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Diese Elemente werden auf sehr amüsante Weise miteinander verknüpft in der Geschichte von Nobody, der als ambitionierter Revolverheld im Jahre 1899 sein großes Idol, den legendären Pistolero Jack Beauregard (gespielt von Henry Fonda in seiner letzten Western-Rolle, und erst seiner zweiten unter Sergio Leone nach Spiel mir das Lied vom Tod) herausfordern will. Bevor Beauregard sich friedvoll zur Ruhe setzen kann, inszeniert Nobody für sich und ihn einen Showdown von geradezu epischen Proportionen, während der großartige Ennio Morricone das Übermaß an originellen Szenen mit einem nicht weniger verspielten Soundtrack unterlegt (unter anderem eine ironische Verwendung von Wagners Ritt der Walküren). Tonino Valerii wird berechtigterweise als Regisseur des Films geführt, jedoch steuerte Leone ebenfalls signifikante Teile bei (wie beispielsweise die Eröffnungsszene). Das Endergebnis ist ein wundervoller Film mit erstaunlichem Nachklang, den Steven Spielberg später als seine liebste Leone-Produktion bezeichnete. Warum, ist leicht zu erkennen: Wie so viele von Spielbergs eigenen Filmen, geht auch Mein Name ist Nobody gleichsam als Kunst und als Unterhaltung durch. -- Jeff Shannon
Der Film/Die Story: Terence Hill mimt den "Nobody", den ideelen Gegenspieler des alternden Revolverhelden Jack Beauregard (Henry Fonda). Nobody auf der einen Seite als neunmalkluger Emporkömmling der neuen Generation, der seinem Idol Jack im Jahre 1899 zum Ende der Ära des Wilden Westens einen guten Abgang verschaffen will, um Jack endgültig zur Legende zu machen und um danach dessen Platz einzunehmen.
DVD-Inhalt: Neben dem Film in unglaublich guter Qualität mit restauriertem und korrigiertem Bild und Ton (Beispiel: der Himmel in diesem Film ist bisher nie Blau gewesen - bis zu dieser DVD) findet man auf der zweiten DVD
1. eine 75-minutige Dokumentation "Nobody is Perfect: Leones Grabgesang auf den Western der alten Generation". Neben dem sehr ehrlichen Interview mit Terence Hill sieht und hört man vor allem eine wirklich gut recherchierte Film-Interpretation, die jedem Kunst-Studenten zu Ehre gereichen würde. Klasse
2. 35min "NOBODY 'Dusted' - Der Film vor und nach der Restauration". Dies ist ein weiterer Leckerbissen der zweiten DVD. Nicht nur ist dies das beste "Making Of" eines Filmes, das ich je gesehen habe. Es stellt aufgrund seiner Qualität zugleich die derzeit einzige legitime Film-Dokumentation der Heimkino-Geschichte (neudeutsch "home entertainment") dar. Dieses Making Of ist nach all dem Promo-Mist, den man sonst so geliefert kriegt so gut, das einem Freundentränen kommen ;-)
3. "Wanted: Nobody" - seltene Sammlerstücke zum Film wurden für diesen Teil der Dokumentation abgelichtet - die Präsentation ist proffesionell und spannend zugleich mit guten Bildern und Erklärungen dazu - sogar mit Hinweisen auf Schreibfehler und ähnlichem. Im Grunde eine wirklich gut gemachte Dia-Show.
Der dritte Teil dieser DVD ist außerdem mit dem kompletten Soundtrack (natürlich restauriert) zum Film unterlegt - zuer Erinnerung: dieser war vom Groß-Meister der Film-Musiken, Ennio Morricone (Spiel mir das Lied vom Tod; The Good, the Bad, the Ugly). Man darf nicht vergessen das es bislang nur eine LP-Version vom Soundtrack in Deutschland gibt. Einzig in Italien, soweit ich weiß, gibt es eine CD-Fassung.
4. "Nobody in the News" - hier werden inoffizielle Presse-Herausgaben zum Film gezeigt. Kurz gesagt: Hier seht ihr was die Kino so an Promo-Material bekommen. Außerdem sieht man hier Abschriften der Radio-Werbung und Ähnliches.
5. "Nobody in 8mm" 20 Minuten des 8-Millimeter Heimkino-Originals. Man muß sich vor augen führen, das die 8mm Heimkino-fassung selber nur knapp über 30 Minuten lang war. Dieser Teil der DVD kann man als faszinierend bezeichnen, erschreckend vielleicht womit man ich früher abgefunden hat, damit man zuhause Kino gucken konnte.
Resumee: Die DVD "Mein Name ist Nobody" ist für jeden, der den Film kannte und mochte (und für Fans sowieso) ein absolutes "must have". Der Preis ist lächerlich niedrig im Vergleich zu dem, was man dafür erhält. Wer den Film nicht kennt, für den lohnt sich der Film bestenfalls wegen des guten Soundtracks - Italo-Western im Allgemeinen und die verqueere Handlung hier im Speziellen sind auf jeden Fall nicht jedermanns Sache. Andererseits: Film-Geschichtlich ist der "Mein Name ist Nobody" ein Meilenstein der Filmgeschichte. Dieser Film, noch merh als sein schwacher Nachfolger, war der Glockenschlag für das Ende der Ära der Westernfilme.
Was der Zuschauer zu sehen bekommt, ist einer der schönsten und besten Western, die es gibt. Seine verspielte und dennoch zutiefst melancholische Art verleihen ihm auch bei mehrmaliger Lektüre einen Reiz wie kaum an anderer Wildwestfilm.
Grandiose Bilder, (wieder einmal) die unvergessliche Filmmusik von Ennio Morricone und ein trauriger Abgesang auf den Wilden Westen und seine Helden (hier verkörpert durch Altmeister Henry Fonda) und eine tüchtige Brise Spaghettiwestern-Humors vereinen sich zu einem wundervollen und vollkommen unterschätzten Meisterwerk.
Seit Jahren lließ diese längst überfällig DVD-Veröffentlichung auf sich warten.
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