Steve McQueen ein Mythos ein Held und das Idol einer ganzen Generation. Nun ist das Buch MEIN McQUEEN von Christian Krug (Herausgeber) und Marshall Terrill erschienen das sein Leben und den Mann hinter dem Mythos beleuchtet, sogar mit Photos aus dem Privatbesitz der Ehefrau Barbara McQueen. Als Mann fühlt man sich gleich leichter ums Herz wenn man hört das Steve McQueen eher ein Sixpack Bier mit nach Hause brachte als einen Blumenstrauß, obwohl diese Zeiten für uns Männer wohl für immer vorbei sind?! Das Buch gerät bisweilen sehr intim und anrührend, insbesondere wenn es am Ende von der Krankheit und dem Kampf Steve McQueens berichtet - ein echtes Stück Zeitgeschichte über den wohl coolsten Mann und Draufgänger aller Zeiten.
Steve McQueen war drei Mal verheiratet, zuletzt mit eben der Barbara McQueen die nun über die schönsten Jahre ihres Lebens spricht und auch über den Tod dieses Schauspielers in einer Klinik in Mexiko unter eigenartigen Umständen.
McQueen war wohl der letzte Schauspieler der sich noch vollkommen als all american man sah und das auch so lebte, er mochte Bier in Massen, fuhr gerne Motorrad, aß Schweinekotletts und aß mit Vorliebe Schokoladenkuchen. Was ist das für ein Unterschied zu den heutigen Schauspielern...
Interessant auch wie er sich gegenüber Kollegen und Filmcrew verhielt, da er sehr ungeschliffen war sagte er den Leuten auch seine Meinung direkt ins Gesicht. Aber privat schien er anders zu sein und Barbara zeigt einige der privaten Photos die ihn so zeigen wie nur sie ihn photographieren durfte.
Am Ende seines Lebens wirkt er mit seinem Vollbart und der Kleidung wie ein Farmer auf Rotwildjagd. Er wollte seinen Hobbys nachgehen und das machen was er als Mann wollte, ohne Rücksicht darauf, dass er noch weitere tolle Filme hätte drehen können - wozu er wollte seinen Frieden und seine Freiheit.
Doch dann passierte es, er wurde krank, magerte ab und bettlägerig. Krebs war die Diagnose und die Heilmethode mit Kaffeeeinläufen in Mexiko war letztendlich nicht erfolgreich, viele versuchten sogar im Sterben noch an ihm zu verdienen, doch er starb nach einer OP und ob er das Bewusstsein wieder erlangte und mit Barbara sprach wird wohl ihr Geheimnis bleiben.
Das ein Fotograf in die Leichenhalle einbrach, das Leichentuch wegzog und für eine französische Zeitung ein Photo des toten Steve McQueen machte, das diese Zeitung sogar druckte, empfinde ich als unglaublich beschämend - wie tief muss man sinken, um sich für Geld für so etwas kaufen zu lassen?!
Der besitz von Steve McQueen wurde schnell nach seinem Tod verkauft und in alle Winde zerstreut, selbst engste Freunde machten Vererbtes kurz danach zu Geld - schade.
Und dennoch, es bleibt auch nach diesem Buch der Mann hinter Mein McQueen unscharf und entzieht sich der Betrachtung.
Ein Buch wie ein Schlaglicht auf einen Ausnahmeschauspieler - einen zweiten Steve McQueen wird es nie wieder geben!
Empfehlenswert!