15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Liebevoll restauriertes Meisterwerk, 24. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Mein Name ist Nobody & Nobody ist der Größte (4 DVDs) (DVD)
...und um es direkt zu sagen: Das Meisterwerk ist natürlich nur Mein Name ist Nobody, denn Nobody ist der Größte fällt demgegenüber eindeutig stark ab.
Zum Film selbst sagt die amazon-eigene Rezension bereits genug, deshalb beschränke ich mich auf die DVD selbst.
Sehr hübsch aufgemacht erst einmal und vor allem - nie sah Nobody besser aus. Detail- und farbgetreu und endlich vollständig, inklusiver aller Stücke, die bei den verschiedenen Super8-, VHS-, TV- und Laserdiscfassungen noch fehlten.
Offensichtlich waren hier echte Fans am Werk, wie man im Bonusmaterial merkt. Besonders das Feature zur Restaurierung von "Mein Name ist Nobody" lässt einen immer wieder bewundernd den Kopf schütteln - absolut wahnsinnige Leute am Werk, die sich augenscheinlich alle verfügbaren Fassungen besorgt und verglichen haben (einfach mal so, um zu zeigen, was die verschiedenen Ausgaben ausmacht und wie viel besser die aktuelle Fassung ist), und schließlich von der besten noch existierenden 35mm Negativkopie der 1. Generation (sprich: einer direkten Kopie des durch die Kameras gelaufenenen Negativs) die DVD-Fassung erstellt haben. Mit Korrekturen in der Synchronizität von Ton und Bild und mühevoller Entfernung von Fuseln etc. aus dem Bild.
Schön auch, dass man sich bei "Nobody ist der Größte" nicht scheut, den Film im Feature deutlich zu kritisieren. Auch schön, dass man neues Interviewmaterial mit Terence Hill zu bieten hat, auch wenn der unterm Strich relativ wenig inhaltlich Neues oder Aufregendes von sich gibt.
Fazit: Einde absolut gelungene und liebevoll gemachte DVD-Veröffentlichung; wäre schön, wenn man jedem Film eine solche Behandlung zukommen lassen würde.
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39 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Terence Hill Lieblingsfilm! Aber der Bonus: Schämt Euch!, 13. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Mein Name ist Nobody & Nobody ist der Größte (4 DVDs) (DVD)
Mein erster Gedanke: ENDLICH gibt es diesen Film auf DVD!
Nobody gehört auf jeden Fall zu meinen Lieblingsfilmen, in Terence Hill war ich schon als kleines Mädchen verliebt und finde ihn auch heute noch einfach klasse!
Jetzt zuerst das Negative - es lässt mich einfach nicht los:
Ich habe mich auf das Bonusmaterial sehr gefreut: "Exclusive, ca. 75-minütige Dokumentation" zu Nobody, dazu 60 Minuten zu Nobody ist der Größte - was will man mehr...
Ich dachte, man erfährt ein Paar Insider von damals, man darf einen Blick hinter die Kulissen werfen, soweit heutzutage noch was von dem Material da ist, und natürlich hatte ich auf ein schönes, ausführliches Interview mit Terence Hill gehofft.
Doch dann musste ich das GRAUEN erleben:
Von dem, was ich auf der Bonus DVD sehen musste (außer den Menüs, die sind wieder super), war ich einfach nur enttäuscht - und ich rege mich auch jetzt noch darüber auf - WER zum Geier hat SOWAS verbrochen???:
Die Dokumentationen auf BEIDEN DVDs (die ja den Hauptteil des Bonusmaterials ausmachen, der Rest sind z.B. Abbildungen der Cover von Super8 Filmen oder verschiedensprachige Filmplakate, hmmm... naja) bestehen rein daraus, die - vermeintlichen - Charaktermängel bzw. sonstigen Lebens-/Regiefehler Sergio Leones genüsslich auszuschlachten, da wird gesprochen von seinem Ende, seinem Scheitern, Versagen und Untergang... meist anhand von komplett an den Haaren herbeigezogenen Argumenten. Wo kommt nur soviel Negativität her?
Ich habe mich nie mit dem Leben Sergio Leones beschäftigt, aber DIESE Dokumentationen lassen zumindest kein einziges gutes Haar an ihm. Man hat das Gefühl, wirklich im „falschen Film" zu sein. (Ich habe aber am Wochenende Gottseidank noch „die lange Sergio Leone Nacht" im TV entdeckt, wo wesentlich objektiver (!) und interessanter berichtet wurde.)
Der Film „Nobody" selbst - wegen dem man sich wohlgemerkt die DVD überhaupt zugelegt hat - wird regelrecht niedergemacht und zerpflückt.
Allein dass der Film von zwei verschiedenen Regisseuren gedreht wurde, habe zur Folge, dass er unabgestimmt und „gespalten" sei. Manchmal sehe man epische, ruhige, „lyrisch sensible" Szenen, manchmal (angeblich) unangebracht alberne, die den Film sozusagen vermiesen, stören, sogar einen „Schatten" über den gesamten Film werfen würden und überhaupt unvereinbar mit dem sonstigen Stil seien.
Ein besonders schönes Beispiel dafür, wie weit hergeholt die Kritik ist (es geht um die Filmmusik): Im Bild eine weiße Seite mit einem gezeichneten Ennio Morricone, darauf erscheint links ein Bild aus einer Szene mit „Nobody". Das (fröhliche) „Nobody" Thema wird angespielt. Dann erscheint zusätzlich rechts ein Bild von „Jack Beauregard", und gleichzeitig beginnt das (sentimentale) „Jack Beauregard" Thema. Dieser Musik-Wirrwarr hört sich dann natürlich so an, wie es eben klingt, wenn man zwei Lieder zur selben Zeit abspielt! Anhand dieses intelligenten, toll nachvollziehbaren Beispiels wird nun bemerkt: Schon hieran könne man „ironischerweise" die „Spaltung", die Unvereinbarkeit der von Leone und der von Valerii gefilmten Szenen erkennen, also dass im Film „Nobody" generell einiges nicht zusammenpasst. Ohne Worte...
Naja, ich gebe es ja zu: Ich setze mich auch immer, wenn ich einen Film gesehen habe, mit der Filmmusik zu Hause hin und lassen alle Stücke auf einmal laufen, um herauszufinden, ob ein Film epische und lyrische Sensibilität aufweist...
Aber weiter im Text:
Der Film wird als „unausgeglichen", später als „verworren", sogar als „Farce" bezeichnet, einzelne Teile der Filmmusik (gesungener Kinderreim während einer Prügelszene) als „schwer verdaulich" beschrieben. Leone wird sogar unterstellt, bestimmte („alberne") Szenen nur eingefügt zu haben, um seinem 2. Regisseur Valerii den Film „kaputtzumachen". Alles in Allem hatte ich den Eindruck, dass diese Dokumentationen von jemandem verfasst wurden, der entweder keine Lust darauf hatte und sich deshalb auf das Uninteressanteste an der gesamten Geschichte gestürzt hat, oder von jemandem, der sich besonders abheben wollte vom Rest (der Welt) - aber zu welchem Preis!
Bleibt nur zu sagen:
Absoulte Themaverfehlung! Sechs, setzen!
Zur Filmmusik noch eins: Mir hat es immer gefallen, dass der Film eine so vielseitige Musik bietet - viel schöner, als immer wieder mit demselben Thema in einer anderen Tonart (oder vielleicht auch mal als Blues-Version oder in Moll) bedudelt zu werden.
Es ist einfach traurig, dass man zu so einem schönen Film wie „Nobody" nichts Besseres als Bonusmaterial gefunden hat als eine dritt(?)klassige Sergio-Leone-Abrechnung.
Nichts gegen Kritik - Leone kann schon ein schwieriger Mensch gewesen sein - aber ob eine so ausführliche Abhandlung zu Leone, egal ob positiv oder negativ, dann ausgerechnet auf dieser DVD etwas zu suchen hat, sei dahingestellt...
Es gibt meiner Meinung nach in diesem Film weitere wichtige(re) Personen, zu denen ich gerne mehr gesehen hätte: z.B. eine Dokumentation über den Werdegang oder das Leben von Hill und/oder Fonda, oder ein ausführliches Interview mit Terence Hill.
Zwar zeigen die Dokumentationen zwischendurch auch Teile eines Interviews mit Terence Hill, jedoch kommt es einem so vor, als werden dessen Antworten in einen ganz anderen Zusammenhang eingebunden, ihm sozusagen andere Aussage-Absichten „in den Mund gelegt". Beispiel: Nachdem er „Nobody ist der Größte" bis in die tiefsten Abgründe hinunterkritisiert hat (und sooo schlecht ist er nun wirklich nicht - wenn er auch an „Nobody" nicht heranreicht), erklärt der Sprecher, „selbst Terence Hill" reagiere, auf die Handlung des Filmes angesprochen, „ungewöhnlich wortkarg". Dieser erklärt jedoch in seiner Antwort lediglich den Unterschied zwischen beiden Filmen - beginnend mit der Erklärung, dass der zweite Film nicht direkt eine Fortsetzung von Nobody ist, sondern einfach ein weiterer Western mit einer eigenen Geschichte, gedreht von einem anderen Regisseur.
Ich möchte nicht wissen, welche Fragen Terence Hill eigentlich beantwortet hat, die dann in einen vollkommen anderen Zusammenhang gestellt wurden. Ich an seiner Stelle wäre jedenfalls ganz schön enttäuscht.
Die Bonus-DVD zu „Nobody ist der Größte" enthält dann letztendlich zwar noch ein Interview mit Terence Hill, aber das ist noch nicht mal 9 Minuten lang und enthält gerade noch die Szenen, die in den Dokumentationen nicht verwertet wurden.
Einfach nur SCHA(N)DE...
Jetzt aber ENDLICH zur Überarbeitung des Filmmaterials:
SUPER! Aus dem doch schon 30 Jährchen alten Film hat man qualitätsmäßig erfreulicherweise das Beste herausgeholt. Klare, scharfe Bilder, schönes, großes, breites Bild. Sehr schön!
Auch die Menüs sind gut gemacht - und es wurden genau die richtigen Szenen incl. Musik ausgewählt.
Über den Film selbst braucht man wohl kein Wort mehr zu verlieren. Terence Hill als Nobody - man muss ihn einfach gern haben!!! (Ich jedenfalls tu's.)
Die englische Originaltonspur ist dabei - sehr gut. Die hat mich schon immer mal interessiert, selbst wenn Terence Hill auch da synchronisiert wurde. Hier sieht und hört man den Film einmal so, wie er eigentlich vorgesehen war, und man wird nicht enttäuscht: Es bleibt ein witziger, schöner Western mit einem freundlichen, lustigen und einfach liebenswerten Alleskönner Nobody, der einfach der Beste ist - und bleibt.
Und das auch ohne die für diese Zeit typische deutsche Extrem-Synchronisation ("Lass lieber Dein Pusterohr im Schlafanzuch"), die die Hauptfiguren im Deutschen sogar Witze reißen lässt, wenn sie im Film nicht einmal den Mund öffnen :-).
Aber ich mag den Film trotzdem auch auf Deutsch, denn so kenne ich ihn, seit ich klein war, und habe auch mit der überdrehten Slapstick-Synchro immer wieder Spaß daran.
Daher habe ich es auch nicht übers Herz gebracht, weniger als 5 Sterne zu vergeben, dazu find ich den Film einfach zu gut - Bonus hin, Bonus her.
FAZIT:
Auf jeden Fall kaufen, sich dran freuen und die Bonus Discs am Besten gleich einmotten.
In diesem Sinne:
Abuschda!
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Diese Nobody-Box ist die Größte, 22. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Mein Name ist Nobody & Nobody ist der Größte (4 DVDs) (DVD)
Endlich gibt es die beiden NOBODY-Filme in der wohl besten Qualität, die man sich als Fan sicherlich auch von anderen Filmen aus dieser Zeit wünschen würde. Auch wenn man heute fast 30 Jahre später sicherlich viele Filme aus dieser Zeit durchaus kritischer betrachten mag, so gehören beide Filme zu den besseren Vertretern dieser Zeit. Dabei ist es doch mir als Fan egal, ob es nun Kritiker gibt, die das anders sehen. Wer diese beiden Filme mag, wird sicherlich kaum die Meinung von Kritikern interessieren.
In jedem Fall ist die digitale Aufbereitung sehr gut gelungen, auch wenn manchmal die Darsteller sehr braune Gesichter und Bordell-rote Lippen haben. Auch bei der Synchron der fehlenden Teile (speziell bei Nobody ist der Größte) hat man immerhin Thomas Danneberg und die Sprecherin von Miou-Miou wieder angestellt. Dass man Michael Chevalier nicht mehr genommen hat ist sehr bedauerlich. Der hätte trotz seiner stimmlichen Veränderung erheblich besser gepasst, als der absolut ausdruckslose Ersatzsprecher. Überhaupt wirken die eingefügten Szenen fehl am Platz (auch wenn man damals schon im Kino merkte, dass die TOBIS wieder einen Film für den deutschen Markt gekürzt" hatte und man sich immer fragte, warum da was fehlt.) Jetzt eingefügt wirken die Szenen nur zäh und unpassend. Auch die Stammsprecher schienen für die eingefügten Teile keine rechte Lust oder ein fades Synchronbuch bekommen zu haben.
Aber man sollte wirklich nicht immer nur meckern. Das Bonusmaterial ist gar nicht so schlecht, wie viele Rezessionen behaupten. Wenn man darauf hinweist, dass es Reiberein während der Produktion gab und Sergio Leone vereinzelt eingriff, ändert dass überhaupt nichts an der Qualität der beiden Filme noch an dem Ansehen des großen Meisters des Italo-Westerns - zumindest für mich nicht. Sicherlich ist das Filmgeschäft härter und passt nicht so ganz zur locker flockigen Art des Filmes. Es kann sich ja jeder selbst ein Bild machen und ggf. auf die Bonus-Beiträge verzichten. Positiv sehe ich, dass es endlich mal Infos über Filme aus dieser Zeit gibt. Bisher kennt man Bonus-Material eigentlich nur von aktuellen US-amerikanischen Blockbustern. Sicherlich kann man über die Aussagen diskutieren, aber das macht die Filme nicht schlechter. Ich habe in jedem Fall sowohl die Filme genossen als auch die Infos angeschaut. Ich finde es mutig von Paramount auch kritische stimmen zu Wort kommen zu lassen. Es wäre schön, wenn man öfter Informationen statt die üblichen MAKING OF-Filme" erhält, die in der Regel eh nur Werbefilmchen sind.
Bedauerlicherweise hat man am Ende von Nobody ist der Größte" das Ende weggelassen, bzw. durch Endtitel ersetzt. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, dass Nobody zum Ende des Filmes auf einem Berg sitzt und ein Adler über ihn hinweg zieht. Damit schließt sich der Kreis, denn Nobody erzählt zu Beginn des Filmes, dass er genau dies in einer Vision gesehen hat. Wenn man beim Nachspann genau hinhört, kann man auch noch den Adler hören. Warum man diese kurze Sequenz weggelassen hat, bleibt wahrscheinlich ein Geheimnis der Paramount.
Dennoch kann man nur hoffen, dass es bald mehr solcher Special Editions geben wird, die so liebevoll restauriert wurden- deshalb 5 Sterne als Ansporn für weitere positive Überraschungen dieser Art.
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