Aus der Amazon.de-Redaktion
Wie angenehm, dass diese Frau erwachsen geworden ist. Da mag sie mit ihrer Talkshow in den Neunzigern Millionen begeistert haben, doch irgendwie blieb ein nichtssagender Eindruck hängen. Das ändert sich grundlegend nach der Lektüre eines sehr persönlich und offenherzig geschriebenen Lebensberichts, dem Bericht über die afrikanische Seele der Arabella Kiesbauer.
Für Arabella beginnt ein neues Kapitel im Leben, als sie mit ihrer Mutter gemeinsam in das Land des Vaters fährt. Ihm, der in Bonn studiert hatte, folgte die Mutter einst nach Ghana. Doch die Beziehung zerbrach, das gemeinsame Kind Arabella wächst in Deutschland bei der Mutter auf. Erst mit Ende dreißig, den Zenit ihrer TV- Karriere überschritten, fühle ich, als würde ein zweites Herz -- mein afrikanisches -- in mir zu schlagen beginnen.
In diesem Fall ist es nicht nur die bekannte und verständliche Suche eines nur bei einem Elternteil aufgewachsenen jungen Menschen, der eine tiefe Neugier nach seinen beiden elterlichen Wurzeln entwickelt. Hier springt eine junge Frau zudem auch in eine andere Kultur, wird konfrontiert mit einer fremden Welt, einer ungewohnt großen Fülle an Verwandten, einer exotischen Stammesgeschichte -- und den Problemen eines anderen Kontinents.
All das erzählt Arabella Kiesbauer, als säße man beim Kaffee neben ihr, plastisch, stellenweise munter und humorvoll, dann wieder sehr intim, privat, persönlich. Sie lässt teilhaben und zeichnet damit ein so ganz anderes Bild von sich, als das, was kesse, oft so flüchtige und platte Talkshows und freche Moderation hinterlassen haben: da ist eine fein empfindende Frau, jemand, der aufmerksam, wissbegierig und absolut offen einer neuen Welt entgegentritt und -- wenn auch spät -- den Vater als wichtige Person in ihr Leben integriert. Daneben ist es eine rührende Mutter-Tochter-Geschichte, eine besondere Beziehung, die Arabella Kiesbauer deutlich herausstellt. Doch für sie, so gesteht Arabella, beginne ein anderes Kapitel jetzt erst, schließlich kenne sie noch längst nicht alle Verwandten großväterlicherseits. Das sollen auch noch einmal zweihundert Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen sein. --Barbara Wegmann
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Gebundene Ausgabe
.
Kurzbeschreibung
Ihr Vater gehörte zum Stamm der Fanti. Doch hat sie dieses Erbe, diese andere Hälfte ihrer Existenz, viele Jahre verdrängt. Bis ein Attentat und der Tod der geliebten Großmutter eine schmerzliche Sehnsucht in ihr wachrufen und sie sich auf die Suche macht ... Die Begegnung mit ihrer afrikanischen Familie in Ghana öffnet Arabella Kiesbauer das Tor zu einem Land, das ihr Leben verändert. - Eine bewegende Entdeckungsreise zu den eigenen Wurzeln und in ein afrikanisches Land, in dem die alten Traditionen noch lebendig sind.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Taschenbuch
.
Über den Autor
Arabella Kiesbauer, geboren 1969, ist die Tochter einer deutschen Schauspielerin und eines ghanesischen Maschinenbauingenieurs. Sie studierte Publizistik und Theaterwissenschaften. Einem Millionenpublikum wurde sie durch ihre Talkshow »Arabella« bekannt, für die sie unter anderem mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Zuletzt hat Arabella Kiesbauer auf N24 erfolgreich die Polit-Talkshow »Arabella Kiesbauer. Talk ohne Show« moderiert. Normal 0 21 MicrosoftInternetExplorer4 /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Times New Roman";} Seit 2003 führt sie im ORF durch die Musikshow »Starmania« und an der Seite von Alfons Haider durch den Wiener Opernball.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Taschenbuch
.