Medizin, war Arzt und schrieb ab 1880 für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften (bis 1886 unter dem Pseudonym Tschechonte) zahlreiche Erzählungen und eine Reihe von kleinen Romanen.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Mann und eine Frau schreiben sich über vier Jahre lang fast täglich Briefe oder Telegramme. Dabei schreibt die Frau öfter und mehr. Merkwürdig gerade, da wir wissen, dass der Mann der Dichter war.

Diese Briefe sind wie Tagebucheinträge. Aber sie sind nicht an sich selbst gerichtet, weil sie den Spiegel suchen, in dem sich jeder reflektiert. Wir lesen von den Selbstzweifeln und spüren darin die Suche nach Trost wie wir auch von den Erfolgen erfahren, um bei dem Anderen Anerkennung zu gewinnen.

Die Briefe enthalten oftmals Beschreibungen des trivialen Alltags: Einerseits eine Selbstvergewisserung zu den existenzieller Umständen des eigenen Daseins und andererseits der Versuch, durch Anteilnahme Nähe und Vertrauen zu erzeugen.

Sie unterzeichnen ihre Briefe mit ungewöhnlichen Signaturen, die die besondere Intimität offenbaren, ihre Rolle in der Beziehung bezeichnen und ihre Verletzlichkeit ausstellen - denn warum sonst sollte man von sich selbst in der 3. Person sprechen.

Und wenn man weiß, wer Anton Tschechow und Olga Knipper sind, dann sieht man auch die Leerstellen, wo sich beide fremd bleiben, heikle Themen umschiffen.
Zum Beispiel Mascha, die bei Tschechow auch nach der Heirat, immer präsent war, verlangte Olga Knipper viel ab. In ihren Briefen wird das fast nie deutlich. Mascha ist da als Selbstverständlichkeit einbezogen.
Obwohl der Briefwechsel für sich spricht, gibt gerade hier das Nachwort die entsprechenden Hintergrundinformationen zur besonderen Rolle von Tschechows Schwester Mascha als seine Haushälterin und Managerin - ein Arrangement, in das sich Olga Knipper nur widerstrebend fügte.

Aber schafft dieser Briefwechsel Verständnis, warum Tschechows Texte - auch 100 Jahre nach seinem Tod - so aktuell sind? Für mich erschloss sich das jedenfalls nicht auf den ersten Blick. Etwas erkannte ich jedoch in mancher seiner Figuren wieder: die Scheu, vielleicht Angst oder gar Unfähigkeit vor dem Preisgeben der Gefühle gegenüber der geliebten Anderen.
Mit diesem Briefwechsel vermittelte der Herausgeber für mich aber in jedem Fall das Credo, das Tschechow Trepljow in "Der Möwe" sagen ließ:
"Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, dass es nicht auf alte und nicht auf neue Formen ankommt, sondern darauf, dass man schreibt, ohne an irgendwelche Formen zu denken, dass man schreibt, weil da etwas frei aus der Seele hervorströmt."

Christiane Peter
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19 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ausgangspunkt für diese Unternehmung ist der eigentlich umfangreiche Briefwechsel zwischen der Schauspielerin Olga Knipper und dem Schriftsteller Anton Tschechow, dessen am Einband erwähnte Faszination und Bewegung teilweise einigermaßen erstaunt, gemessen an dem in den Briefen über Gebühr strapazierten Bild der auftretenden Langeweile, ob des nicht alltäglich zustandekommenden Worteaustauschs. Wie auch immer, der Herausgeber selbiger, Jean Benedetti, meint in seiner Vorbemerkung, er habe „versucht, den Verlauf ihrer Beziehung nachzuzeichnen, dabei Material zu Freunden und Bekannten ausgelassen, das eine Unmenge von Fußnoten erforderlich gemacht und den Lesefluß gestört hätte." Warum aber sollten im Text mitlaufende kleine hochgestellte Zahlen den Lesefluß stören? Sollte ein Leser sein Interesse nicht auf sämtliche Verweise lenken wollen, so werden ihn die Zahlen nicht dazu zwingen. Wenn schon leseflußstörend, so sind es die in ihrer Häufigkeit geradezu ärgerlichen Hinweise auf die „redaktionelle Bearbeitung", die sich Benedetti im Rahmen seines Versuchs gestattete. Unbefriedigend drängt sich die Frage auf, welche Inhalte einem durch die gesetzten drei Punkte in den eckigen Klammern vorenthalten werden, zumal gerade Briefe in ihrer gesamten Länge, eingerechnet aller Gedankensprünge und Themenwechsel interessant zu verfolgen sind. Es ist ganz schlicht eine Unart Briefe zu kürzen, respektive in Auswahl zu präsentieren, es sei denn es werden einzelne Passagen als Belegstellen für eine übergeordnete Idee herangezogen. Das Nachzeichnen einer Beziehung zweier Menschen als übergeordnete Idee braucht aber keine „redaktionelle Bearbeitung", - die verbrieften Dokumente sprechen für sich.

Andrea Traxler

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