Allen Carrs großer Erfolg liegt darin, dass er über die sozialen Bedingungen des Suchtverhaltens aufklärt und, statt mit erhobenem Zeigefinger vor den Folgen des Rauchens zu warnen, auf die Vorteile eines rauchfreien Lebens verweist.
Dies wird im Spiel auch ganz gut umgesetzt. Vor allem wird es deshalb gut umgesetzt, weil es fast wortwörtlich aus dem Buch übernommen worden ist.
Was allerdings die Spiele sollen, ist schlichtweg ein Rätsel. Die Grafik erinnert an erste Versuche von Spieleprogrammierern und inhaltlich haben diese teilweise so wenig mit dem Thema Raucherentwöhnung zu tun, dass das ab und zu auftauchende Zigarettenmonster wie ein notdürftiger Witz wirkt. Diese Spiele, so die Werbung, seien einzigartig. Tatsächlich machen diese durch ihre Infantilität so nervös, dass eine Zigarette wie eine glorreiche Alternative erscheint. Das ist dann wirklich einzigartig.
Es ist also zu empfehlen, sich die 30 Euro, die dieses Spiel kostet, zu sparen und stattdessen das Buch zu kaufen. Die gesparten 21 Euro kann man sich für sein Belohnungssystem aufheben.