"Wonder Man" von 1945 mit Danny Kaye und Vera-Ellen, erzählt die Geschichte zweier sehr unterschiedlicher, aber äußerlich völlig identischer Zwillingsbrüder, von denen einer, der Revuestar Buzzy Bellows, von 2 Unterweltganoven umgebracht wird, weil er einen Mord beobachtet hat, über den er als Zeuge aussagen soll.
Der andere der beiden Brüder, Edwin Dingle, ein schüchterner Bücherwurm mit Frauenphobie, zaghaft in Love with Virginia Mayo als Ellen Shaney, wird nun mit dem Geist seines Bruders Buzzy konfrontiert, der natürlich das Ganze mit Edwins Hilfe noch aufklären will, und zwar recht physisch, Buzzys Geist schlüpt nämlich in ihn rein und wieder raus. Danny Kaye also in einer Doppelrolle.
Das führt zu einige Szenen, bei denen zumindestens ich kaum Luft bekommt vor lauter Lachen!
Komik ist ja Geschmackssache.
Da wären, die Szene, in der der Geist von Buzzy zum ersten Mal in Edwin hineinschlüpft, in Gegenwart des völlig geschockten Streifenmannes, dann die Szene des nicht mehr auf Blumen allergisch reagierenden Operntenors, neben einem Riesen-Riesen-Blumenarrangement, wobei da schon, wie auch im Finale Dannys wunderbare Stimme heraussticht, und am Ende eine komplette Opernszene mit großem Opernensemble und im Duett mit Sopranistin vor ausverkauftem Haus, bei der man sich vor lauter Lachen auf dem Boden wälzen könnte. Soufleur und Inspizient verzweifeln am Rande der Bühne komplett und sind am Ende am Boden zerstört. Großartig, zum Brüllen!
So funktioniert Komik, einer spinnt und der Rest dreht durch!
Ein weiterer Garant für Komik im Film ist der großartige Schauspieler S.Z.Sakall.
Die Tanznummern sind toll. Am Anfang die Paartanznummer mit Vera-Ellen als Midge Mallon, die Freundin von Buzzy, polynesisch-indisch angehaucht mit viel Glitzer, und Vera- Ellens extrem schnelle, rasante Solo Stepnummer, teilweise auf Spitze getanzt und sehr flippig, finde ich beide sehr gelungen.
Vera-Ellen hat wohl nach Wonder Man eine Gesichts-OP(Nase) gemacht, denn man erkennt sie kaum, und in den Filmen danach sieht sie um einiges schöner aus. In Wonder Man finde ich sie allerdings auch schon zu mager, Vera-Ellen war ja leider Zeit ihres Lebens magersüchtig.
Die Qualität der DVD ist gut und in Farbe.
Alles in allem finde ich den Film sehr unterhaltsam, mit viel Ideen und Engagament inszeniert, teilweise etwas zu albern und mit zu wenig Tiefgang, aber es macht Spaß ihn anzuschauen, dehalb gehört er in meine Sammlung.