Dieses Buch glänzt durch einen schönen, flüssigen Stil in einer kurzen, prägnanten und bilderreichen Sprache.
Es besteht aus etwa fünf großen Abschnitten:
Zunächst werden die Charaktere von Generl und Hermann beschrieben, deren Kennenlernen, Liebe und Heirat, sowie die Geburt der ersten Tochter, der Autorin Kriemhild.
Es folgt eine Schilderung der ruhmreichen Nanga Parbat Erstbesteigung Hermanns, mit welcher er zu einem Nationalhelden aufsteigt, sowie die Folgen dieses Ereignisses für das Leben des jungen Ehepaars Buhl.
Dann begleitet der Leser Hermann zusammen mit Kurt Diemberger auf den Broad Peak und erlebt Buhls tragischen Tod an der Chogolisa.
Hierauf schildert die Autorin, wie Generl nach diesem Schicksalsschlag ihr eigenes Leben und die Zukunft ihrer drei Töchter ohne Ehemann und Vater in die Hand nimmt: Hausbau, Betreiben einer eigenen Gästepension, Bewältigen des Alltags, leidvolle Jugend der Tochter Ingrid, Pubertät der drei Schwestern, Tod von Generls Eltern, Tod der jüngsten Tochter Ingrid...
In einem letzten und sehr persönlichen Teil lässt die Autorin den Leser in ihr eigenes Leben einblicken: Wie sie selbst Mutter einer Tochter, Amelie, wird und in dieser Funktion erkennt, welche Sorgen und Ängste sich eine Mutter um ihr eigenes Kind macht. Auch muss Kriemhild am eigenen Leib erfahren, wie schwer es ist, die eigene Tochter in deren selbständiges Leben zu entlassen.
Dieses Buch ist gar nicht so sehr eine Lebensbeschreibung des Bergsteigers Buhl, sondern eine Hommage, Ehrbezeigung und Verbeugung vor einer starken Mutter und besonderen Frau, welche immer wieder gegen ihr Lebensschicksal ankämpfen und das Leben als alleinerziehende Mutter bewältigen musste.