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Mein Weg führt nach Tibet
 
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Mein Weg führt nach Tibet [Taschenbuch]

Sabriye Tenberken
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Die Begegnung mit der blinden Sabriye Tenberken hat mich tief beeindruckt - ich bewundere so viel Mut und Engagement für ihre Arbeit im fernen Tibet." (Alfred Biolek)

"Mit viel Einfühlsamkeit schafft es die Autorin, dass ihr Erfahrungsbericht Sehenden die Augen öffnet." (Brigitte)

"Humorvoll und anschaulich erzählt Sabriye Tenberken nicht nur die Geschichte einer unglaublich mutigen Frau, sondern den Lesern auch mit einfachen und klaren Worten, wie man die Welt erlebt, ohne zu sehen." (Süddeutsche Zeitung) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

In Tibet sind sie Ausgestoßene: blinde Kinder. Seit die damals 27-jährige Sabriye Tenberken in der Hauptstadt Lhasa gegen hartnäckigen Widerstand die erste Blindenschule Tibets gründete, gibt es Hoffnung - und eine Zukunft. Kelsang Meto, »Glücksblume«, wird sie von den Kindern genannt. Und sie weiß, wie ihre Schützlinge sich fühlen - sie ist selber blind. Von ihrem großen Abenteuer, das häufig vor dem Scheitern stand, erzählt Sabriye Tenberken in ihrem ungewöhnlichen Bericht mit viel Humor und Zuneigung zu den Tibetern und ihrer so ganz anderen Kultur. »Mit viel Einfühlsamkeit schafft es die Autorin, dass ihr Erfah- rungsbericht Sehenden die Augen öffnet.« Brigitte

Der Verlag über das Buch

Nach dem großen Erfolg im Hardcover mit über 60.000 Exemplaren nun erstmals als Taschenbuch -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Sabriye Tenberken, Jahrgang 1970, stammt aus der Nähe von Bonn. Seit ihrem zweiten Lebensjahr begann sie zu erblinden. Sie hat Tibetologie, Soziologie und Philosophie studiert und kümmert sich derzeit um den Ausbau und Betrieb der Blindenschule in Lhasa. Am 8. März 2000 erhielt sie für ihr Engagement den Norgall-Preis des International Women's Club.

Auszug aus Mein Weg führt nach Tibet. Die blinden Kinder von Lhasa. von Sabriye Tenberken. Copyright © 2000. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Im Flugzeug nach Peking saß links von mir ein Chinese, der in seine Zeitung vertieft schien. Als das Abendessen abgeräumt war, nahm ich meinen Mut zusammen und fragte ihn mit meinen frisch erworbenen Chinesisch-Kenntnissen: "Sie leben in Peking?" Er antwortete nicht. Vielleicht nickte er nur. Und so fragte ich einfach weiter, wie ich es in meinem dreiwöchigen Intensivkurs am Bochumer Sinicum gelernt hatte: "Haben Sie Kinder?" Wieder keine Antwort. Vielleicht hatte er erneut genickt oder gar nicht reagiert, weil es ihm unangenehm war, zugeben zu müssen, keine Kinder zu haben. "Ich habe keine Kinder", meinte ich, um ihm zu zeigen, dass wir im Falle seiner Kinderlosigkeit dasselbe Los teilten. Ich fügte hinzu, ich sei 26 Jahre und studierte Zentralasienwissenschaften an der Bonner Universität. Irgendwie schien ihn das nicht zu beeindrucken. Er war vielleicht schüchtern oder hatte mich einfach nicht verstanden. Wahrscheinlich ließ meine Aussprache erheblich zu wünschen übrig, und ich sagte entschuldigend: "Es tut mir leid, aber mein Chinesisch ist nicht sehr gut, ich habe ja nur drei Wochen gelernt." Mir wurde langsam unbehaglich zumute, denn noch immer kam keine Reaktion von links. Dafür aber von rechts. Der Flugzeugmechaniker klopfte mir auf die Schulter und meinte: "Fräulein, der Herr schläft und hat einen Kopfhörer auf, er kann Sie gar nicht hören." -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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