Zuerst muß ich erwähnen, dass ich ein großer Liebhaber der Romane von Paul Auster bin. Eines meiner absoluten Lieblingsbücher ist "Brooklyn Revue" - aber an diesem (Hör-)Buch hier bin ich qualvoll gescheitert!
Das lag nicht an Charles Brauer, der wirklich eine sehr angenehme Vortragsart hat - mein Problem war, das kaum einer der Handlungsfäden jemals zu einem (für mich) befriedigendem Ende gesponnen wurde. Eine Geschichten klingen derart interessant, dass ich gerne mehr darüber gelesen/gehört hätte, z. B. von dem Mann, der jeden Morgen zur selben Zeit, an der selben Ecke, aus dem selben Winkel heraus ein Foto schießt. Nach dem man dieses skurile Verhalten verdaut hat und einem anhand der Aufzählungen, was auf dem Foto zu sehen ist, klar wird, das der Mann die Zeit fotografiert, möchte man mehr erfahren. Aber genau hier endet dieser Erzählfaden und ein neuer wird aufgenommen. Mitunter wird auch ein Faden später weitergesponnen, aber einige bleiben halt doch auf der Strecke.
Vielleicht bin ich nicht reif gewesen für ein solches Buch, aber ich mag es, wenn Geschichten zu einem (wie auch immer gearteten) Ende kommen.
Sprachlich, wie immer bei Paul Auster und auch die Ideen hinter den Geschichten konnte ich mich aber nicht entziehen, so dass sich für mich immer noch zwei Punkte ergeben.