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Mein Name sei Gantenbein: Roman (suhrkamp taschenbuch) [Broschiert]

Max Frisch
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (50 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

29. Oktober 1975 suhrkamp taschenbuch
Der Erzähler erfindet (»Ich stelle mir vor:«) mögliche Lebensgeschichten dreier Personen: Da ist Gantenbein, der einen Blinden spielt, um so genauer seine Umwelt beobachten zu können. Oder da ist Enderlin, der immer »ein fremder Herr« bleibt. Auch Svoboda muß die Erfahrung machen, daß Liebe und Ehe endlich sind. Übrig im Spiel der erdichteten Rollen bleibt: Gantenbein.

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Mein Name sei Gantenbein: Roman (suhrkamp taschenbuch) + Stiller: Roman (suhrkamp taschenbuch) + Montauk: Eine Erzählung (suhrkamp taschenbuch)
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Produktinformation

  • Broschiert: 304 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 32 (29. Oktober 1975)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518367862
  • ISBN-13: 978-3518367865
  • Größe und/oder Gewicht: 17,4 x 10,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (50 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 60.383 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Max Frisch (1911-1991), einer der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, konnte nicht nur mit dem Wort etwas erschaffen: Er arbeitete auch erfolgreich als Architekt. Über journalistische Arbeiten und erste literarische Versuche fand er schließlich seinen eigenen Stil als Autor. In seinen Essays, Erzählungen, Hörspielen, Dramen und Romanen war er nicht nur ein großer Literat, sondern auch ein streitbarer Humanist. Sein kritischer Geist rieb sich an seiner Schweizer Heimat ebenso wie an Demagogen in aller Welt - um doch anlässlich seines 75. Geburtstags ernüchtert festzustellen: "Am Ende der Aufklärung steht das goldene Kalb." Bekannt wurde er u. a. mit den Romanen "Stiller", "Homo Faber" und "Sein Name sei Gantenbein" sowie Theaterstücken wie "Andorra" und "Triptychon".

Foto (c) Suhrkamp Verlag

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

""Mein Name sei Gantenbein" ist mit Abstand Max Frischs gelungenste erzählerische Arbeit." (Süddeutsche Zeitung) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Max Frisch wurde am 15. Mai 1911 in Zürich geboren und starb am 4. April 1991 an den Folgen eines Krebsleidens in seiner Wohnung in Zürich. 1930 begann er sein Germanistik-Studium an der Universität Zürich, das er jedoch 1933 nach dem Tod seines Vaters (1932) aus finanziellen Gründen abbrechen musste. Er arbeitete als Korrespondent für die Neue Zürcher Zeitung.
Seine erste Buchveröffentlichung Jürg Reinhart. Eine sommerliche Schicksalsfahrt erschien 1934 in der Deutschen Verlags-Anstalt Stuttgart. 1950 erscheint Das Tagebuch 1946-1949 als erstes Werk Frischs im neugegründeten Suhrkamp Verlag. Zahlreiche weitere Publikationen folgten.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
34 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Max Frisch führt in "Mein Name sei Gantenbein" die Brüchigkeit menschlicher Identität vor. Das geht so weit, dass er seine Personen im Roman immer wieder neu erfindet. Der Erzähler selbst tritt in das Geschehen ein, überlegt sich, welche Rolle er annehmen will, und spielt mit der Identität der anderen Personen. Erzählung und Erzähler, Geschichte und Wirklichkeit, wahres und falsches Ich fließen auf verwirrende Art ineinander. Nur die Hauptperson, Gantenbein, bekommt über die Zeit ein greifbares, verfestigtes Ich. Gantenbein tut so, als sei er blind, und freundet sich immer mehr mit dieser Rolle an. Denn plötzlich ändern sich alle seine sozialen Beziehungen: Hinter seiner Blindenbrille kann er die Menschen beobachten, ohne dass sie sich beobachtet fühlen. Sie mögen ihn, weil sie seinen urteilenden Blick nicht zu fürchten haben, und fangen an, sich zu enttarnen. Das Spiel mit den Identitäten ermöglicht es Frisch, einen entlarvenden Blick auf die moderne Gesellschaft zu werfen. Die Menschen versuchen, sich selbst und ihre Geschichte als sinnvolles Kontinuum zu erleben und zu erzählen. Beim Erzählen aber, so die Kernaussage, erfindet sich der Mensch erst, mag die wahre Realität auch ganz anders aussehen als die erfundene. Frischs Roman ist - heute mehr denn je - eine faszinierende Lektüre.
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Frisch setzt sich in diesem Roman vermutlich stärker und deutlicher als zuvor mit dem Problem der Identitätsfindung auseinander: indem das erzählende Ich verschiedene Situationen als einer der drei Protagonisten ,,durchspielt", sucht es nach seiner eigenen Identität. Dabei findet es besonders Gefallen an Gantenbein, deshalb der Titel. Gantenbein ist in der Lage seine Rolle zu wechseln, sein Spiel mit der Gesellschaft hat Erfolg. Svoboda wird nie richtig angenommen, er ist von vornherein der Verlierer. Enderlin kann seine Rolle nicht verändern. Enderlin endet in der Vorausschau eines alltäglichen Ehelebens, eines Lebens, in dem alles voraussehbar ist, indem der Erzähler erstarren würde.
Der Roman bietet eine unendliche Fülle von Randgeschichten, die das Wichtigste sind. Eine eigentliche "Story" gibt es ja nicht zu suchen, da das erzählende "Ich" keine Geschichte, sondern nur eine Erfahrung hat. Ein Teil von ihnen offenbart Witz bis hin zu hintergründigem Humor, andere sind voller Irrationalität, manche voller Lebensphilosophie oder leben von Frischs Thesen, die durchaus nicht ohne Widerspruch bleiben müssen. Er erfindet durch sein "Erzähler - Ich" viele Wirklichkeiten, viele mögliche Begebenheiten, und ebenso erfindet er mehrere mögliche Rollen für das "Ich" sowie für die Partnerin.
Was hinter der Blinden - Rolle des Gantenbein steckt, wird im Roman deutlich ausgesprochen. Man wird ihm eine Welt vorstellen, wie sie in der Zeitung steht, und indem Gantenbein tut, als glaube er's, wird er Karriere machen. Mangel an Fähigkeit braucht ihn nicht zu kümmern; was die Welt braucht, sind Leute wie Gantenbein, die nie sagen, was sie sehen, und seine Vorgesetzten werden ihn schätzen.
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38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großes Meisterwerk 25. August 2004
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
"Mein Name sei Gantenbein" steht meiner Meinung weit über den Schullektüren "Andorra" und "Homo Faber". Sehr subtil geschrieben lässt Frisch die Hauptfigur sich in immer wieder verschiedene Situationen hineindenken, ohne daß der Roman eine wirkliche Handlung hätte.
Bitter die Ironie, daß Gantenbein erst zum glücklichen Menschen wird, nachdem er der Welt vorspielt, blind zu sein und so zu tun, als sähe er deren Fehler nicht.
Ich brauchte 10 Jahre, um mich nach der Schule wieder an Literatur zu wagen, aber dies Buch ist alle Mühe des Lesens wert und macht beim zweiten Lesen erst richtig Spaß.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer bin ich, und wenn ja, wieviele? 9. September 2008
Von Serenus Zeitblom TOP 100 REZENSENT
Format:Broschiert
Frisch mag bekannter sein durch sein konventionelleres "Biedermann und die Brandstifter". In "Mein Name sei Gantenbein" spielt er hingegen virtuos mit Rollen und Personen auf der Meta-Ebene.
Ist ein imaginiertes Leben denkbar - ist der Mensch gar Meister seiner selbst, frei entscheidender Erzähler seines Lebens? Gewisse Lifestyle-Bücher mögen es in teils amerikanischer Manier einfach behaupten; Max Frisch macht die Probe aufs Exempel. Gantenbein ist nur eine der Identitäten des Autors. Blind ist er scheinbar, um die anderen besser zu beobachten. Die Handlung verdient den Namen kaum; komplex geht es zu, doch zieht Frisch den Leser immer mehr in den Bann.

Lesen und genießen, das Nachdenken kommt automatisch.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tom Kadi VINE-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Das erste, was mir auffiel: Es wird unheimlich viel, eigentlich ununterbrochen geraucht und weil das Buch von Max Frisch geschrieben wurde: meist Pfeife. Damit ist klar. Das kommt von weit her. Die Gespräche über Kommunismus, den Ost West Konflikt, aber auch die Verschlammung der Seen. Das Männer- und insbesondere das Frauenbild. Beim Lesen sehe ich die Menschen eingezwängt in ihre Kleidung, diese Frauen in ihren Kostümen und hochhackigen Schuhen, diese Männer mit den messerscharf gebügelten Hosenfalten. All das sind Melodien, ist ein Rhythmus aus einer bleiernen Zeit der frühen 60er Jahre. Und hier kommt der einzige Einwand: Max Frisch ist ein Kind seiner Zeit und was er über Männer und Frauen kundtut, ist heutzutage manchmal schwer erträglich. Aber dann gibt es ein Grundthema, von dem der ganze Roman erfüllt ist - die Eifersucht, die Angst betrogen zu werden, betrogen worden zu sein, ein paranoisches Gefühl, dem sich die männliche Hauptfigur immer wieder quälend aussetzt und all das ist auch quälend zu lesen, aber gerade deshalb brillant. Immer wieder wird neu angesetzt, um es darzustellen, die Situationen werden durchgespielt. Was wäre, wenn er sich jetzt nicht so sondern anders verhalten hätte? Beide Positionen werden dargestellt, die des Liebhabers, des Nachfolgers und die des Sitzengelassenen, der blind für all das ist, was um ihn vorgeht und gleichzeitig doch ganz genau spürt, dass und wie sich sein Verhältnis zu seiner Frau verändert. Insofern ist die Blindheit Gantenbeins nur eine Metapher für seinen Umgang mit der Beziehungskrise, seinen Ängsten, der Trennung.
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„Mein Name sei...“ Mit dieser beschwörenden Formel verwandelt sich der Erzähler in Frischs Roman in andere Persönlichkeiten, wechselt seine Identität und... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von dadaxel veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Die Leichtigkeit des Seins
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Vor 7 Monaten von Gerhard Kemme veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen "Ich weiß nicht, wozu ich das erzähle"
Dieser Satz auf Seite 25 enthält irgendwie in nuce das ganze Elend dieses Werkes. An dessen Anfang tritt uns ein Ich-Erzähler entgegen, offenbar ein Autor, der... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Praetorius veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Ein sehr philosophischer Roman
Landläufig wird angenommen, dass eine Biografie etwas Festes ist, gerade der Teil, der hinter einem liegt. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Th. Leibfried veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Geschichten wechseln wie Kleider...
Max Frisch (1911-1991), ausgebildeter Architekt und sicher einer der wichtigsten schweizerischen Schriftsteller veröffentlichte diesen sehr interessanten 3. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Shaun veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ich stelle mir vor ...
... mein Name sei Gantenbein.

Der Protagonist durchspielt drei verschiedene Identitäten. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von resina veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Max Frisch : Biedermann und die Brandstifter
"Biedermann und die Brandstifter" hatte ich in meiner Jugend gelesen und auf der Bühne gesehen.
Ich denke, es ist weiterhin aktuell und sollte wieder gelesen werden !!!
Veröffentlicht am 15. Juni 2012 von Ingrid Kroschel
5.0 von 5 Sternen Geschenk ist gut angekommen, danke!
Das Hörbuch war ein Weihnachtsgeschenk und war genau richtig. Der Beschenkte ist ein leidenschaftlicher Max Frisch-Fan und hat sich sehr gefreut, er kannte dieses Werk noch nicht... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Februar 2012 von Ute Onken
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