Es ist ein Spielfilm. Also erfunden. Historisch gab es die Begegnung.Für Bach letztlich ohne Ertrag, sein Wunsch, sich zu verändern, erfüllte sich nicht. Aber dieser Film ist ein Spiel. Man sollte also nicht fragen,ob Vogel den grossen Friedrich darstellt. Oder Glowna den Bach. Es ist ein Spiel zwischen dem König der Preussen und dem König der Musik. Im Reich der Musik dominiert natürlich Bach, aber der grosse Friedrich hat sonst das Sagen. Bemerkenswert, wie diese Anteile an der Persönlichkeit herausgestellt werden, die natürlich auch vorhanden waren.
Neben dem Aufklärer gab es auch den harten,herzlosen König, der über andere, einschliesslich seiner Familie notfalls absolutistisch regierte.
Ein solches Verhalten, bei seiner Erziehung eigentlich kein Wunder, wird bei der Hagiographie meist verschwiegen. Grossartig, wie Jürgen Vogel diesen gemeinen alten Fritz gibt.
Bach hat in diesem Spiel gar nichts Höfisches, er ist Handwerker auf höchsten Niveau. Glowna gibt ihm die Aura eines im Dienst ziemlch verbrauchten Greises.
Eine interessante Idee, diese beiden " Herrscher" miteinander in eloquenter Konkurrenz zu erleben, von den beiden Protagonisten überzeugend umgesetzt.