Ich finde, der Name des Buches passt überhaupt nicht dem Inhalt. Die Sprache der Autorin ist nicht anspruchsvoll. Das Buch ist sehr leicht zu lesen, oberflächlich und etwas klischeebeladen.
In ihrem Buch schreibt sie viel über Freiheit, hat man aber dabei den Eindruck, dass sie den Begriff "Freiheit" nicht genau definiert hat. Oder wie genau sieht für sie die Freiheit aus. Schließlich geht es in ihrem Buch vielmehr um sexuelle Befreiung bzw. um Befreiungsversuche einer jungen chinesischen Frau als um Freiheit. Denn sie läuft ständig von einer Abhängigkeit zu der anderen. Genau gesagt ist Vivien definiert sich über Männer, finanziell (unter anderem) von den Männern abhängig. Alles, was sie in ihrem Leben erreicht hat, gelang es "nur" mit männlicher Hilfe/Untersützung, wobei sie dafür geschickt ihre weiblichen Reize einsetzen kann. Auch die Ausreise nach Europa gelingt ihr mithilfe eines Engländers. Man hat den Eindruck, sie trifft "freie" Entscheidungen, was die Männer anbelangt, ansonsten bleibt Vivien genauso gespalten in ihrer Persönlichkeit, zerrissen zwischen zwei Welten (West/Ost). Denn sie weiß am Ende immer noch nicht, was sie genau will. Die Autorin lässt alles offen.
Als ich das Buch fertig gelesen habe, war ich enttäuscht. Wahrscheinlich hatte ich zu hohe Erwartungen...