Jaques stammt aus dem kleinen Chilenischen Dorf Contulmo.
Als er nach seinem Examen als Lehrer in das Dorf zurückkehrt, steigt in den Gegenzug sein Vater, der die Familie verlässt. Er gibt an, dass er in seine Heimatstadt Paris zurückkehren will.
Jaques lebt fortan ein ruhiges Leben in einem einfachen Ambiente zusammen mit seiner traurigen Mutter, die ihre Trennung vom Vater kaum erträgt. Die Sehnsucht nach der jungen und schönen Nachbarin Teresa treibt Jaques um und lässt ihm keine Ruhe.
Der kurze Roman ist in schlichte Sätze gefasst, die einen prägnanten Eindruck von der herrschenden Armut geben und die Beschränkungen des Lebens subtil einfangen.
Atmosphärisch trifft der Autor mit seiner Erzählform den ausweglosen und einfachen Alltag, in dem man kaum Abwechslung und frohe Lebendigkeit findet.
Als Jaques erste Sexabenteuer in der nahen Kleinstadt sucht, hat er eine unerwartete und erschütternde Begegnung. Er kehrt ernüchtert und irritiert zu seiner Mutter zurück.
Alles dreht sich in diesem Roman um die Sehnsucht, um die Liebe, das stille Leben, um Armut, Traurigkeit und Hoffnung.
Zuletzt offenbart sich eine verwirrende und komplizierte Liebesgeschichte, die zeigt, dass unter der Oberfläche der vermeintlich simplen Geschichte die Leidenschaft brodelt.
Der Autor findet den richtigen Ton, um die Stimmung von Land und Leuten einzufangen. Mit großer Liebe zum Detail beschreibt er sie und bleibt dem ruhigen und melancholischen Lebensgefühl in dem südamerikanischen Landstrich eng verbunden. Der hübsch aufgemachte Einband signalisiert die bunte Vielfalt von Fauna und Getier. Als Kleinod möchte man diesen kleinen komprimierten Kurzroman bezeichnen.
Der Autor Antonio Skármeta feierte 1985 mit seinem Roman"'Mit brennender Geduld"' um den Briefträger des berühmten chilenischen Dichters Pablo Neruda einen Welterfolg.
Er lebte viele Jahre im Exil in Berlin. Dort vertrat er sein Land von 2000 -2003 auch als Botschafter.