Kurzbeschreibung
Über den Autor
Auszug
Liebe Eri!
Für Dein forsches Briefchen danke ich Dir recht vielmals. Es hat mir großen Spaß gemacht. Hoffentlich ist eure Fahrt nach Starnberg recht schön verlaufen und ist niemand dabei in den Graben gefallen, denn dabei verletzt man sich leicht das Höschen, wie es auch mir einmal geschah. Aber vor dem Ausflug war ja noch Mieleins Geburtstag, über den ich von den Buben gewiß noch einiges erfahre. Die Vorbereitungen schilderst Du mir ja sehr spannend. Aber daß Du schreibst, «leider» werde Tante Lula kommen, hat mich doch stutzen lassen. Eine so feine Dame, noch feiner als das Pielein selbst, und Du sagst «leider» dazu? - Das achthändige Arcissi-Konzert hätte ich auch wohl gern gehört. - Wäret ihr doch alle hier, ihr würdet tanzen und jubilieren von wegen des vielen, vielen guten Essens! Gestern Abend gab es wieder so herrliches festes norddeutsches Rührei und Bratkartoffeln, die von Butter glänzten. Nachher noch kalten Aufschnitt von der besten Sorte. Es ist als wie im himmlischen Paradiese. Und vorher war ich schon in Herrn Schellbergs Obstgarten gewesen und hatte von Büschen und Bäumen gegessen soviel mein Herz begehrte: Rote, schwarze und gelbe Johannisbeeren, Kirschen und Himbeeren, so groß wie Gartenerdbeeren. Aber nun schließe ich, sonst läuft Dir das Mäunchen über. Der Moni schreibe ich noch extra und besonders. Sei nur der Mama recht dienlich und nützlich!
Dein Pielein -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .