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Kundenrezensionen

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am 6. November 2007
Die Autobiografie von Alan Greenspan ist eine sehr angenehme Lektüre. Anders als seine doch bemerkenswert kryptischen Kommentare als Notenbankchef ist das Buch gut verständlich und sehr unterhaltsam geschrieben.

Die erste Hälfte widmet sich den Stationen seines Lebens, während die zweite Hälfte aus Essays zu wirtschaftlich interessanten Themen besteht.

Aus meiner Sicht hat das Buch jedoch die Schwäche, dass es etwas zu sehr an der Oberfläche unterwegs ist. An vielen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass das Buch eine Ebene weiter in die Tiefe geht. Stattdessen bleibt es an der Oberfläche, mit zwar gefällig zu lesenden Aussagen, die letztendlich aber doch nur Variationen des Themas "Der vollkommen freie Marktwirtschaft ist eigentlich insgesamt doch am besten" sind.

Dies zeigt sich zum Beispiel in den Kapiteln zu "Bildung und Ungleichheit" und "Unternehmensführung", in denen er sich mit den ausufernden Gehältern von Vorständen im Allgemeinen und Vorstandsvorsitzenden im Besonderen beschäftigt. Hier verwischt er, meines Erachtens bewusst, ein wenig die Begrifflchkeiten und verlagert im Verlaufe des Essays die Diskussion von den Vorstandsgehältern auf Studien, die zeigen dass Leute mit höherer Bildung (Allgemeine Angestellte mit Personalverantwortung, Freiberufler und Topmanager) in der jüngeren Vergangenheit stärkere Gehaltszuwächse hatten als Leute mit geringerer Ausbildung. Das ist natürlich richtig, aber insofern verzerrend, dass vermutlich 90% des Gehaltszuwachses dieser breiter gefassten Gruppe auf die extrem kleine Teilgruppe der Topmanager entfallen. Trotzdem ist die Diskussion geschickt vom eigentlichen Thema der CEO Gehälter abgelenkt und das ist vermutlich auch das Ziel der Kapitel.

Ein weiteres Beispiel ist das letzte Kapitel in dem er sich mit möglichen Auswirkungen demographischer und anderer Entwicklungen auf die etwas fernere Zukunft auseinandersetzt. Die Diagnose dessen was vermutlich passieren wird, ist sehr schlüssig dargestellt. Was mir als jemand, der VWL nicht mit der Muttermilch aufgesogen hat, fehlte war eine etwas detailliertere Darstellung dessen, was dies für Otto Normalverbraucher praktisch bedeutet und wie er sich für verschiedene Szenarien praktisch wappnen kann.

Insofern muss man dieses Buch, so gefällig es auch geschrieben ist, insgesamt mit Vorsicht geniessen.
Mr. Greenspan macht sich vermutlich sehr viel kleiner als er tatsächlich war, auch wenn er wie er selbst schreibt, letztendlich vielleicht wirklich nur Glück hatte, dass seine Amtszeit in die Zeit der Öffnung des Ostens und den daraus resultierenden massiven Druck auf die Inflation fiel.

Die Rezepte die er vorschlägt sind für die Wirtschaft als Ganzes sicherlich gut, die Frage wie sich der gewonnene Wohlstand gerechter auf die einzelnen Akteure verteilen lässt, blendet er meines Erachtens bewusst aus.

Trotzdem bietet dieses Buch viele interessante Gedanken auch für das deutsche Publikum und ist deshalb unbedingt lesenswert.
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am 3. Januar 2008
Um es kurz zu machen: ein sehr interessantes Buch, das die politischen und wirtschaftlichen Fragestellungen der vergangenen Jahrzehnte aus einer für den Durchschnittsleser sicher ungewöhnlichen und hochinformierten Perspektive beleuchtet und auch die Probleme der unmittelbaren Zukunft, wirschaftliche Entwicklung in China, Rußland, Indien, demographische Entwicklung (drohende Verrentung der "Baby-Boom Generation") in den Industrienationen u.v.m. anspricht und mögliche Lösungsansätze aufzeigt. Für mich als Deutschen war es dabei besonders informativ, sozusagen ganz nebenbei aus berufenem Munde zu erfahren, wie lange auch in dem amerikanischen Regierungssystem, das doch angeblich mit jedem neuen Präsidenten die gesamte Ministerialbürokratie auswechselt, immer dieselben Personen die politischen Fäden ziehen (oder wer hätte gedacht, daß Persönlichkeiten wie Dick Cheney oder Donald Rumsfeld schon unter US-Präsident Ford wichtige Funktionen im Washingtoner Politkarussel innehatten?).
Dennoch weist das Buch zahlreiche Schwächen auf: so merkt man ihm in vieler Hinsicht an, wie schnell es entstanden und übersetzt worden ist (Es behandelt noch Probleme aus dem Jahr 2006!). Zum einen ist die Übersetzung weitgehend suboptimal. Das fängt schon bei dem Titel an: "Die Autobiografie" ist viel zu eng, da trifft es der amerikanische Originaltitel: "The Age of Turbulence. The Adventures of a New World" schon viel besser. Einige Schwächen können klar einem mehr als mäßigen Lektorat zugeordnet werden. So kommt es wiederholt vor, daß ein und derselbe Satz in genau identischer Form zweimal auftaucht - innerhalb ein-und desselben Absatzes (Beispiel: S. 417 oben).
Die wesentlichen Schwächen gehen aber doch wohl auf mangelnde intellektuelle Disziplin des Autors selbst zurück: so hätte man den - an sich hochinteressanten - Inhalt des Buches ohne substantiellen Verlust ohne weiteres auch auf 300 oder gar 200 statt der tatsächlich benötigten 600 Seiten unterbringen können. Dafür hätte er allerdings das behandelte Material durch eine bessere Auswahl und Gliederung entschlacken und veredeln müssen - dazu hat er sich jedoch leider nicht die Zeit genommen.

Alles in allem: Ein zwar äußerst lesenswertes Buch eines ausgesprochen klugen Zeitgenossen, dem man allerdings zurufen möchte: "Sorry, Alan, you could have done better!"
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Den meisten Lesern wird es mit Alan Greenspan wohl so gehen wie mir. Sie kennen seinen Namen, seine Funktion und seine regelmässigen Verlautbarungen. Wer allerdings versuchte, Greenspans Prognosen über den Fortgang von Wirtschaft und Zinsen zu verstehen, las lieber gleich die Horoskopseite einer Frauenzeitschrift.
Umso überraschender ist nun Greenspans Biografie. Nicht weil er das Unmögliche schaffen würde, eine wahre Lebensgeschichte aufzuschreiben, sondern weil er auf fast 600 Seiten unzählige interessante Details, Zusammenhänge und persönliche Einschätzungen preisgibt. Den Umfang seiner Memoiren bestimmt der Markt. Je gewichtiger die Person, desto dicker das Buch. Aber da sich dieses Verlagsgesetz auch bei Halbpromis herumsprach, ist darauf kein Verlass mehr. Die deutschsprachige Lesergemeinde muss auch mit der amerikanischen Eigenart leben, jeden Weggenossen, Helfer, Verbündeten und Feind beim Namen zu nennen. Doch daran gewöhnt man sich.

Wenn ich dem Buch fünf Sterne gebe, soll das nicht zur Meinung verführen, ich würde Greenspan jedes Wort glauben. Auch er ist dem menschlichen Verhaltensmuster unterworfen, die eigene Person zu überhöhen, Fehler eher bei den anderen zu suchen und Sinnlücken mit Eigenkonstruktionen zu füllen. Mir gefiel, dass mich Alan Greenspan an einem Schauspiel teilnehmen liess, das normalerweise hinter verschlossenen Türen über die Bühne geht. Und mit Genugtuung stellte ich fest, dass auch Greenspan seinen Aufstieg und Erfolg vor allem glücklichen Zufällen zu verdanken hat. "Lola rennt", ein Film für Alan Greenspan. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort die richtigen Leute treffen. Und dann noch das Richtige sagen und sich richtig verhalten. Je nach persönlichem Denk- und Glaubensgebäude macht diese Erkenntnis depressiv oder fröhlich. Spannend fand ich auch, wie Greenspan mit dem Problem umgeht, dass sich Menschen und daher auch Wirtschaftssysteme irrational verhalten. Ich hatte jedenfalls das Gefühl, Greenspan verstehe von Psychologie mindestens so viel wie von Mathematik, Statistik und Wirtschaftslehre. Nur stehen ihm Sprachfertigkeiten und Wissensschätze zur Verfügung, den Entscheidungen des gesunden Menschenverstandes einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben.

Achtzehn Jahre lang der mächtigste Mann der Weltwirtschaft zu sein, bringt nicht nur Klarheit, sondern vernebelt manchmal auch den Blick auf ganz alltägliche Begebenheiten. Doch Alan Greenspan scheint den Bodenkontakt nie ganz verloren zu haben. Das macht ihn und seine Lebensbeschreibung sympathisch. Wie er andere Persönlichkeiten der Welt- und Wirtschaftsgeschichte beschreibt, ist unterhaltsam, spannend und oft erhellend. So fern uns diese Halbgötter sind, Greenspan macht uns mit ihren menschlichen Zügen bekannt.

Mein Fazit: Es mag stilistisch perfektere Autobiografien geben als die von Alan Greenspan. Aber wenn ich die Wahl habe, mich durch perfekt gestylte Erlebnisberichte trällernder, tanzender oder schauspielernder Halbpromis zu kämpfen oder am grossen Welttheater teilzuhaben, ist die Entscheidung klar. Ich kann das Buch von Alan Greenspan allen empfehlen, die am grossen Weltgeschehen interessiert sind und gerne in die Garderoben der Akteure schauen.
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am 3. Oktober 2007
Alan Greenspan lässt sein bisheriges Leben vor dem Hintergrund der Weltwirtschaft und der U.S.-Volkswirtschaft Revue passieren. Die Autobiografie des ehemaligen Vorsitzenden des United States Federal Reserve Boards wirft die Frage auf, ob im Blut eines Notenbankers nicht eher Geldströme oder Zahlen fließen. Stellenweise selbstironisch beschreibt er sich selbst. Typisch für ihn sei, dass er in Venedig auf seiner Hochzeitsreise sich mit der Frage beschäftigt, wie hoch wohl die Wertschöpfung dieser Stadt sei, die seinem Weltbild der notwendigen dauernden kreativen Zerstörung so offenbar widerspricht.

Diese Episode zeigt den unterhaltsamen, teilweise humorvollen Stil, mit dem Greenspan beginnend mit der Schulzeit während des zweiten Weltkrieges bis heute sein Leben zusammenfasst. Seit Nixon stand Greenspan in der Nähe des wichtigsten Machtzentrums der Welt oder war ein Teil davon. Greenspan spricht alle wesentlichen Wirtschaftskrisen in dieser Zeitspanne an. Aber er scheut sich auch nicht die U.S.-Präsidenten auf menschlicher Ebene miteinander zu vergleichen. Alan Greenspan ist ein Analytiker und war ein Insider mit Macht aber ohne Machtsucht. Man spürt die Bürde, die in turbulenten Zeiten auf ihm gelegen hat, wenn er gegen den Willen der Politik am Ziel der Preisniveaustabilität für langfristiges Wachstum festgehalten hat.

Doch Greenspan wäre nicht Greenspan, wenn in einem Text von ihm nicht eine Nachricht versteckt wäre. Seine Nachricht in diesem Buch ist, dass wir optimistisch in die Zukunft blicken sollen, weil nach seiner Überzeugung das kapitalistische Wirtschaftssystem sehr robust ist. Die Schmerzen des permanenten Wandels der Wirtschaft, wie beispielsweise die Arbeitslosigkeit oder Kurseinbrüche an den Kapitalmärkten, sind als unangenehme aber natürliche Begleiterscheinungen eines zu mehr Wohlstand führenden Prozesses unvermeidbar. Insofern ist die Geschichte seines Lebens für diesen vergleichsweise introvertierten Mann auch die Verpackung für ein Buch über sein marktwirtschaftlich geprägtes Weltbild.

Alan Greenspans Autobiografie ist eine interessante Mischung aus Geschichtsbuch, Volkswirtschaftstheorie und Glaubensbekenntnis zum freien Markt. Kritiker der Globalisierung der Wirtschaft werden in dem Buch nicht viele Stellen finden, denen sie zustimmen. Aber es ist ein faszinierendes Buch für Leser, die Interesse an Wirtschaft und an der Entstehung unseres Global Village haben. Für diese Leser sind 549 interessante Seiten garantiert.
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am 16. Januar 2008
"Mein Leben für die Wirtschaft" ist wohl nur in Teilen eine klassische Biografie, insgesamt ist es viel mehr eine kurze Darstellung der Funktionsweise freier Märkte angereichert mit hunderten kleiner Epioden und Erläuterungen wichtiger methodischer Ansätze, die jedoch - sehr laienverständlich aufgereitet - stets gut lesbar und anschaulich gestaltet sind.

In der ersten Hälfte des Buches schlägt Greenspan einen großen Bogen von seiner Kindheit über seine Leidenschaft zur Musik und die Karriere in der Wirtschaft bei Townsend & Greenspan bis hin schlußendlich zu seinen politischen Aktivitäten die in der allseits bekannten Funktion als Vorsitzender der US-Notenbank Federal Reserve System gipfeln. Dabei nimmt er den Leser mit auf eine - gerade für einen Wirtschaftswissenschaftler erstaunlich anschaulich erzählte - spannend ausgerollte Entdeckungsreise in seine Erkenntnisprozesse. Er erklärt, wie er im Laufe der Jahre zu seinen Überzeugungen gekommen ist, welche Widersprüche sich ergaben und wo die (häufiger) politischen und (seltener) marktwirtschaftlichen Grenzen liegen. Dabei reichert er die Geschichte mit einem kaum überschaubaren Fundus an Erinnerungen, Gesprächen, Ansichten an, der zu einem lebendigen Bild der Wirtschaftspolitik der vergangenen dreißig Jahre wird.

Im zweiten Teil des Buches schließlich setzt er sich mit Einzelthemen auseinander, wie der besonderen Rolle einzelner Staaten und der mit ihnen verbundenen Ideologie, sowie ökonomisch besonders relevanten Bereichen, wie der Bildungs- oder Energiepolitik, sowie der sich verändernden demografischen Situation. Das Buch beschließt er mit einem Ausblick in die Zukunft des Jahres 2030, der zwar keine fundamentalen Überraschungen birgt, wohl aber anschaulich zeigt, welche Prognoseleistungen die Wirtschaftswissenschaften leisten können, ohne dass es ein bloßer Blick in die Glaskugel wäre.

Durchgängig präsentiert Greenspan ein überzeugend stimmiges Plädoyer für die freie Marktwirtschaft und eine restriktive Haushaltspolitik und rechtfertigt damit implizit eben die Prinzipien für die er auch in seiner aktiven Zeit bei der Notenbank eingetreten ist. Negativ kann man vielleicht anmerken, dass Greenspans eigene Aussage über dieses Buch, dass er sich nicht scheue einige durchschlagende Hypothesen zu formulieren, vielleicht etwas zu vollmundig ist, sind doch seine Rückschlüsse nicht wirklich neu. Beeindruckend ist jedoch - und eben das macht das Buch äußerst lesenswert - die Detailschärfe seiner Betrachtungen.

Im Ergebnis ein "must read" für jeden wirtschaftspolitisch interessieren Leser.
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VINE-PRODUKTTESTERam 18. März 2008
"Mein Leben für die Wirtschaft" hat weitaus mehr zu bieten, als es der Anschein zunächst vermuten lässt. Alan Greenspan, gefühlte hundert Jahre lang Vorsitzender der amerikanischen Notenbank Fed, zeigt sich in dieser Autobiografie von einer ungewohnt redseligen Seite. Für seine kurzen und nicht für jedermann verständlichen Aussagen während seiner Amtszeit bekannt, erlebt der Leser ihn in diesem Werk auf eine gänzlich neue Art. Wenn er von seinen Erfahrungen und Erlebnissen berichtet, sprudelt es regelrecht aus ihm heraus. Der Text liest sich flüssig, wenn man einmal von einigen Druckfehlern absieht.

Das Buch ist grob in zwei Teile untergliedert. Zunächst beschreibt Greenspan die Geschehnisse während seiner Amtszeit und ermöglicht dem Leser auf diese Art und Weise einen Einblick hinter die Kulissen der Fed. Und diese Einblicke sind für jeden, der sich für den Themenkomplex Finanzen / Wirtschaft / Börse begeistern kann, sehr interessant. Wann sonst hat man die Gelegenheit, die Gedankengänge einer derart mächtigen Person nachverfolgen zu können.

Im zweiten Teil - und an dieser Stelle kann man kaum mehr von einer Autobiografie sprechen - äußert sich Greenspan zu den Kräften des freien Marktes und hält mehr oder minder ein Plädoyer für diesen. Dabei befasst er sich mit verschiedenen Theorien und Problemen bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung - insbesondere der Vereinigten Staaten.

Alles in allem ist "Mein Leben für die Wirtschaft" ein hoch interessantes Buch. Greenspan versteht es auf den ersten Blick trockene Themen mit einigen Anekdoten zu würzen und den Leser so bei Laune zu halten. Einen Stern Abzug erhält die Wertung einzig durch den Umstand, dass man sich ab und zu doch eine weitere Vertiefung gewünscht hätte. Denn teilweise kratzt der ehemalige Notenbanker lediglich an der Oberfläche, ohne dabei ins Detail zu gehen. Schade, aber wahrscheinlich hätte das Buch ansonsten einige hundert Seiten mehr...
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am 27. September 2007
Persönlich geschriebenes Buch ohne Untertöne und Deutungen zur Zukunft der Weltwirtschaftlichen Entwicklung; Auch wenn der Klappentext dies verheißt.
Fast Geschichtsartig läßt der hier sehr symphatische Greenspan der aus seinen hohen moralischen Ansichten keinen Hehl macht das Finanzinstrument Weltbank an dem Leser vorbeiziehen.
Fast ein wenig wehmütig beschreibt er den starken Machtverlust dieser Institution die diese an private Kapitalfonds verloren hat.
Schnell folgt der Übergang zur Zinspolitik als deren VATER er ja gilt und mit deren Bewegung unter Clinton(Was wäre er in der Erinnerung der Amerikaner für ein großer Präsident geblieben, hätte er sich moralisch verhalten,so Zitat Greenspan) die desolate und unter Steuern ächtzende amerikanische Wirtschaft mit billigem Geld versorgte.
Gedanklich geht er stark darauf ein und bedauert das mit dem Geld die Immobilienkrise bzw.Blase geschaffen wurde, da das Geld für wirtschaftliche Zwecke freigegeben wurde um schließlich Arbeitsplätze für den kleinen Mann zu schaffen.
Ähnlich positiv äußert er sich über Hedge-Fonds,seit Müntefering auch Heuschrecken genannt die er als Arbeitsplatsmaschinen sieht.
Fast offenherzig steht er nun zum Euro,dessen schärfster Kritiker er einmal war und badet nun in der Vergessenheit seiner damaligen Argumentation und wendet sich fast von seinen ihn in den letzten Jahren prägenden Amerikanismen ab.
Das und die stark positive Sicht auf Hartz4 Reformen hat mich zum Schluß etwas zum Nachdenken gebracht,erscheint er hier doch wie ein Wendehals.
Abgerundet wird das Buch durch Anekdötchen aus seinem Eheleben, es ist kein starkes Buch wie man es vielleicht erwartet hat,sondern eine Geschichte eines Mannes dessen Weisheit sicherlich nicht in Vorraussagen der ohnehin unbestimmten Zukunft liegt sondern im richtigen Handeln zum gegebenen Zeitpunkt ohne an vergangene Prophetien gebunden zu sein.
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am 27. Januar 2008
Wie viele Sterne gibt man einem Buch, welches in der ersten Hälfte begeistert und in der zweiten Hälfte langweilt?
Persönliche Sichtweise, Zusammenarbeit mit verschiedenen Präsidenten und die Faszination, mit Zinsentscheidungen das Weltgeschehen verändern zu können, prägen den ersten Teil der Buches. Langweilige und sich wiederholende Theorien aus US-Sichtweise prägen den zweiten Teil des Buches, die jedem wirtschaftlich Interessierten keine großartigen neuen Erkenntnisse bringen. Hätte er den wesentlichen Inhalt des Buches auf 300 Seiten komprimiert, hätte ich 5 Sterne vergeben.
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am 20. Oktober 2007
Greenspans Autobiografie ist nicht nur eine Biografie, sondern ein Plädoyer für den Markt und vor allem eine spannend zu lesende Geschichte der Wirtschaft bis in die jüngste Gegenwart (2007) hinein. Wie Greenspan aus seiner Sicht globale wirtschaftliche Zusammenhänge in allgemein verständlicher Sprache beschreibt und dabei einen Blick hinter die Kulissen ermöglicht, ist in jedem Fall lesenswert.
Einen Stern Abzug gibt es für die deutsche Hardcover-Ausgabe, die noch mit einigen wenigen Bagatellen kämpft (z. B. Schreibfehlern wie "ein klares Sigbal" bzw. "Wir hofften, ... dass die Blase auf dem Immobilienmarkt ich auflöste ..." oder Satzfetzen "Wir schienen mit unseren Leitzinserhöhungen richtig zu liegen. gingen ihren gewohnen Gang.", alles auf Seite 416).
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Alan Greenspan, der ehemalige Chef der amerikanischen Notenbank, war lange Jahre einer der mächtigsten Männer in der Wirtschaftswelt. Zahlreiche Legenden ranken sich um seine Person, etwa jene des "Aktentaschen-Barometers": Die Medien versuchten, aus dem Umfang seiner Aktentasche geplante Zinsänderungen abzulesen. 2006 gab Greenspan sein Amt auf und schrieb seine Autobiografie. Neben ganz persönlichen Erinnerungen nimmt er immer wieder die Entwicklung der Weltwirtschaft und besonders die Politik der USA ins Visier - immerhin arbeitete er unter vier US-Präsidenten. Seine tiefgründige Analyse gegenwärtiger Wirtschaftstrends umfasst allein die Hälfte des umfangreichen Werks. Wir empfehlen das Buch allen, die sich für den Menschen Alan Greenspan interessieren, aber auch jenen, die der spannenden Frage nachgehen wollen, nach welchen Mechanismen Währungspolitik funktioniert.
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