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Mein afrikanisches Tagebuch: Reise durch einen Kontinent im Aufbruch
 
 
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Mein afrikanisches Tagebuch: Reise durch einen Kontinent im Aufbruch [Gebundene Ausgabe]

Marietta Slomka
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Marietta Slomka sucht keine absoluten Wahrheiten. Vielmehr stellt sie Fragen und wirft einen neugierigen Blick auf Afrika." (vorwärts.de )

"Es ist das ungewohnte Bild eines faszinierenden Kontinents, den es nun zu entdecken gibt." (HÖRZU )

"Mit menschlichem Blick und kenntnisreich erzählt, für alle die gerne über den Tellerrand blicken." (Télécran Magazin )

Kurzbeschreibung

Spannende Mischung aus persönlichen Erlebnissen und journalistischem Hintergrundwissen, die einen neuen Blick auf Afrika eröffnet

Good morning, Africa! Nicht zuletzt mit der Fußball-WM 2010 zeigte das überkommene Bild des afrikanischen Kontinents Risse. Afrika – das ist nicht nur Elend, Gewalt, Entwicklungshilfe, das ist auch Aufbruch, Lebensfreude, Erfolgswillen. Vor allem aber ist Afrika ein reicher Kontinent, gesegnet mit Natur- und Bodenschätzen. Wer profitiert von diesen Schätzen, um die längst ein Wettlauf internationaler Investoren entbrannt ist? Mit dieser Frage ist Marietta Slomka nach Afrika gereist. In ihrem Buch hält sie Begegnungen, Erlebnisse, persönliche Eindrücke fest: vom abenteuerlichen Besuch bei den Berggorillas im ruandischen Dschungel bis zu den Hotspots afrikanischer Großstädte. Sie führt Gespräche mit armen und reichen Afrikanern, mit Investoren, Tourismusunternehmern, Dorfbewohnern und Naturschützern. Daraus ist ein Reise- und Recherchetagebuch aus einem ganz eigenen Blickwinkel auf diesen Kontinent entstanden, jenseits der Afrika-Klischees zwischen Armenhaus und Safari-Kulisse.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schaut auf Afrika 5. Februar 2011
Von Falk Müller TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch will Neugier wecken auf einen Kontinent, der viel mehr zu bieten hat als die Bilder, die man meist im Kopf hat. Denn Afrika ist mehr, als eine Kulisse für grosse Gefühle einerseits und Hort der Finsterniss andererseits.

Ein Beispiel ist hier Ruanda. Zwischen April und Juli 1994 wurde in einem beispiellosen Bürgerkrieg die unglaubliche Anzahl von 1 Million Menschen umgebracht. Doch heute zeigt sich Ruandas Hauptstadt Kigali von einer ganz anderen Seite. Die Straßen sind so sauber gefegt, wie man es in einer europäischen Hauptstadt selten findet. Gepflegte Parkanlagen, Blumnbeete , Springbrunnen - Frau Slomka lernt ein friedliches, fast paradisisches Ruanda kennen.

Natürlich werden im Buch auch die schwierige koloniale Geschichte und die aktuellen wirtschaftlichen Probleme nicht ausgespart, die Frau Slomka in den Ländern, die sie bereiste, bemerkt hat - sei es in Äthiopien , Kenia oder eben in Ruanda. Aber das macht den Reiz des Buches aus. Denn die Autorin ist ja eine reisende Journalistin, die weit mehr Möglichkeiten hat, Informationen zu sammeln und Gespräche zu führen, als ein touristisch Reisender. So ist das Buch eine Mischung aus Reiseerlebnissen und journalistischer Recherche.

Abgerundet werden die Reiseimpressionen mit einem 46 Fotos umfassenden Bildteil in der Mitte des Buches sowie einem Statistikteil mit den wichtigsten Angaben zu den bereisten Ländern am Schluss. Insgesamt ist es eine lesenswerte Lektüre.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Buch zur Dokumentation 19. Februar 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Ruanda, Äthiopien, Kenia, Angola und Mosambik sind jene Länder, die Marietta Slomka in verschiedenen Reisen aufsuchte und mit ihrer Fähigkeit zum investigativen Journalismus auch hinter den Kulissen beleuchtet.

Ausgehend von der Leitfrage, die die bekannte Nachrichtenmoderatorin im Vorwort benennt, ist dabei eines ihrer zentralen Anliegen die Frage, warum in Afrika so viele arme Menschen auf so ungeheuer reichen Böden leben. Die althergebrachte, chauvinistische Erläuterung der Faulheit der Afrikaner kann hier von vorneherein als unzureichende Unterstellung zur Seite gelegt werden.

Viel eher, auch dies zeichnet sich als Bild aus den gesammelten Beiträgen des Buches, ist Afrika gerade ob seiner vielfachen wertvollen Ressourcen immer auch ein Spielball mächtiger Nationen gewesen, deren Interesse überhaupt nicht darin bestand, eine Emanzipation der Völkel und des Kontinents zuzulassen. Eine Haltung, die bis heute durchaus noch anzutreffen ist. Die vielfachen Rivalitäten zwischen einzelnen Volksgruppen von Ruanda bis Zimbabwe tun ihr übriges dazu, um gemeinsam mit korrupten Regierungen und Diktatoren den Kontinent auszubeuten, wie es seit Jahrhunderten der Fall ist. Durch Kolonialismus, durch ehemalige Versklavung, durch die oft rücksichtslose Politik mancher Konzerne.

Dennoch findet sich hinter den Bildern von Vorurteilen und exotischer Faszination eine tiefe Vielschichtigkeit in den verschiedenen geographischen Bereichen, Volksgruppen und Traditionen des Kontinents. Vielschichtigkeiten, die Marietta Slomka mit geschultem Blick und inneren Interesse durchaus zu benennen und in den Vordergrund zu rücken versteht.

So gelingt es ihr unter anderem im Blick auf Kenia, sicher eines der bekanntesten und touristisch breit erschlossenen Länder Afrikas, auch ganz andere Seiten noch in den Blick zu rücken als die "Rushhour" auf den Safaris des Landes mit regelrechten Staus von Minibussen an den exaltierten Stellen zur Tierbeobachtung.
Dieser hektischen Eile das "afrikanische Tempo" gegenüber zu stellen und unterschwellig durchaus die Frage im Leser zu verankern, ob dieses eher ruhige Tempo nicht viel mehr fürs Leben austragen kann als die hektischen "Fotografierarbeiten", das gelingt Slomka ohne weiteres. Dabei muss sie gar nicht explizit erwähnen, wie peinlich halbnackte, leicht angeheiterte, "Ballermann orientierte" Touristen in Kenia zur Wirkung kommen, solches Verhalten spricht für sich und ist genau jene Ursache, aufgrund derer die eigentlichen Schätze und die vorhandene kulturelle Tiefe des Landes von touristischen Besuchern nicht wahrgenommen wird. Eine Tiefe, die Marietta Slomka durchaus zu Gehör bringt und die sie in den tieferen Verflechtungen zwischen Mensch, Tier und Natur gut zu beschreiben versteht.

Was Kenia die Tiere und Safaris sind, sind für Angola die reichhaltigen Bodenschätze, Fluch und Segen zugleich. Völlig unpassend zumindest wirkt der brandneue Flatscreen Fernseher im angolanischen Dorf ohne Elektrizitätsanbindung. Auch das ist Afrika mit seinen diffusen und oft unglaublich einfältigen, aber auch desinteressiert am Volk handelnden Regierungen. Luanda, als "reiche Stadt" oft dargestellt, gut, dass Marietta Slomka den Blick neben die paar Straßen mit Villen schweifen lässt, wo auch dort umgehend Armut und Elend zu Hause sind.

Aber es tut sich was. Nicht umsonst nennt der Untertitel des Buches Afrika den "Kontinent im Aufbruch".Spuren von neuen Ansätzen, von Bewohnern, die andere Haltungen und Ziele entwickeln, auch von staatlichen Programmen hier und da, die auf lange Sicht hin bessere Lebensumstände und einen anderen Umgang mit den Schätzen des Kontinentes ermöglichen können, stehen im Raum.

Marietta Slomkas Buch ist ein weiterer Beitrag zum tieferen Kennenlernen Afrikas hinter all den Vorurteilen und folkloristischen Bildern, die im Westen immer noch im Blick auf den schwarzen Kontinent herrschen. Ein Kennenlernen, das die Bereitschaft braucht, tiefer zu blicken und genauer hinzusehen als nur durch die Linse eine Fotoapparats auf irgendeiner Safari. Einen Bereitschaft allerdings, die sich lohnt, die aber auch immense Ungerechtigkeiten und bedrückende Verhältnisse ertragen muss, um die Chancen dahinter wahrnehmen zu können.
Marietta Slomka hat genau hingesehen und versteht es, den Leser mit hinein zu nehmen, nicht zuletzt durch den Bildteil in der Mitte des Buches, der die Texte zu illustrieren versteht.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Endlich mal ein Buch das den Kontinent Afrika (hier eher Schwarzafrika) nicht über den grünen Klee lobt aber auch nicht niedermacht. Ein Buch das sowohl die positiven Seiten der vorgestellten Länder präsentiert als auch deren offensichtlichen Nachteile. Die Korruption zu nennen wäre einfach, den Genozid an Bevölkerungsteilen notwendig aber beschämend. MEIN AFRIKANISCHES TAGEBUCH von Marietta Slomka, langjährige Frontfrau des ZDF heute Journals, nimmt uns mit auf eine Reise in ein Wunderland mit Macken und Kanten, aber auch in ein Reich von Träumen, Aufbruchstimmung und herzerfrischender Offenheit.

Ich wollte gerne einmal wissen wie es aktuell in Südafrika, in Ruanda, in Äthiopien, in Kenia, in Angola und in Mosambik ist. Wie Journalisten die Lage dort sehen, was es Positives dort gibt und auch Negatives, schließlich wurde man als kritikbewusster Bürger ausgebildet und geschult.

Mich freuen die positiven Beispiele immer ein wenig mehr, zeigen sie doch den Optimismus der dort lebenden Menschen, ihre Innovationskraft und ihre offene Grundhaltung. Die Chance in Afrika einmal umarmt zu werden: sehr hoch, dagegen in Deutschland: sehr gering. Nun ja, Umarmungen sind schön aber nicht zwingend notwendig, sie zeigen aber etwas von der spürbaren Offenheit und vom emotionalen Mitgefühl.

Das Buch MEIN AFRIKANISCHES TAGEBUCH von Marietta Slomka zeigt uns in kurzen Kapiteln den aktuellen Stand in den oben erwähnten Ländern, wie ein Kamerateam und eine Journalistin ihn erfahren würden. Das Buch ist Teil der ZDF Reihe AFRIKAS SCHÄTZE und zeigt die Herausforderungen denen sich Afrika heute stellt und die Zusammenhänge warum bestimmte Probleme bis heute ungelöst sind.

Menschliche Schicksale werden ebenso thematisiert, wie staatliche Neuausrichtungen, Umweltschutz und Ernährung. Schön auch der Anspruch der Journalistin Marietta Slomka mit den Menschen dort zu sprechen, als nur über sie...

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