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Mein Leben für die Schule Taschenbuch – 1. März 2007


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 2 (1. März 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499621819
  • ISBN-13: 978-3499621819
  • Größe und/oder Gewicht: 11,5 x 2,2 x 19 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 543.016 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Loki Schmidt, geboren 1919 in Hamburg, war von 1940 bis 1974 als Lehrerin tätig. Seit 1942 ist sie mit dem späteren Bundeskanzler Helmut Schmidt verheiratet. 1976 gründete sie die «Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen», für ihre Forschung und ihr ökologisches Engagement erhielt sie viele Auszeichnungen. 2008 erschien «Erzähl doch mal von früher. Loki Schmidt im Gespräch mit Reinhold Beckmann». Lothar Frenz, geboren 1964, Biologe und Journalist, dreht Naturfilme für den NDR, schreibt Drehbücher (u. a. für die Sendung «Löwenzahn») und ist Autor der Zeitschrift «Geo». Zahlreiche populärwissenschaftliche Publikationen, zuletzt «W wie Wissen» (2010).

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Also, manche hatten Schultüten - die waren vielleicht kitschig!"
Grundschulzeit in einer Reformschule

Ihre erste Schule, die Schule Burgstraße, war keine herkömmliche Regelschule, sondern gehörte zu den Hamburger Reformschulen. Warum haben sich Ihre Eltern für eine solche Schule entschieden?
Nun, zunächst einmal hatte mein Vater mit seinem Klassenlehrer Herrn Feldmann selbst schon einen sehr fortschrittlichen Lehrer gehabt. Die Reformschulen der Weimarer Republik bauten ja auf den Erfahrungen und Forderungen reformerischer Lehrkräfte der Kaiserzeit auf.

Schon seit den 1880er Jahren hatte es im Verein der Volksschullehrer, der so genannten Gesellschaft der Freunde des vaterländischen Schul- und Erziehungswesens, Bestrebungen gegeben, die autoritäre Schule zu überwinden. Diese Lehrer hatten den Drill und das ausschließliche Lernen nach dem Buch kritisiert.
Herr Feldmann zum Beispiel hatte einen freieren Umgang in der Klasse gepflegt und auch Unterricht im Freien praktiziert: das heißt, bei gutem Wetter raus aus der Klasse und Unterricht auf der Wiese oder bei Ausflügen in der freien Natur; in der Heimatkunde Ausflüge in die Stadt mit Besuch von Museen. Ähnliches hatte meine Mutter auch erlebt. Meine Eltern sind wohl ein gutes Beispiel dafür, dass sich in Hamburg schon vor der Weimarer Republik in pädagogischer Hinsicht einiges verändert hatte.

Deshalb sprach man wohl auch um die Jahrhundertwende von Hamburg als "Vorort der Schulreform".
Ja, diese eigenen Erfahrungen mit Reformlehren waren für meine Eltern wohl mitentscheidend für die Wahl der Burgstraßenschule. Darüber hinaus aber vielleicht auch die Kontakte und Gespräche in der Volkshochschule. Meine Eltern hatten sich in diesen Jahren mit Kurt Adams und seiner Familie angefreundet.

Dr. Kurt Adams war zunächst Dozent und Ende der zwanziger Jahre sogar Leiter der Volkshochschule, dazu auch SPD-Abgeordneter im Hamburger Parlament, in der Hamburger Bürgerschaft also.
Kurt Adams engagierte sich sehr für eine Reform von Schule und Jugenderziehung und hatte seine Tochter in einer der vier Hamburger Versuchsschulen eingeschult, der Schule Berliner Tor - allerdings meldete er sie schon bald wieder ab.

Diese Schule, übrigens ganz in der Nähe der Burgstraße, war so radikal in ihrer "Pädagogik vom Kinde aus", dass selbst engagierte Eltern wie die Adams meinten, dass das Lernen hier zu kurz komme. Am Berliner Tor brauchten die Kinder im Unterricht nicht mitzumachen, wenn sie nicht wollten, jeden Zwang lehnten die Lehrer ab. Deshalb haben die Adams ihre Tochter wohl an die Burgstraße umgeschult. 1930 wurde die Schule Berliner Tor aufgelöst, denn mittlerweile gab es nicht mehrgenügend Anmeldungen, die Eltern hatten der Schule sozusagen aufgekündigt.
Alle anderen Versuchs- und Reformschulen waren aber sehr erfolgreich und wurden von den Eltern vielfältig unterstützt. Dies gilt besonders auch für die Schule Burgstraße, meine Grundschule und die meiner Geschwister.

Wann genau wurden Sie eingeschult?
1925, und zwar zu Ostern, denn da begann das Schuljahr. Auch zu Zeiten meiner Eltern fand die Einschulung zu Ostern statt. Das hat sich ja erst in den sechziger Jahren geändert. Außerdem wurde ich nicht in die erste Klasse eingeschult, sondern in die achte, wie alle anderen Schulanfänger auch. Die Schulzeit begann mit der achten, und man wurde aus der ersten Klasse entlassen, es sei denn, man kam in den so genannten Oberbau, der gleich zu Beginn der Weimarer Republik in Hamburg eingeführt wurde und in dem man eine Art mittlere Reife machte.

Ja, der Oberbau war ein Ausbau der früheren Selekta, die ja Ihre Eltern noch besucht hatten.
Bereits zu Weihnachten 1924 hatte ich zu meinem Entzücken meinen ersten Ränzel bekommen. Die Ränzel, soweit ich das erinnere, waren bei fast allen Kindern aus Leder. Einige hatten aber auch Ränzel aus einer Art Pappmache, die außen dann lackiert waren.

Das war die preislich günstigere Variante für Elternhäuser, in denen das Geld besonders knapp war.
Die Lederränzel waren allerdings nicht einheitlich, bei einigen zog sich der Deckel über die ganze Ränzelwand, bei den meisten aber nur bis zur halben. Am Deckel befand sich eine metallverstärkte Öffnung, und am Ränzel selbst war ein Stift angebracht. Den konnte man umdrehen, und dann war der Ränzel zu. So war jedenfalls meiner und viele andere auch, aber das ist mir schon als Kind aufgefallen, die Deckel waren verschieden. In meinem Ränzel fand ich dann eine kleine Dose mit Schwamm, eine Schiefertafel mit einem schönen breiten Holzrahmen und einen Griffelkasten mit Schiebedeckel und Griffeln drin.

Haben Sie auf der Tafel schon mal ein wenig Schreiben geübt?
Natürlich. Ich glaube, das habe ich sofort getan. Zum Ränzel gab es dann noch eine Brottasche, die war etwa wie der Ränzel in klein, auch aus Leder, mit demselben Verschluss und einem langen Riemen, mit dem man sich die Tasche überhängen konnte. Beides, natürlich mit Schulbrot drin, war meine Ausrüstung am ersten Schultag.

Und was gab es als Schulbrot?
Ich bekam ein Butterbrot, allerdings nicht mit Wurst, wie viele meiner Klassenkameraden, sondern entweder mit klein geschnittenen Bananen oder mit klein geschnittenen Datteln oder Feigen, manchmal auch mit frischen Gurkenscheiben. Mein Brotbelag war etwas anders als der Übliche, und so kam es dann häufiger mal zu einem Austausch von Schulbroten in der Klasse.

Wie war der erste Schultag?
Da hat mich meine Mutter zwar hingebracht, aber ich hatte gleich gesagt, ich kann allein gehen, ich weiß ja, wo das ist. Die Schule war nicht weit von unserer Wohnung entfernt, und ich kannte sie von außen: ein riesiger Rotklinkerbau mit zwei riesengroßen, schweren, dunkelgrün gestrichenen Eingangstüren, denn es waren zwei Schulen - Burgstraße 33 und Burgstraße 35.

Ursprünglich waren zwei getrennte Schulen für Jungen und Mädchen beabsichtigt. Die Planungen des Architekten und Stadtbaumeisters Fritz Schumacher für diesen Schulbau stammten noch aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, und da gab es ja nur nach Geschlechtern getrennte Schulen.
Es war wirklich ein sehr beeindruckendes Gebäude, übrigens auch heute noch - wie alle etwa vierzig Schulen, die Fritz Schumacher für Hamburg gebaut hat und die, wie ich finde, immer noch das Stadtbild mitbestimmen.
(...) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 15. März 2005
Format: Gebundene Ausgabe
Das Buch ist ein eindrucksvolles Plädoyer für eine erfahrungsbezogene und kindgerechte Pädagogik, die Loki Schmidt in ihrer eigenen Schulzeit selbst erlebt und als Lehrerin praktiziert hat. Die heutigen Debatten um die Schule nach PISA werden aus dieser Sicht bewertet. Die Lektüre lohnt!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Oliver Völckers TOP 500 REZENSENT am 18. Juni 2011
Format: Taschenbuch
Loki Schmidt ist ebenso wie ihr späterer Ehemann auf die Hamburger Reformschule Lichtwark gegangen. Als Schülerin hat sie dort miterlebt, wie die moderne Pädagogik, u.a. die Koedukation, von den Nazis ab 1933 zerstört wurde. Zugleich haben viele Lehrer und Schüler versucht, trotz der Diktatur Freiräume zu erhalten.

Das Buch ist eine Folge von Interviews, die der Erziehungswissenschaftler Reiner Lehberger mit Loki Schmidt führte, er ist also ebenso Autor wie sie. Die Fragen sind gut strukturiert und recherchiert, Loki Schmidt antwortet aus ihrer Erinnerung wohlüberlegt. Das Buch ist chronologisch aufgebaut und umfasst die Zeit von Schmidts Kindheit in den Zwanzigern bis zu ihren letzten Jahren als Lehrerin in den Sechzigern. Es erlaubt Einblicke in die Verhältnisse in Hamburger Schulen während dieser wechselhaften Zeiten. Thema ist nur die Schule, Unterricht und die Arbeit als Lehrerin, das Privatleben und ihr Schmidts Ehemann spielen in dem Buch keine Rolle. Schwarzweißfotos illustrieren die Berichte.

Die Lehrerin Loki Schmidt ist keine Revolutionärin und auch keine Widerstandskämpferin, aber eine überzeugte Sozialdemokratin mit klaren Grundsätzen und großem Engagement. Sie verteidigt die Ohrfeigen, die sie Schülern verabreicht hat (Seite 202), aber in den 50er Jahren gab es eben auch andere Verhältnisse. Sie hat sich sehr für ihre Schüler eingesetzt, ohne die Gesellschaft ändern zu wollen.

Dieses Buch ist lesenswert für all diejenigen, die sich für Schule und Geschichte interessieren. Sowohl die Fragen als auch die Antworten sind sehr kompetent.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
ist sehr interessant das leben der locki schmidt habe schon viele bücher von ihr gelesen,sie sind immer wieder lesenswert,es macht spaß sie zulesen
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2 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von ingrid maninger am 5. März 2010
Format: Gebundene Ausgabe
ein sehr schönes buch, wo man sich direkt in die Zeit von damals hineinversetzen kann.
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