Wer das Tessin noch nicht kennt und den ersten Tessiner Spaziergang von Eveline Hasler gelesen hat, will eigentlich nur noch eines: in den Zug, unter dem Gotthard hindurch und nachschauen, ob es dort wirklich so ist - wenn nicht, ist ihr oder ihm ohnehin nicht zu helfen. Wer schon mal da war, wird spätestens nach der Lektüre den nächsten Trip planen - und zwar lieber heute als morgen.
Eveline Hasler beschreibt ihr Tessin (das ist in ihrem Fall das Locarnese und dessen nähere Umgebung) liebevoll, aber ohne Sentimentalitäten; parteiisch, aber ohne den Blick auf die Realität zu verlieren; mit Blick in die Geschichte, aber ohne Verklärung. Das kleine Büchlein verrät mit wenigen Worten ungeheuer viel über Geschichte, Landschaft, Menschen - und nicht zuletzt die Küche dieses ganz besonderen Flecks dieser Welt.
Wie schon gesagt, eigentlich gibt es nur eines: hinfahren, sich sein eigenes Bild machen und dann (nicht unwahrscheinlich) immer wieder kommen. Einen einfacheren Einstieg als dieses Buch gibt es kaum.