Schröder gibt einen Einblick in seine Welt, eine ganz besondere Welt aus Liebe, Freundschaft und Anschaffen. Der Autor bringt mal frech, mal ironisch, mal gefühlvoll eine Geschichte zu Papier der man sich nur schwer entziehen kann. Die kurzen, im Tagebuchstil gehalten, Kapitel sind eine Freude. Ich fühlte mich nicht wie ein Leser, eher wie ein Freund dem Schröder sein Leben am Kaffeetisch erzählt.
Wer eine Aneinanderreihung pornographischer Szenen sucht ist hier falsch. Natürlich geht es in diesem Buch auch um Sex (bei dem Thema nicht vermeidbar), aber es beschreibt in erster Linie ein aussergewöhnliches Leben von der privaten Seite und nicht aus dem Blickwinkel des Sexbusiness.
Ich habe "Mein Prinz, der Callboy" verschlungen und an manchen Stellen eine Träne vergossen. Daher mein Tip: Dieses Buch nicht in der U-Bahn oder im Flieger lesen. Lieber alleine zu hause mit einem Glas Wein.
Wer eine der schönsten schwulen Liebesgeschichten, gepaart mit einem Blick hinter die Kulissen der Callboyszene sucht ist hier richtig.