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Mein Name sei Gantenbein. [Broschiert]

Max Frisch
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (45 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1998
Der Erzähler erfindet (»Ich stelle mir vor:«) mögliche Lebensgeschichten dreier Personen: Da ist Gantenbein, der einen Blinden spielt, um so genauer seine Umwelt beobachten zu können. Oder da ist Enderlin, der immer »ein fremder Herr« bleibt. Auch Svoboda muß die Erfahrung machen, daß Liebe und Ehe endlich sind. Übrig im Spiel der erdichteten Rollen bleibt: Gantenbein.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .


Produktinformation

  • Broschiert: 287 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518394584
  • ISBN-13: 978-3518394588
  • Größe und/oder Gewicht: 17,4 x 10,6 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (45 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 400.509 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

""Mein Name sei Gantenbein" ist mit Abstand Max Frischs gelungenste erzählerische Arbeit." (Süddeutsche Zeitung)

"René Magrittes Bild "Die Liebenden" zeigt einen Mann und eine Frau, eng und blind beieinander, jedes Gesicht von Tuch umhüllt. Das Hörspiel, zu dem Rudolf Noelte Frischs Roman kondensiert hat, klingt, als würden diese Liebenden ihre Geschichte erzählen, die vom Glück der Täuschung und von der Zartheit der Lüge. ... 1967 entstand diese Produktion - muss man noch mehr dazu sagen, als dass man ihr die 39 Jahre keine Sekunde lang anhört?" (Die Zeit) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

Über den Autor

Max Frisch wurde 1911 in Zürich geboren und starb 1991 ebenda. Er studierte Germanistik an der Universität Zürich (1930-1934) und Architektur an der ETH Zürich (1936-1940). Ab 1931 arbeitete er als Journalist, später als freier Schriftsteller. Seine zahlreichen Auslandsreisen führten ihn u.a. 1951/1952 für einen längeren Aufenthalt in die USA. Max Frisch hat ein großes literarisches Werk geschaffen, das mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde, unter anderem 1958 mit dem Georg-Büchner-Preis und 1976 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Max Frisch führt in "Mein Name sei Gantenbein" die Brüchigkeit menschlicher Identität vor. Das geht so weit, dass er seine Personen im Roman immer wieder neu erfindet. Der Erzähler selbst tritt in das Geschehen ein, überlegt sich, welche Rolle er annehmen will, und spielt mit der Identität der anderen Personen. Erzählung und Erzähler, Geschichte und Wirklichkeit, wahres und falsches Ich fließen auf verwirrende Art ineinander. Nur die Hauptperson, Gantenbein, bekommt über die Zeit ein greifbares, verfestigtes Ich. Gantenbein tut so, als sei er blind, und freundet sich immer mehr mit dieser Rolle an. Denn plötzlich ändern sich alle seine sozialen Beziehungen: Hinter seiner Blindenbrille kann er die Menschen beobachten, ohne dass sie sich beobachtet fühlen. Sie mögen ihn, weil sie seinen urteilenden Blick nicht zu fürchten haben, und fangen an, sich zu enttarnen. Das Spiel mit den Identitäten ermöglicht es Frisch, einen entlarvenden Blick auf die moderne Gesellschaft zu werfen. Die Menschen versuchen, sich selbst und ihre Geschichte als sinnvolles Kontinuum zu erleben und zu erzählen. Beim Erzählen aber, so die Kernaussage, erfindet sich der Mensch erst, mag die wahre Realität auch ganz anders aussehen als die erfundene. Frischs Roman ist - heute mehr denn je - eine faszinierende Lektüre.
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Frisch setzt sich in diesem Roman vermutlich stärker und deutlicher als zuvor mit dem Problem der Identitätsfindung auseinander: indem das erzählende Ich verschiedene Situationen als einer der drei Protagonisten ,,durchspielt", sucht es nach seiner eigenen Identität. Dabei findet es besonders Gefallen an Gantenbein, deshalb der Titel. Gantenbein ist in der Lage seine Rolle zu wechseln, sein Spiel mit der Gesellschaft hat Erfolg. Svoboda wird nie richtig angenommen, er ist von vornherein der Verlierer. Enderlin kann seine Rolle nicht verändern. Enderlin endet in der Vorausschau eines alltäglichen Ehelebens, eines Lebens, in dem alles voraussehbar ist, indem der Erzähler erstarren würde.
Der Roman bietet eine unendliche Fülle von Randgeschichten, die das Wichtigste sind. Eine eigentliche "Story" gibt es ja nicht zu suchen, da das erzählende "Ich" keine Geschichte, sondern nur eine Erfahrung hat. Ein Teil von ihnen offenbart Witz bis hin zu hintergründigem Humor, andere sind voller Irrationalität, manche voller Lebensphilosophie oder leben von Frischs Thesen, die durchaus nicht ohne Widerspruch bleiben müssen. Er erfindet durch sein "Erzähler - Ich" viele Wirklichkeiten, viele mögliche Begebenheiten, und ebenso erfindet er mehrere mögliche Rollen für das "Ich" sowie für die Partnerin.
Was hinter der Blinden - Rolle des Gantenbein steckt, wird im Roman deutlich ausgesprochen. Man wird ihm eine Welt vorstellen, wie sie in der Zeitung steht, und indem Gantenbein tut, als glaube er's, wird er Karriere machen. Mangel an Fähigkeit braucht ihn nicht zu kümmern; was die Welt braucht, sind Leute wie Gantenbein, die nie sagen, was sie sehen, und seine Vorgesetzten werden ihn schätzen. Hier wird hinter der speziellen Intention des Blind - Spielens eine scharfe Zeitkritik sichtbar, welche die vielen, tatsächlich lebenden "Gantenbeins" aufs Korn nimmt.

4 Sterne für das Meisterwerk und auch nur weil es Anfangs doch schwer war sich in diese "Nicht-Story" hineinzulesen.

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37 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großes Meisterwerk 25. August 2004
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
"Mein Name sei Gantenbein" steht meiner Meinung weit über den Schullektüren "Andorra" und "Homo Faber". Sehr subtil geschrieben lässt Frisch die Hauptfigur sich in immer wieder verschiedene Situationen hineindenken, ohne daß der Roman eine wirkliche Handlung hätte.
Bitter die Ironie, daß Gantenbein erst zum glücklichen Menschen wird, nachdem er der Welt vorspielt, blind zu sein und so zu tun, als sähe er deren Fehler nicht.
Ich brauchte 10 Jahre, um mich nach der Schule wieder an Literatur zu wagen, aber dies Buch ist alle Mühe des Lesens wert und macht beim zweiten Lesen erst richtig Spaß.
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Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen Ein sehr philosophischer Roman
Landläufig wird angenommen, dass eine Biografie etwas Festes ist, gerade der Teil, der hinter einem liegt. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Tagen von Th. Leibfried veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Geschichten wechseln wie Kleider...
Max Frisch (1911-1991), ausgebildeter Architekt und sicher einer der wichtigsten schweizerischen Schriftsteller veröffentlichte diesen sehr interessanten 3. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Shaun veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ich stelle mir vor ...
... mein Name sei Gantenbein.

Der Protagonist durchspielt drei verschiedene Identitäten. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von resina veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Max Frisch : Biedermann und die Brandstifter
"Biedermann und die Brandstifter" hatte ich in meiner Jugend gelesen und auf der Bühne gesehen.
Ich denke, es ist weiterhin aktuell und sollte wieder gelesen werden !!!
Vor 11 Monaten von Ingrid Kroschel veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Geschenk ist gut angekommen, danke!
Das Hörbuch war ein Weihnachtsgeschenk und war genau richtig. Der Beschenkte ist ein leidenschaftlicher Max Frisch-Fan und hat sich sehr gefreut, er kannte dieses Werk noch nicht... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Ute Onken veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen "Ich probiere Geschichten an wie Kleider!"
Der Titel ist Programm in diesem zum Hauptwerk gehörenden Buch Frischs. "Ich stelle mir vor..." beginnt oftmals der Erzähler, um seine verschiedenen Identitäten bzw. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Graf veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Über die Möglichkeit weitere Realitäten zu schaffen
Max Frisch gelingt es in diesem Buch die Vorstellung des Menschen, dass nur das Erfahrene, das so zu sagen Wirkliche, von Bedeutung ist zu überwinden. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Fabian veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Mein Name ist Hase und ich hab irgendwie nichts begriffen
Unendlich viele Geschichten aneinandergereiht. Welche stimmt jetzt? Stimmt überhaupt eine? Spricht nun Gantenbein, Enderlin oder Svoboda? Dreh-und Angelpunkt ist Lila. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. März 2011 von B. Kugler
3.0 von 5 Sternen Eine Frage der Lebenserfahrung?
Von allen Werken Frischs, die ich bisher gelesen habe, hat mir dieses am wenigsten zugesagt. Ich denke es liegt vor allem daran wie er sein Thema Identitaetsfindung hier angeht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. September 2009 von J. Bischoff
1.0 von 5 Sternen Langweilig.
Vorerst: Ich mag "Homo Faber" und "Stiller" und habe bereits mehrere Bücher von Max Frisch gelesen. Mit "Mein Name sei Gantenbein" kann ich mich nicht anfreunden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. September 2009 von Braunbär
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