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Mein Weltbild
  
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Mein Weltbild [Unbekannter Einband]

Albert Einstein , Carl Seelig
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Produktinformation

  • Unbekannter Einband: 268 Seiten
  • Verlag: Büchergilde Gutenberg; Auflage: Neue, vom Verf. durchges. u. wesentl. erw. Aufl. (1955)
  • ASIN: B0000BHP3D
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.306.435 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Es gibt inzwischen zahllose Bücher über Albert Einstein. “Mein Weltbild” ist etwas Besonderes: Hier wird Einstein ausschließlich durch seine eigenen Texte dargestellt. Auf diese Weise entsteht ein spannendes Selbstporträt des genialen, enorm populären und vielseitig interessierten und engagierten Wissenschaftlers.

Einstein hat sich oft und zu den verschiedensten Themen geäußert, schriftlich wie mündlich. So enthält dieses Buch eine bunte Vielfalt von Briefen, Notizen, Artikeln, Glossen, Interviews und Reden, geschickt ausgesucht und arrangiert von Herausgeber Carl Seelig. Wir erfahren hier aus erster Hand Einsteins Gedanken zum Beispiel zu Wissenschaft, Religion, Gesellschaft, Faschismus, Erziehung, den USA, Pazifismus, Judentum, Kultur, Philosophie – und zu herausragenden Persönlichkeiten wie dem Philosophen Bertrand Russell, dem Schriftsteller George Bernhard Shaw oder den Wissenschaftlern Newton, Kepler und Max Planck.

Dabei entsteht jedoch nicht nur ein facettenreiches Bild des Menschen und Wissenschaftlers Einstein. Zugleich dokumentiert sich hier ein Stück Zeitgeschichte, das Politik, Krieg und Faschismus ebenso umfasst wie Kultur und die Entwicklung der Wissenschaften. Ob Einstein an einen Minister Mussolinis schreibt, um sich für die Freiheit der Wissenschaft im faschistischen Italien einzusetzen, oder ob er ein Grußwort an japanische Schulkinder schickt: Einstein hat sich nie in einen Elfenbeinturm zurückgezogen, sondern aktiv Stellung bezogen, nicht nur in wissenschaftlichen sondern auch in gesellschaftlichen Fragen.

All das würde schon genügen, um dieses außergewöhnliche Buch wärmstens zu empfehlen. Hinzu kommt aber noch, dass Einstein ein eindrucksvoller Redner war und sich auch schriftlich hervorragend auszudrücken wusste. Und das macht “Mein Weltbild” letztlich nicht nur zu einem spannenden und erhellenden Buch über ein Genie und seine Zeit, sondern auch zu einem ganz besonderen Lesegenuss. -- Gabi Neumayer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Kurzbeschreibung

In dem von Krisen geschüttelten 20. Jahrhundert, mitten in Revolutionen, Inflationen und den Weltkriegen, fand die Welt offenbar nicht die Kraft, die bedeutendste aller Umwälzungen zu begreifen - den tiefen Wandel des Weltbildes, der von den Naturwissenschaften ausgegangen war. Dennoch erreichten nur wenige Menschen den Bekanntheitsgrad von Albert Einstein, einem der Begründer dieses naturwissenschaftlichen Weltbildes. Obwohl der wissenschaftliche Kern seines Werks selbst Experten kaum zugänglich ist, ist bekannt, daß seine Relativitätstheorie jene Gedanken enthält, die Atombomben und Kernkraftwerke möglich machen, und der Bau der ersten amerikanischen Atombomben von ihm - aus Sorge, deutsche Physiker könnten den Amerikanern zuvorkommen - mit angeregt wurde. Daß er gleichzeitig ein halbes Jahrhundert lang gegen chauvinistische, rassistische und militaristische Unmenschlichkeit protestiert, zeigt das Buch "Mein Weltbild", das erstmals 1934 erschien und 1955 in einer wesentlich erweiter ten Fassung vorgelegt wurde. Hier sind Einsteins Essays, Aufsätze und Reden unter charakteristischen Zwischenüberschriften zusammengestellt: Wie ich die Welt sehe, Im Kampf gegen den Nationalsozialismus, Jüdische Probleme sowie Wissenschaftliche Beiträge. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
35 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Besser als jede Biografie 15. Januar 2003
Format:Broschiert
Das handliche und fabelhafte Ullstein-Buch ist nur noch gebraucht zu beziehen. Doch ich gebe meins nicht her!

Das Buch ist in 5 Abteilungen gegliedert:
I. Wie ich die Welt sehe
II. Politik und Pazifismus
III. Im Kampf gegen den Nationalsozialismus
IV. Jüdische Probleme
V. Wissenschaftliche Beiträge.

Meiner Meinung nach ist der erste Teil der wertvollste: Hier begegnen wir ganz ungefiltert der grundsätzlichen Geisteshaltung des MENSCHEN Albert Einstein. Insbesondere seine philosphische Grundhaltung wird präzise und konzise vermittelt.
Hier kann sich jeder Naturwissenschaftler, der nach einer Rechtfertigung sucht, sich mit Philosophie zu beschäftigen, kostbares Material abholen!
Keine Scheu vor gebrauchten Büchern bei amazon! Der schwarz-grüne Einband mit der klugen Eule ist Kult.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
21 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
"Mein Weltbild" lässt Einsichten in Einsteins Persönlichkeit jenseits der Wissenschaft erwarten. Diese sind zwar auch vorhanden, machen aber nicht einmal die Hälfte des Buches aus.
Die zweite Hälfte besteht aus wissenschaftlichen Artikeln, und gerade das sollte dieses Buch ja nicht sein (laut Titel), zumal einige recht komplexes Hintergrundwissen vorraussetzen und nicht erklärt werden.

Ich würde das Buch nicht erneut kaufen.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
8 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Dieser Band enthält die vom Herausgeber gesammelten weltanschaulichen Äußerungen und Bekenntnisse von Einstein. Neben zeitgeschichtlichen und politischen Fragen und Gedanken legt E. vor allem Rechenschaft über seine wissenschaftliche Tätigkeit und ihre Einbettung in den gesellschaftlichen Zusammenhang ab. E. gehört zu den Menschen, die es verdient haben, dass man sich anhört, was sie zu sagen haben. Man darf sich darüber freuen, dass er sich selber zu seiner Weltanschauung, seinem persönlichen Glauben schriftlich geäußert hat. Das erspart so manche Spekulationen.
Aus seinen Gedanken kann man entnehmen, dass er sich ehrlich Sorgen machte um die Zukunft der Menschheit. E. war ein mit Demut begabter großer Humanist. Eine Kombination, die wenig aneckt und nicht zu Agitationen neigt. Das kommt auch in seinen Aussagen zum Ausdruck. Er war kein Universalgelehrter wie früher ein Alexander von Humboldt oder Leibniz, er war auch kein dem Philosophieren hingegebener Theoretiker. Man sollte deshalb nicht von seinen Reflektionen lebensfremde Erwägungen erwarten oder all zu Abstraktes. Lesenswert und auch lehrreich sind seine Verlautbarungen auf jeden Fall.
E. äußert sich zum Sinn des Lebens, dem wahren Wert des Menschen, Gut und Böse, Religion und Wissenschaft, Krieg und Frieden, Politik und Pazifismus.
Neue Ideen findet man nicht, nichts Radikales, alles scheint ausgewogen zu sein. Außer, das ihm das Gewöhnliche zuwider war.

Ein Kapitel ist dem Kampf gegen den Nationalsozialismus gewidmet, er war ja als deutscher Jude aus Nazi-Deutschland ausgewandert und stand dann vor der Entscheidung im Kampf gegen das Naziregime teilzuhaben. Ein weiters Kapitel zeigt was ihn noch Zeitlebens beschäftigte, er nennt es jüdische Probleme. Er war der Sache des Zionismus verbunden, aber kein Anhänger des jüdischen Glaubens ("Der jüdische Gott ist nur eine Verneinung des Aberglaubens.") und auch kein Anhänger des Christentums (nur eine Lehre, "die die Menschheit von allen sozialen Krankheiten zu heilen im Stande wäre.").
Auch ein "Brief an einen Araber" ist abgedruckt. Natürlich sieht er auch für den Palästinenserkonflikt nur eine friedliche Koexistenz als erstrebenswertes Ziel.
Das letzte Kapitel befasst sich mit dem Hauptgegenstand seines Lebens, die wissenschaftliche Arbeit. Bezeichnend ist, dass die letzte Überschrift lautet: "Zur Erniedrigung des wissenschaftlichen Menschen".

"Ich glaube daher, dass den Menschen am besten dient, indem man sie mit einer edlen Sache beschäftigt und dadurch indirekt veredelt!" Hm, der Bau der Atombombe war wohl so ein Veredelungsprojekt? E. hat bedauert dabei mitgewirkt zu haben.
"Alles, was von den Menschen getan und erdacht wird, gilt der Befriedigung gefühlter Bedürfnisse sowie der Stillung von Schmerzen." Ist der Mensch wirklich darauf zu reduzieren?
Einsteins Glaubensbekenntnis: "Einen Gott, der die Objekte seines Schaffens belohnt und bestraft, der überhaupt einen Willen hat nach Art desjenigen, den wir an uns selbst erleben, kann ich mir nicht einbilden. Auch ein Individuum, das seinen körperlichen Tod überdauert, mag und kann ich mir nicht denken: mögen schwache Seelen aus Angst oder lächerlichem Egoismus solche Gedanken nähren. Mir genügt das Mysterium der Ewigkeit des Lebens und das Bewusstsein und die Ahnung von dem wunderbaren Bau des Seienden... "
Solche Äußerungen belegen, dass auch Einstein Vorurteile hatte. Es gibt Menschen, die nicht Angst haben, vor dem Tod, sondern vor dem Weiterleben. Die Hindus und Buddhisten beispielsweise empfinden das ewige Rad der Wiedergeburten als belastend. Für sie besteht die Erlösung deshalb darin, es zu durchbrechen. Egoistisch sind alle Menschen, aber meistens hat das nichts mit ihrer Weltanschauung zu tun, sondern mit ihrer Natur. Auch für E. gilt, Fachmann ist man meist nur für sein Spezialgebiet.
Und was ist für ihn der Sinn des Lebens? Er bezweifelt, dass es so etwas überhaupt geben kann. Da ist er konsequent, denn so einen Sinn sich selber zu geben, ist doch zu widersprüchlich. Dafür kann man sich Idealvorstelllungen hingeben. Güte, Schönheit, Wahrheit sind sein erklärter Lebensinhalt, nicht "Behagen" und "Glück", die er als "Ideal der Schweineherde" bezeichnet. Erkennt man da eine gewisse Geringschätzung für den Durchschnittsmenschen? Für sie hatte er noch andere Tiervergleiche:
Zur Majorität der Dummen sagte er, gar nicht ohne Humor: "Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem Schaf sein!"
Überwiegend befasst sich das Buch aber mit Aussagen zu den Naturwissenschaften. Und da war er ein scharfer Denker:
"Insofern sich die Sätze der Mathematik auf die Wirklichkeit beziehen, sind sie nicht sicher, und insofern sie sicher sind, beziehen sie sich nicht auf die Wirklichkeit!" Große Errungenschaft für einen passionierten Mathematiker!
Jahrzehnte lang versuchte er zu beweisen, dass doch alles in die klassischen Physik einbaufähig sei und die Schlussfolgerungen aus der Quantenphysik, die die Grenzen des messbaren Universums überschreitet, nicht zu widerlegen, aber doch zu bändigen. Abgesehen davon, dass er gescheitert ist, scheint es ihn nicht dazu gebracht zu haben, sein eigenes, auf das Sicht- und Messbare eingeschränkte Weltbild zu überdenken.
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