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Mein deutsches Dschungelbuch [Gebundene Ausgabe]

Wladimir Kaminer
2.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (30 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

6. August 2003
Nichts ist so fremd wie die eigene Heimat, nichts so exotisch wie die deutsche Provinz ...

Furchtlos durchstreift ein Mann mit einer schwarzen Aktentasche voller Geschichten unter dem Arm die entlegensten Winkel des Landes. Seine Reisen führen ihn nach Weikersheim und Sömmerda, nach Rotenburg an der Wümme oder in das geheimnisumwitterte Waldbröl, dessen Name kein Sterblicher je vernommen hat. Und in Dutzende weiterer Orte, von denen uns ebenfalls nie eine Kunde erreicht hätte, gäbe es nicht ihn: Wladimir Kaminer. Als Forscher und Geschichtenerzähler ist er viele Bahnstationen von Berlin entfernt quer durch die deutsche Provinz unterwegs. Mit klarem Blick, einem unverwüstlichen Sinn für Humor und mit viel Poesie nimmt er sich dieser exotischen Regionen an. Seine Geschichten sind voller unvergesslicher Details und universeller Wahrheiten des menschlichen Daseins. Da ist die Autogrammkarte von Roberto Blanco, die seit Anbeginn der Zeit in jedem Hotel hängt, nur das harmloseste Beispiel der aberwitzigen Sitten und Abgründe deutscher Kleinstädte.



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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Manhattan (6. August 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442545544
  • ISBN-13: 978-3442545544
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 13,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (30 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 385.687 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kaum zurück von der Reise nach Trulala, einem Seelentrip tief ins russische Fernweh, durchstreift der pfiffige Russe nun forschergleich seine neue Wahlheimat. Als Moskauer Großstadtpflanze aufgewachsen, bekennt Kaminer reumütig zerknirscht, während den Jahren seines Aufenthaltes in Deutschland außer Berlin noch nichts gesehen zu haben. Die Stunde der deutschen Provinz und des Regionalexpresses schlug und Wladimir Kaminer kam, sah -- und notierte!

Gleich im süddeutschen Raum findet sich ein desorientierter Bahnkunde auf einer dschungelhaften Nebenstrecke wieder. Die Stationsdurchsagen erfolgen durch einen offensichtlich Maultaschen kauenden Lokführer, dessen Dialekt selbst den deutschkundigen Kaminer tief russisch anmutet. Erst der "Weikersheimer Quittenschnaps" am Zielort stellt verloren gegangene Vertrautheit schnell wieder her. Im weltoffenen Tübingen kündigt ihn das Schwäbische Tageblatt mit der historisch problematischen Grußformel "Der Russe kommt!" an. Auch die sich anschließende Diskussion mit dem wissbegierigen Chefredakteur über Russlands Verhältnis zu Hölderlin lässt den erschöpften Reisenden nicht zur Ruhe kommen.

Chemnitz, der Heimat des Gartenzwergs, knapp entronnen, stellt sich in Kaiserslautern als nächstes die Schicksalsfrage nach einem bratenfettgeruchsfreien Hotel für den ebenfalls anwesenden Dichterkollegen Harry Rowohlt. In Marburg-Biedenkopf, dem "Herz Mittelhessens", belehrt man den unkundigen Russen barsch, dass die lokaleigenen Küchenschaben von russischen Studenten eingeschleppt wurden. Armer Kaminer! Waldbröl, "das Ende der Geografie", die Eulenspiegelstadt Mölln -- Wladimir Kaminers geschulter, gespielt naiver Blick für die Absonderlichkeiten des Alltags, entlarvt ein oft zum Biegen komisches menschliches und kulturhistorisches Kuriositätenkabinett, findet aber auch durchaus zufriedene und bekennende Provinzler, die ihre Heimat um keinen Preis gegen Berlin eintauschen würden.

Ein Tröstliches hatte die Odyssee. Selbst in Momenten größter Irrung und Wirrung fand sich eine nette Buchhändlerin oder ein sonstiger Literaturfreund, Wladimir Kaminer den rechten Weg zu weisen. War doch eigentlich ganz nett bei uns, oder? --Ravi Unger

Pressestimmen

»Mit seinem Blick für das Absonderliche hat Kaminer zwischen Kaiserslautern, Sinsheim, Waldbröl und Chemnitz den Wahnsinn menschlicher Existenz gefunden und knochentrocken aufgeschrieben.« STERN (Die Welt )

»Kaminer hat einen unbestechlichen Blick für das Prägnante - und die sprachlichen Mittel, es unterhaltsam auszuspießen.« (Rheinischer Merkur )

»Falls es noch eines Beweises bedarf, dass wahres Leben besser unterhält als alle Fantasie, Wladimir Kaminer ist sein jüngster Erbringer.« (Die Welt )

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Amüsantes und kurzweiliges Buch 3. März 2006
Von Pebbels
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Im Gegensatz zu den anderen Rezensenten habe ich das Buch mit den Eindrücken aus deutschen Landen verschlungen und mich dabei köstlich amüsiert...Grade, wer die Tristesse mancher deutscher Kleinstädte kennt, wird sich über die spitze Zunge und den trockenen Humor des Herrn Kaminer freuen...Ich kann dieses Buch allen Freunden kurzweiliger, kleiner Geschichten nur empfehlen - wer allerdings tiefsinnige Sozialkritik sucht, hat sich mit dem Kauf dieses Buches vertan...
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der nette Russe auf Lesereise 5. Dezember 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Was macht ein Autor, der pausenlos auf Lesereise unterwegs ist und eigentlich gar keine Zeit hat, neue Bücher zu schreiben? Er schreibt darüber, was unterwegs passiert, was er beobachtet, erlebt. Bevorzugt aufgeschrieben im Zug natürlich oder in miefigen Provinzhotels. Benjamin von Stuckrad Barre hat das schon gemacht ("Livealbum"), Max Goldt hat's getan (z.B. "Die Kugeln in unseren Köpfen") und noch einige andere Berühmtheiten mehr, deren Werke ich noch nicht kenne.
Kaminer jedoch kann sich eine ganz besondere Sicht auf die Dinge leisten, denn er ist ja schließlich Russe, obwohl fast schon Deutscher aufgrund seiner Jahre in Berlin. Kaminers Sicht ist zwar tatsächlich anders aber so überraschend nun auch wieder nicht. Wie denn auch, er bereist schließlich die Provinz, und die Provinz hasst nichts mehr als Überraschungen und Ungewöhnliches.
Kaminer schreibt mit ähnlichem Blick auf die kleinen Dinge, genauso detailverliebt wie Goldt, mit liebenswürdigem Humor beleuchtet er die Gartenzwergidylle jener Städte, die mindestens zwei, oft aber drei Buchstaben auf dem Nummernschild haben oder nicht mal Kreisstadt sind. Bräsig-biedere deutsche Kleinbürgerei, liebenswert bis spießig. Wie Deutschland so ist? Oder besser: Wie Kaminer es findet? Nun, er weiß es selbst nicht. Denn Deutschland sei schließlich überall anders, sagt er. Damit hat er zwar auch wieder Recht - aber seinen Lesern kein bisschen geholfen.
Wie Goldt ist Kaminer ein echter rechter Schelm, und so kommt manche Schmunzelgeschichte beim Erzählen um die Ecke. Nett - aber keineswegs grandios, ein wenig verpennt, so wie die Orte, die er durchreist. Durchweg unspektakulär, runtergeschriebenes Sammelsurium, offenbare Willkür ("ich bin heute in Sonstwo-ingen oder Andersheim und muss noch meine Seite über diesen Ort im Hotel runterreißen, aber es ist schon 23 Uhr und mir fällt nichts ein.") Verzeihung Herr Kaminer, wenn ich Partei ergreife: Im Unter-die-Lupe-nehmen scheinbar belangloser bis skurriler Alltagsdetails ist Max Goldt einfach nicht zu schlagen ...
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Russe und die deutsche Seele 23. September 2003
Von "ziaph"
Format:Gebundene Ausgabe
Kaminer berichtet in diesem Buch von seinen Erlebnissen rund um Lesungen in ganz Deutschland. Der deutschen Seele auf der Spur, muss er feststellen, dass die Seelen der Deutschen ganz unterschiedlicher Natur sind, mit ganz unterschiedlichen Eigenheiten. Die Kapitel sind sehr kurz und lassen sich gut zwischendurch lesen, etwa im Bus oder in der Bahn. Kaminer geht weniger auf die Erlebnisse während der Lesungen (die Fragen gleichen sich und beziehen sich oft auf seine Person denn auf seine Bücher) ein, sondern auf die Anreise (jede dritte Zeitung titel „Der Russe kommt") und die Charakteristika der jeweiligen Städte, Dörfer und vor allem die Eigenarten der Menschen. Mit satirischen und ironischen Mitteln nimmt er diese Eigenarten der Menschen immer wieder aufs Korn. Allerdings wirkt das stellenweise bemüht und entlockt einem nur mehr als ein müdes Lächeln. Manchmal aber gerät man ins Schmunzeln und ab und zu lacht man laut auf und schlägt sich auf die Oberschenkel. Ein nicht durchwegs übereugendes Buch, das aber Lust macht auf mehr von diesem Autor.
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Die neuesten Kundenrezensionen
1.0 von 5 Sternen eine Enttäuschung
Ich habe das Buch geschenkt bekommen und aufgrund des Aufklebers "Bestseller" auch angefangen zu lesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. März 2011 von Melli
5.0 von 5 Sternen Erstaunlich gut
Ich kannte Kaminer vorher nicht und habe dann gleich 4 Bücher bestellt. Alle sehr witzig, ohne Dauerkracher bringen zu müssen. Liest sich kurzweilig. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. April 2010 von Superherz
1.0 von 5 Sternen Dschungelbuch...
Wie war das doch gleich? Masse ist nicht gleich Klasse. Hab mich aus dem Kaminer Titel-Dschungel für das DEUTSCHE DSCHUNGELBUCH entschieden; mein erster Kaminer - erstaunlich... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Dezember 2009 von Christian Maisenhölder
4.0 von 5 Sternen Leichte Kost für zwischendurch
Endlich, mein erster Kaminer :-) Es soll zwar deutlich bessere Bücher von ihm geben, mir hat das Dschungelbuch dennoch gefallen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Juni 2009 von Xirxe
1.0 von 5 Sternen Ganz große Enttäuschung!
"Starke Nerven sollte auf jeden Fall haben, wer Kaminer in der U-Bahn oder im Café liest, weil sich die Leute dauern nach dem hysterischen Gekicher umdrehen werden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Februar 2008 von Christian Schmedes
1.0 von 5 Sternen Deutschland für Deutsche ...
.... ist vielleicht nicht der geeignete Lesestoff? Zumindest stellt sich mir die Frage, ob wir alle ein wenig balla sind? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. August 2007 von S. Knopf
3.0 von 5 Sternen Von Kaminer gibt's Besseres
Selbst für einen Kaminer-Fan ist das Hörbuch "Mein deutsches Dschungelbuch" nicht gerade das humorvolle Hörerlebnis, das er erwartet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. August 2007 von Lara Golowa
1.0 von 5 Sternen Ich habe viel mehr erwartet.
Der Autor reist quer durch die BRD, um oft vor ausgewähltem Publikum Lesungen abzuhalten. Dabei schildert er seine Eindrücke aus dem jeweiligen Ort. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Juni 2007 von Johannes Kaiser
1.0 von 5 Sternen Der gute Name hilft nicht immer
Ich habe die Russendisko verschlungen. Direkt danach las ich "Ich mache mir Sorgen, Mama". Auch dieses Buch fand ich großartig und hatte vor, jeden Kaminer zu lesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Juni 2007 von Kai
5.0 von 5 Sternen Typisch Kaminer - was dachtet Ihr denn?!?
Ich kann mich der Rezensentin vor mir nur anschließen: traurig, wieviele Menschen mit falschen Erwartungen an das Buch rangegangen sind - in der Hoffnung, scharfe... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. März 2007 von Ricky's mum
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