Der Titel meiner Rezension verrät es ja schon: Mir hat der Film leider nicht so toll gefallen.
Dabei vermag ich gar nicht so recht zu sagen, warum eigentlich nicht.
Der Plot ist sowohl interessant als auch eher ungewöhnlich:
Einzelgängerischer Gefühlsklotz (Daniel Auteuil) will im Bekanntenkreis nicht zugeben, daß er keinen einzigen Freund hat und wettet, binnen weniger Tage seinen "besten Freund" zu präsentieren.
Einen solchen muss er sich nun kurzfristig suchen, was sich natürlich schwierig gestaltet.
Seine "Wahl" fällt schließlich auf einen etwas naiven, aber herzensguten Taxifahrer (Dany Boon).
Dieser erweist sich tatsächlich als wahrer Freund, aber nachdem er mitbekommt, daß seine ehrliche Freundschaft nur für eine Wette ausgenutzt wird, zieht er sich tief verletzt zurück...
Daniel Auteuil spielt den einzelgängerischen Geschäftsmann, der im Grunde kein schlechter Mensch ist, aber sich schlichtweg nicht für seine Mitmenschen interessiert, gewohnt überzeugend.
Seine "Ermittlungen" dahingehend, was einen echten Freund ausmacht und wie man einen solchen findet, entbehren nicht einer gewissen Tragikomik und haben mich als Zuschauer in einer Mischung aus Amüsement und Mitgefühl für diesen einsamen Mann zurückgelassen.
Auch Dany Boon macht seine Sache als herzensguter, unbestechlicher Naivling nicht schlecht.
Dennoch wollte der Funke bei mir nicht so recht überspringen.
Ich habe den Film sogar ein zweites Mal gesehen, um dahinter zu kommen, woran das liegt.
Ist es die teilweise doch sehr an den Haaren herbeigezogene Handlung? (Daniel Auteuil überredet Dany Boon zu einem Einbruch, den er durch seine Geschäftspartner und Bekannten dann live beobachten lässt, um damit den "Beweis" zu erbringen, einen wahren "besten Freund" zu haben, der so etwas für ihn tut)
Ist es die dick aufgetragene "Wer wird Millionär"-Schlussszene, in der Dany Boon, der halt kein so subtiler Schauspieler wie Daniel Auteuil ist, meiner Meinung nach viel zu übertrieben dramatisch agiert?
Ist es die mangelnde "Chemie" zwischen Auteuil und Boon, die inhaltlich ja noch ganz gut zur Geschichte über die Freundschaft zwischen zwei sowohl in puncto Persönlichkeit als auch in puncto Herkunft und Umfeld sehr unterschiedlichen Männern passt, aber leider auch dazu führt, daß das schauspielerische "Timing" zwischen den beiden einfach nicht richtig zündet?
Oder ist es schlichtweg die Tatsache, daß "Mein bester Freund" im Grunde nichts anderes als ein merklich schwächerer Neuaufguss des sehr viel überzeugenderen "Dialog mit meinem Gärtner", ebenfalls mit Daniel Auteuil, ist?
Ich weiß es nicht.
Aber irgendetwas fehlte mir hier, was dazu geführt hat, daß mich der Film über weite Strecken einfach nicht wirklich berühren konnte.
Darum trotz guter Darsteller und einer interessanten Geschichte leider "nur" gute drei Sternchen.
Alle Fans des Filmes mögen mir verzeihen.