Über den Autor
Eugénie Musayidire floh 1973 aus Ruanda, nachdem ihr Name auf einer Liste mit Tutsis auftauchte, die verhaftet werden sollten. Sie flüchtete zuerst nach Burundi, wo sie an der Universität URUMULI Wirtschafts- und Sozialwissenschaften studierte. Vier Jahre später stellte sie einen Antrag auf politisches Asyl in Deutschland, das sie auch erhielt. Von 1977 bis 1985 absolvierte sie in Deutschland eine Ausbildung als technisch-pharmazeutische Assistentin. Sie gründete eine Familie und war in Siegburg im Referat Migrations- und Ausländerarbeit des dortigen Evangelischen Kirchenkreises tätig. Im Mai 1994 musste sie erfahren, dass ihre Mutter von einem Nachbarn aus ihrem Dorf erschlagen worden war. Auch ihr Bruder, seine Frau und seine vier Kinder sowie weitere 22 Verwandte fielen Mordtaten zum Opfer.
Um den Menschen in Ruanda zu helfen, gründete sie im Juni 2001 den Verein "Hoffnung in Ruanda".
2007 wurde Eugénie Musayidire mit dem "Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis" geehrt.