Roebling war ein Mühlhäuser - er ist der Deutsche Erbauer der Brooklyn Bridge und ich bin Brückenfan, was liegt näher, dass ich mir dieses Buch besorge ...
Washington Roebling (Autor),
Donald Sayenga (Herausgeber),
Konrad Linke (Übersetzer)
kurze Infos zum Herausgeber:
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Donald Sayenga ist Forscher, Histroiker, Autor und Wirtschaftsberater . Er lebt in Tuscon Arizona. Früher war er Geschäftsführer der Abteilung für Drahtseilherstellung in der Firma Bethlehem Steel, die 1973 den Markennamen Roebling aufkaufte. Er leitete viele internationale und nationale Organisationen der Drahtseilindustrie. Momentan ist er als Historiker der Wire Association International und der Associated Wire Rope Fabricators tätig. Er ist dort Mitglied auf Lebzeiten.
Er ist Autor von Ellet and Roebling (Easton, 2001) und von mehr als 100 historischen Aufsätzen.
Wer war Roebling?
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John August Roebling (eigentlich Johann August Röbling; * 12. Juni 1806 in Mühlhausen; 22. Juli 1869 in New York, N.Y.) war ein deutsch-amerikanischer Ingenieur und Brückenbauer. Weltbekannt wurde er als Konstrukteur der Brooklyn Bridge in New York.
Röbling wurde in der preußischen Stadt Mühlhausen als fünftes Kind von Friederike Therese Röbling und dem Tabakhändler Christoph Polykarpus Röbling geboren. Er besuchte in Mühlhausen das Gymnasium, das er wegen schlechter Zensuren in Religion und Latein verlassen musste. Am renommierten Privat-Pädagogium des jüdischen Mathematikers Dr. Ephraim Salomon Unger in Erfurt setze er seine Ausbildung fort. 1824 immatrikulierte sich Johann August Röbling in Berlin an der Königlichen Bauakademie und studierte dort Architektur, Tief- und Brückenbau, Deichbau, Hydraulik und Maschinenbau. In Vorlesungen von Prof. Johann Friedrich Dietlein erfuhr er von den ersten Hängebrücken, die damals gerade in Bayern, der Pfalz und Westfalen entstanden waren und die er unverzüglich inspizierte. An der Berliner Universität hörte er auch Philosophie bei Hegel. Sein Examen machte er im Jahr 1826. Er arbeitete anfangs als "Baukondukteur" in Westfalen, wo er bereits 1828 erste Pläne für Hängebrücken über Ruhr und Lenne entwickelte, die aber nicht verwirklicht wurden.
Zu jener Zeit erhielt die Bautechnik neue wissenschaftliche Grundlagen. Das bedeutete die Anwendung der Gleichung der Katenoide oder Kettenlinie auf die Hängebrücke und manches andere.
Im Mai 1831 wanderte Johann August Röbling zusammen mit seinem Bruder Karl und weiteren Bürgern Mühlhausens über Bremen nach Amerika aus. Gemeinsam mit einigen anderen Auswanderern kauften sie am 28. Oktober 1831 in Butler County Pennsylvania 6,4 km² Land und gründeten dort die Siedlung Germania, die später in Saxonburg umbenannt wurde. 1844 gewann Roebling die Ausschreibung für eine Kanalbrücke über den Allegheny River, die eine ältere Holzkonstruktion ersetzen sollte.
1865 begann Roebling mit den Planungen für die Brooklyn Bridge, die den East River in New York überspannen und die Stadtteile Brooklyn und Manhattan verbinden sollte. Während Vermessungsarbeiten für einen Brückenpfeiler hatte er am 6. Juli 1869 einen Unfall, in dessen Folge er sechzehn Tage später an einer Tetanusinfektion starb. Am 25. Juli wurde John August Roebling unter Anteilnahme Tausender in Trenton beerdigt.
Sein Sohn, Washington Roebling, setzte die Arbeit fort, erkrankte aber drei Jahre später und wurde teilweise gelähmt. Dessen Frau Emily Warren Roebling übernahm die Bauleitung und vollendete das Werk. Am 24. Mai 1883 überquerte sie als erster Mensch die Brücke.
Zu seinem 200. Geburtstag gab die Bundesrepublik Deutschland am 8. Juni 2006 eine 1,45-Euro-Sonderbriefmarke heraus.
Quelle: wikipedia
Inhalt:
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Vorwort
13 Kapitel
Anhang A (Mr. John A. Roebling
Anhang B (Die Brücken des John A. Roebling
Anmerkungen zur deutchen Übersetzung
Literaturnachweise
Der Herausgeber
Bild-, Foto- und Illustrationsmaterial:
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Über das gesamte Buch ist zahlreiches informatives und hochwertiges Bildmaterial (s/w) verteilt. U. A. handelt es sich um technische Detaillzeichnungen oder Fotos von Roebling privat und den Personen aus Familie und Arbeitsumfeld.
Die Abbildungen sind jeweils mit Textunterschrift versehen und erklärt.
Verständlichkeit der Texte:
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Die Texte sind in einer Art und Weise geschrieben, dass sie - obwohl fachlich und auch auf technische Details bezogen, sehr interessant, spannend und auch für Nicht-Fachleute leicht und flüssig zu lesen sind. Trotz dessen befinden sich aber so viele auch fachliche und biografische Informationen im Buch, dass es ohne weiteres auch für Brückenfreaks ein sehr spannendes und lesenswertes Buch ist.
Der Herausgeber hat hier sozusagen einen perfekten Brückenschlag geschafft zwischen Biografie eines Lebens und technischem Fachbuch. Es hält sich sozusagen die Waage und ist somit für viele Leser ein sehr angenehmes und informatives Buch.
Anmerkungen am Rande:
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Am Rand jeder Seite befinden sich die Erklärungen, die zu den bestimmten mit Zahlen versehenen Begriffen und Erläuterungen angeführt sind, um diese verständlich zu erklären.
meine zusammenfassende Meinung:
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Man kann echt sagen, dass es wunderschön rüberkommt, wie der Bau dieser Brücke in New York eng mit der Familiengeschichte der Mühlhäuser Roeblings zusammenhängt. Es ist sehr faszinierend und realistisch, offen und ehrlich - und, wie man spürt - perfekt recherchiert geschrieben. Fachliche details wechseln sich mit biografischen Angaben ab und bilden ein rundum eindrucksvolles Bild des Menschen Roebling und seiner Brücken.
Kapitel 1 beschäftigt sich mit Mühlhausen, weiter geht es mit dem irdischen Paradies, der Zeit in Amerika, den Menschen von Saxonburg, den Drahtseilen, Pittsburgh, Trenton usw. usw. bis zum East River. Man merkt, dass das Leben Roebling von Beginn an aufgerollt wird.
Das Tüpfelchen auf dem I bilden die Anhänge mit der biografischen Karriere Roeblings und der Auflistung seiner Brückenbauten
Die Biografie ist ursprünglich von John A.`s Sohn Washington geschrieben. Er war der älteste Sohn Roeblings. Sie wurde aus zwei Phasen zusammengesetzt, die weit auseinander lagen. Im Vorwort wird auch Washington Roebling genau "auseinandergenommen" und sein Verhältnis zum Vater erklärt.
Man kann im Laufe des Buches von Beginn bis Ende sehr gut nachvollziehen, wie sich alles entwickelte, wie die Familienverhältnisse eine Rolle spielten, und wie John A. sich fachlich weiter entwickelte und sein Wissen in seine Arbeit einbrachte.
Immer wieder ist es schön zu lesen, wie bahnbrechend seine Werke waren und wie viele Hochs und Tief er erlebte. Er wird nicht als Übermensch geschildert, sondern normal und offen/Ehrlich mit all seinen Stärken und Schwächen. Die Biografie ist von seinem ältesten Sohn verfasst und nun herausgegeben und zusammengefasst worden in einer sehr ansprechenden und umfassenden komplexen Biografie. Es die erstmalige Veröffentlichung der Erinnerungen seines Sohnes. Hierzu wurde sein Originalmanuskript verwendet und vom Herausgeber Sayenga transkribiert.
Die Anmerkungen, die der Herausgeber am Rande vermerkt hat, beziehen sich auf Personen, Orte, Ereignisse und Technologien und machen das Buch zu einer modernen und zeitgemäßen Biografie - einem fundierten Werk über einen besoneren Menschen, der aus Thüringen stammt und in die Welt hinausging, um großes zu leisten.
Ich bin begeistert, wie ihr merkt und daher empfehle ich das Buch auch aufs wärmste.