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Produktinformation
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Philip Roth läßt die Geschichte einen ehemaligen Schüler von Iras Bruder Murray erzählen. Dieser, ein Englischlehrer und ähnlich kämpferisch veranlagt, war die kultiviertere Ausgabe seines Bruders. Ira ist nun schon seit über dreißig Jahren tot und der Schüler, der ihn in jungen Jahren glühend verehrte, erfährt anläßlich eines Besuches bei seinem inzwischen hochbetagten Lehrer Iras tragische Lebensgeschichte.
Durch Zufall gerät Ira ins Radio, wird dort ein gefeierter Star und heiratet die Hollywood-Actrice Eve Frame, eine törichte, kalte und unpolitische Person. In der Öffentlichkeit als Traumpaar gefeiert, gerät diese Ehe, inmitten der McCarthy-Schauprozesse und dank Iras politischer Vergangenheit, zur reinen Hölle. Als schließlich nichts mehr zu retten ist, macht Eve sich daran, einen Enthüllungsbericht mit dem Titel Mein Mann, der Kommunist zu veröffentlichen. So denunzierend, glaubt sie sich allen Denunziationen zu entziehen.
Bitterbösester Philip Roth. Hier wird kein Trost geboten. Seine Schilderung der Verstrickung der beiden Ringold-Brüder ins Räderwerk der McCarthy-Ära, diesem schwärzesten aller amerikanischen Kapitel, ist eine einzige, wütende Abrechnung mit Dummheit, Bigotterie und Kommunistenhaß -- und ein liebevolles Porträt eines gescheiterten Aufrechten. --Ravi Unger
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Große Literatur,
Rezension bezieht sich auf: Mein Mann, der Kommunist (Taschenbuch)
In "Mein Mann, der Kommunist" zeigt Phillip Roth einmal mehr, dass er zu den ganz großen Schriftstellern dieser Zeit gehört. Ungemein sprachgewaltig, aber nicht vernarrt in das eigene Sprachvermögen, schildert er den Werdegang eines Idealisten im dumpfen Amerika der Fünfziger Jahre. Formal klassischer als "Mein Leben als Mann", inhaltlich nicht so abgedreht wie "Sabbath`s Theater" ist "Mein Mann, der Kommunist" ein Roman, den man nicht alle Tage zu lesen bekommt. Fazit: Sehr empfehlenswert.
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4.0 von 5 Sternen
Meisterliches vom Meister,
Rezension bezieht sich auf: Mein Mann, der Kommunist: Roman (Gebundene Ausgabe)
Hier wird kein Trost versprochen oder gegeben. Eine zornige Abrechnung mit Heuchelei, Kommunistenhass und -hatz unter McCarthy - und mit Roth' Ex-Frau.Ein Buch über altmodische Dinge wie Moral und aufrechten Gang im Bloch'schen Sinn: ein Wille, der sich von keinem Gewordensein überstimmen lässt. Hey, und ausserdem sind die Passagen über Tiere-Ausstopfen echte Brüller! (Und machen die Längen im Mittelteil wett) Kann mal einer mutmaßen , warum es dafür in Amerika keinen Preis gab...? Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4.0 von 5 Sternen
Nicht sein bestes Buch, aber immer noch sehr gut!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Mein Mann, der Kommunist (Taschenbuch)
Auch hier wieder ein Buch aus Roth' sogenannter "Amerikanischer Trilogie", soll heißen: Hier wird wieder die tragische Geschichte eines Mannes vor dem Hintergrund einer Episode aus der amerikanischen Geschichte erzählt.Hauptfigur Ira Ringold, ein großer Radiostar der 1940er Jahre, kommt während seiner Zeit in der Armee mit dem Kommunismus in Berührung. Von nun an geht er als wütender, aber aufrechter Idealist durch"s Leben, möchte die Welt verändern und eine Familie gründen. Im Endeffekt wird er beides nicht oder, im Falle der Familiengründung, zumindest nur unzureichend verwirklichen. In politischer Hinsicht ist er zwar konsequent, wird deswegen auch übel von "Kameraden" verprügelt, oft aber auch zu penetrant. Dann möchte er seine Ideale mit dem Vorschlaghammer in die Köpfe seiner Gesprächspartner hämmern. Doch vor allem seine Ehe wird als Hölle entblößt. Seine Stieftochter verachtet ihn, seine Frau, die wiederrum ihre Tochter abgöttisch liebt, stellt sich immer wieder schützend vor diese und das, obwohl von gegenseitiger Zuneigung zwischen Mutter und Tochter keine Rede sein kann. Als schließlich die Ehe zu scheitern droht, durchwühlt die werte Gattin Iras Schreibtisch und lässt auf Grundlage des Inhalts (persönliche Briefe u.ä.) das Buch "Mein Mann, der Kommunist" schreiben. Der Anfang vom Ende. Als Hintergrund des Ganzen dient hier dementsprechend die unselige McCarthy-Ära, in der Kommunisten und etwaige Sympathisanten unnachgiebig gejagt und, wie in Ringolds Fall, privat wie auch beruflich vernichtet wurden. Wie man es von Philip Roth gewöhnt ist erzählt er die Geschichte nicht chronologisch, vielmehr bekommt man nach und nach Puzzleteile vorgelegt, die sich nach hinten hin zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Dabei ist brillant und intelligent wie der Autor mit Motiven hantiert, hier was anklingen, da was wegfallen lässt. Die Bücher von Philip Roth werden somit nie langweilig, die Figuren sind, wie die Geschichten selbst, äußerst vielschichtig. Auch noch auf der letzten Seite kann dabei ein Detail genannt werden, welches vieles in einem anderen Licht erscheinen lässt. Eine Begebenheit, die man zum einen niemals erahnt hätte, zum anderen aber eine andere Begebenheit, die vielleicht 100 Seiten vorher erwähnt wurde, erklärt. Das klingt schwerer als es ist, auch wenn es speziell bei diesem Buch auch nicht immer leicht ist, man muss diese Erzählstruktur schon mögen. Ich gebe zu, es ist nicht das beste Buch von Roth. "Der menschliche Makel" und "Jedermann" gefielen mir besser, aber es ist immer noch ein sehr gutes Buch. Aber dennoch ist es ein sehr gutes, wütendes Buch, das sich gegen die Intoleranz und Dummheit und vor allem gegen die Diskriminierung und die Verfolgung Andersdenkender richtet. Es ist ein politscher Roman, der anhand des Schicksals eines Mannes eine bestimmte Epoche darstellt und das Fehlverhalten eines Einzelnen und einer ganzen Gruppe aufzeigt. Es ist aber auch ein sehr persönlicher Roman, der eine menschliche Tragödie nacherzählt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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