Neu kaufen

oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Gebraucht kaufen
Gebraucht - Sehr gut Informationen anzeigen
Preis: EUR 4,99

oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
 
   
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
oder
gegen einen Amazon.de Gutschein über EUR 0,25 eintauschen?
Mein Leben - bedacht und bejaht: Kindheit und Jugend
 
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Mein Leben - bedacht und bejaht: Kindheit und Jugend [Gebundene Ausgabe]

Hartmut von Hentig
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 24,90 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Nur noch 1 Stück auf Lager - jetzt bestellen.
Lieferung bis Freitag, 1. Juni: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.
Gutschein erhalten
Tauschen Sie jetzt Mein Leben - bedacht und bejaht: Kindheit und Jugend gegen einen Amazon-Gutschein in Höhe von EUR 0,25 ein - einlösbar für Tausende von Artikeln bei Amazon.de. Entdecken Sie mehr eintauschbare Bücher im Bücher Trade-In Shop. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.

Jetzt für Amazon Student anmelden und um 20% erhöhten Eintauschwert sichern.

Wird oft zusammen gekauft

Mein Leben - bedacht und bejaht: Kindheit und Jugend + Mein Leben - bedacht und bejaht. Schule, Polis, Gartenhaus Bd. 2 + Die Menschen stärken, die Sachen klären: Ein Plädoyer für die Wiederherstellung der Aufklärung
Preis für alle drei: EUR 55,80

Verfügbarkeit und Versanddetails anzeigen

Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 1 (3. Februar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446208399
  • ISBN-13: 978-3446208391
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 102.062 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Hartmut von Hentig
Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Besuchen Sie die Seite von Hartmut von Hentig auf Amazon

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Der Pädagoge Hartmut von Hentig macht aus seiner eigenen Kindheit und Jugend einen wunderbar erzählten Bildungsroman. ... Am Ende ist man enttäuscht, dass das Buch endet, jedenfalls wartet man jetzt ungeduldig auf den versprochenen zweiten Band, nicht ohne die Neugierde, ob das Leben noch so eindeutig bejaht wird, wenn die Pädagogik das Regiment ergreift." Heinz-Elmar Tenorth, Süddeutsche Zeitung, 14.03.07 "Sich selbst zu prüfen ... war ihm das unvermeidliche Fegefeuer, ohne das ein lebenswertes Leben nicht vorstellbar ist. Nun als fröhlicher Greis dies alles noch einmal zu erinnern und zu bedenken und, wie der Titel sagt, zu bejahen, ist noch einmal ein großes Glück, auch für die Leser. Und immer steckt in Hentigs Betrachtungen Liebe, auch die zu dem kleinen Hartmut, der er war und in gewisser Weise geblieben ist." Reinhard Kahl, Die Zeit, 22.03.07 "Tatsächlich werden die Leser Zeugen einer Erzählung von einem gelungenen, ja oft glücklichen Leben. ... Sein Rückblick offenbart den nicht so häufigen Fall einer im Verlauf des Erwachsenwerdens nicht abgetriebenen Kindheit. Das macht den Charme dieses Menschen aus und auch seinen Erfolg. Es ist wie bei Albert Einstein, der auf die Frage, wie er sich seine Leistungen erkläre, geantwortet hat: Weil ich das ewige Kind geblieben bin." Reinhard Kahl, Die Zeit, 22.03.07

Reinhard Kahl, Die Zeit, 22. März 2007

"Sich selbst zu prüfen ... war ihm das unvermeidliche Fegefeuer, ohne das ein lebenswertes Leben nicht vorstellbar ist. Nun als fröhlicher Greis dies alles noch einmal zu erinnern und zu bedenken und, wie der Titel sagt, zu bejahen, ist noch einmal ein großes Glück, auch für die Leser. Und immer steckt in Hentigs Betrachtungen Liebe, auch die zu dem kleinen Hartmut, der er war und in gewisser Weise geblieben ist."

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


In diesem Buch (Mehr dazu)
Ausgewählte Seiten ansehen
Buchdeckel | Copyright | Inhaltsverzeichnis | Auszug | Rückseite
Hier reinlesen und suchen:

Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden

 (Was ist das?)
Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
 

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Von Hentig wurde 1925 als Sohn des Diplomaten Werner Otto von Hentig und seiner Frau Natalie in Posen geboren. Er ist wohl einer der bekanntesten deutschen Pädagogen. 1963 wurde er als Ordentlicher Professor an die Universität Göttingen berufen. 1968 wechselte er an die Universität Bielefeld, wo er die "Laborschule" begründete, die in den 70 er Jahren nicht nur in Deutschland Furore machte. Er kann mittlerweile auf ein sehr langes, bewegtes Leben zurückblicken und das hat er jetzt mit seinen Memoiren in schriftlicher Form getan. "Bedacht und bejaht" stellt er jetzt den ersten Teil seiner Erinnerungen vor.

Der Autor beginnt damit zu sagen, was dieses Buch nicht sein wird. Es wird keine Bekenntnisschrift sein, es wird keine Selbstprüfung sein, keine Abrechnung mit anderen, keine "Literatur". Es soll eine lustvolle Erinnerung sein, denn wer alt geworden ist, der sollte sich an dem erfreuen, was er erlebt hat.

In diesem ersten Teil seiner Memoiren beginnt von Hentigs mit Kindheitserlebnissen, an die er sich noch erinnern kann. Die erste Erinnerung, weder biologischer noch bürokratischer Art, war die, einen Verlust zu erleben, der nicht weh tut. Es ist eine orangefarbene Zelluloidente, die er beim Spiel auf dem Schiff von Deutschland nach Amerika verliert.

Im Folgenden schildert er das Leben in einer kosmopolitischen Diplomatenfamilie. Der Vater war Generalkonsul und so wächst der Autobiograph zunächst in San Franzisko auf. Er beschreibt in eindruckvollen Worten, das was er erlebt, als die kalifornische Idylle die er Mitte der zwanziger Jahre dort angetroffen hat. Alles war harmlos für ihn in der ewigen kalifornischen Sonne, die Menschheit war zugänglich und freundlich. Stets hat der Vater ihm und seiner Schwester bewusst zu machen versucht, was das für ein außerordentlicher,außergewöhnlicher Zustand ist, so glücklich zu sein. Er hat versucht klar zu machen, so wird es nicht immer weiter gehen.

Von Hentig hat in dieser "Bilderbuch Kinderwelt" zunächst viele Jahre mit dem Vater und der Schwester, ohne eine Mutter gelebt. Er kannte keine Mutter, hat gar nichts entbehrt, weil dieser wunderbare Vater in so fürsorglicher Art und Weise die Mutterrolle übernommen hat.

Die Mutter hat die Familie verlassen und in einem späteren Gespräch versucht der Autor zu ergründen,warum die Mutter gegangen ist. Sie hat ihm erklärt, wenn ich einen Sohn gebäre, dann hat der Vater seinen Nachfolger den er sich wünscht, mich braucht er dann nicht mehr" Das ist ein erschreckender Satz, eine erschütternde Aussage, vielleicht auch nur die halbe Wahrheit.

Der Vater war deutscher Beamter und darum blieb er auch 1933 als Generalkonsul im Amt, ging nach Bogota. Er war während seines Lebens Diplomat in vier Diensten, im Kaiserreich, in der Weimarer Zeit, dann unter Hitler und schließlich unter Adenauer.

Der Autor spricht in vielen zitierten Sätzen davon, dass der Vater durchaus national gesinnt war, hat dann aber auch viele Gedanken der Nationalsozialisten mit Sympathie begleitet, andererseits,und da ist eine Ambivalenz zu sehen, war er der Meinung, das waren "kleine Leute in großer Pose". In seinen Augen waren es tatsächlich "Dilettanten", die er auch aus vollem Herzen verachtet hat. Die Kinder hat er mit tiefer Skepsis gegen diesen Faschismus geimpft. Am 1. September 1939 belehrte er die Kinder und seinen Freundeskreis mit der Feststellung, "es kann uns nichts Schlimmeres passieren, als das wir diesen Krieg gewinnen". Sein Vater konnte, da er im Amt blieb, seinen Einfluss geltend machen und hat unglaublich mutige Dinge in seinem Dienst getan, die der Menschlichkeit und Gerechtigkeit dienten. So hat er durch seinen persönlichen Einsatz unzählige Menschen nach Israel retten können.

Wir erfahren, dass der Autor zur Wehrmacht gegangen ist und die Offizierslaufbahn eingeschlagen hat. Auch hier galt der Rat des Vaters, lass dich zu einem höheren Rang ausbilden, dann hast du die Chance diesen Krieg zu überleben. Sich in Gefahren richtig benehmen zu können, hieß die Parole.

Wir erleben, wie der Autobiograph im Gefangenenlager 1945 unerwartet ein inniges Bildungserlebnis hatte. Er bekam zum ersten Mal in seinem Leben das richtige Gefühl dafür, was Bildung ist. Mit Inhaftierten liest er das Gastmahl von Platon und erlebt einen Mitgefangenen der dadurch brilliert, dass er ganze Passagen in Altgriechisch interpretieren konnte.

Mit seinem Vater und mit der Vorstellung, was der Hitler den Deutschen und der Welt angetan hat, mit den Verbrechen die er im Kriege selbst erlebt hat und in diesem Buch auch ausführlich schildert, war von Hentigs eigentlich davon überzeugt, dass man die Deutschen nach dem verlorenen Krieg zu "Fellachen" machen würde.

Bekanntlich kam es ganz anders und so wird die Beschreibung der "Kulturexplosion" nach 1945 ein interessanter Punkt in diesem reichen Buch. Von Hentigs, der übrigens zum engsten Freundeskreis der weltbekannten Journalistin Marion Gräfin Dönhoff gehörte, beschreibt sehr ausführlich, welche Bücher er gelesen hat, welche Filme er gesehen hat. Seinem Empfinden nach ereigneten sich wunderbare Dinge, die Theater spielten je nach Besatzungsgebiet, englische, amerikanische, französische Stücke. So schreibt der Autor:" Nie ist eine Generation so fest in die Arme der Menschheit genommen worden, wie die meine".

In diesem wunderbar erzählten Buch nimmt der interessierte Leser nicht nur an dem ereignisreichen Leben Hartmut von Hentigs teil, sondern er wird auch mit interessanten Zeitdokumenten konfrontiert.

Ich empfehle dieses so atmosphärisch arbeitende Buch mit Nachdruck und Leidenschaft aus vielen Gründen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Leidenschaftlich klug 25. März 2007
Von Osterland
Format:Gebundene Ausgabe
Das Foto zeigt einen jungen Mann mit sorgfältig aufgekrempelten Hemdsärmeln, der ziemlich stolz dreinblickt. Der Titel wirkt mit seinem "bedacht und bejaht" im ersten Moment etwas merkwürdig. Wenn man diesen ersten Teil von Hartmut von Hentigs Lebenserinnerungen gelesen hat, wirkt er immerhin begründet.

Das Buch begeistert mich. Es wird wohl später einmal als eines der kostbaren Bücher unserer Zeit gelten - bei Kennern jedenfalls. Hentig, der als Professor für Pädagogik, Reformer und Schulgründer bekannt ist, schreibt mit über achtzig sein bewegtes und schwieriges Leben auf, erinnert sich detailgenau und ganz frisch nicht nur an Menschen, Dialoge und Ereignisse, sondern auch an die geistigen Begegnungen, all die durchlittenen Fragen und Antworten, denen er verdankt, was er ist. Er schreibt nicht, um uns Lesern etwas beizubringen, etwa Zeitgeschichte, Philosophiegeschichte, oder wie wir leben sollen. Er will auch nicht unterhalten (obwohl er das andauernd tut, ich habe viel gelacht). Er will die Menschen noch einmal beim Namen nennen und aufleben lassen, die ihm etwas mitgegeben haben, Erkenntnisse, Sätze, Begriffe, oder Leute, die ihm so gut widersprochen haben, daß er noch besser werden mußte. Er befindet sich mit ihnen im Gespräch, egal ob er er sie selbst gesehen hat oder ob sie lange vor seiner Zeit die großen Bücher geschrieben haben. Dadurch, daß er dankbar und dabei sehr genau aufschreibt, was all diese Persönlichkeiten für ihn ganz persönlich bedeutet haben, liefert er etwas viel Erfreulicheres als nur eine Reihe von gelehrten Einführungen. Hentig ist zwar gewiß kein Vereinfacher, sein geistiger Reichtum ist groß, das Niveau hoch, aber man lernt wieder ein bißchen klettern, weil man diesem Autor gern hinauffolgt. Seine Welt, sein "Sound" sind ohne Mitdenken nun mal nicht zu haben, aber man wird immer wieder mit gemeißelten Sätzen und scharfen Beobachtungen belohnt - ich vergaß irgendwann das Anstreichen. Da sind Wärme und Humor, wunderbare Bemerkungen zur Musik, Scharfsinniges zur Politik. Über Nationalsozialismus und Krieg habe ich besser Erzähltes lange nicht gelesen, auch nicht von Berufs- und Großerzählern. Dem Buch kommt zugute, daß der Autor aufrichtig und glaubwürdig ist. Selbstgefälligkeit bleibt aus, und ich habe an keiner Stelle den Eindruck, daß Hentig sich selbst schont oder schönt. Seine Lebensbilanz und seine leidenschaftliche, kompromißlose Klugheit kann man, wie vor allem auch dieses großartige Buch, nicht nur bejahen, sondern auch sehr mögen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Hartmut von Hentig, einer der großen Pädagogen unserer Zeit, hat seine Lebenserinnerungen geschrieben. Er hat 'sich selbst belauscht und sein Leben 'bedacht und bejaht'. Seine Leser nimmt er dabei mit auf eine Entdeckungsreise, die es in vielerlei Hinsicht in sich hat: Kaum einer hat so viele Auslandsschulen erlebt, so viele unterschiedliche Erziehungsstile am eigenen Leib erfahren. Zunächst die nicht immer leichte, aber hoch spannende Kindheit: Der alleinerziehende Vater wechselt als hochrangiger Diplomat häufig Einsatzorte und Länder, der kleine Hartmut kommt mit und nimmt alles Neue begierig auf - Menschen, Orte, Erlebnisse. Zunächst sind es die Menschen in seiner unmittelbaren Umgebung: Der Vater, die Geschwister, die Lehrer, die Mitschüler. Von besonderer Wirkung aber ist es, Verantwortung übertragen zu bekommen, für die Geschwister und später Schüler - wirksamer als jeder verordnete Unterricht. Aber auch der wird beschrieben: Die deutschen Schulen in Bogota und Den Haag, amerikanische Schulen in San Franzisko und Chikago, das Französische Gymnasium in Berlin mit seiner schon damals bilingualen Erziehung. An diesen Stationen beschreibt Hentig einfühlsam Lehrer und Mitschüler, und der Leser kann aus der Tiefe der Spuren, die sie hinterlassen haben, erschließen, was Erziehung wirkungsvoll macht. Bedenklich stimmt, wie wenig Nachhaltiges die Unterrichtsgegenstände hinterlassen, hoffnungsvoll, welch große Kraft von guten Lehrern ausgeht (S. 111 ff.), deren persönliches Beispiel auch Jahrzehnte später noch Bewunderung und Dankbarkeit hervorrufen. Typisch ist eine Szene, die beschreibt, wie der kleine Hentig in eine amerikanische Schule eingeführt wird. Sein Vater bittet die Schulleiterin in einer kleinen improvisierten Rede, den Sohn zu einem sachkundigen, tüchtigen, verantwortlichen, hilfsbereiten, freien und Mühen nicht scheuenden Menschen zu machen. Die Dame lässt den Herrn Generalkonsul ausreden, nimmt den kleinen Hentig an die Hand und antwortet: 'Never mind, Sir, wes hall just make him happy.'

Begegnungen mit Menschen prägen Hentig. Bedenklich ist, dass gemessen daran, die 'Gegenstände' der Schule wenig Nachdrückliches und Nachhaltiges hinterlassen haben. Oft erlebt er Persönlichkeiten von Rang und Namen und reflektiert diese Begegnungen. So trifft er über seinen Vater noch den im Exil lebenden Wilhelm II., ist befreundet mit den Gebrüdern Weizsäcker und einer Reihe von Mitdenkern seiner Generation im Deutschland der Vor-, Kriegs- und Nachkriegsjahre. Später 'entdeckt' er als einer der ersten Studenten nach dem verlorenen Krieg in Amerika eine neue Zeit, die ihn öffnet für einen neuen Lebensabschnitt. All diese Brüche, Übergänge und Entwicklungsschritte werden offen gelegt, in ihren Zusammenhängen dem Leser nachvollziehbar und ' möglicherweise - als Erkenntnisse nutzbar.

Hentig nimmt den Leser mit auf dieser abenteuerlichen Odyssee eines unglaublich erfüllten und abwechslungsreichen Lebens. Aber neben der Vielzahl und der Intensität des Erlebten beeindruckt auch die Art, wie es behandelt, betrachtet, geordnet und nicht nur dem an Bildung interessierten Leser auswertbar gemacht wird. Hier schreibt ein Zeuge des Jahrhunderts, ein Pädagoge, ein Menschenfreund und nicht zuletzt ein Mensch, der an schweren und reichen Zeiten gereift ist und dem es gelang, oft schwere Zeiten in reiche zu verwandeln. Das macht das Buch wertvoll in vielerlei Hinsicht: historisch, kulturell, pädagogisch und immer wieder menschlich ' geschrieben im knappen, klaren, nachdenklich machenden Stil in der für Hentig charakteristischen sprachlichen Brillanz. Das Buch ergreift und fesselt, kaum kann man es aus der Hand legen, so spannend ist es. Es erzählt einen Lebensweg, der überhaupt nicht geradlinig zur Pädagogik führte ' wohl aber zum überzeugten Demokraten Hartmut von Hentig, der sich ein Leben lang in die öffentlichen Angelegenheiten eingemischt hat. Auch wenn den Leser vielleicht nicht jedes Detail interessieren mag, bleibt es ein wunderbar geschriebenes, intelligentes, manchmal verblüffendes, manchmal komisches, manchmal anrührendes Buch. Es ist ein zutiefst humanes Buch, weil es zeigt, wie man in Zeiten des Nationalsozialismus, des Krieges und Wiederaufbaus wach, kritisch, engagiert und zukunftsorientiert leben konnte. Es hilft und verführt dazu, die eigene Entwicklung zu verstehen, das eigene Erlebte neu auszuleuchten und ' was für Pädagogen nicht unwichtig ist - auch über das eigene Tun nachzudenken, um neue Impulse für künftiges pädagogisches Handeln zu destillieren. Gespannt sein darf man jedenfalls heute schon auf den im Herbst erscheinenden zweiten Teil, der die Zeit des erwachsenen Hentigs umfasst.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Konzentrationsschwäche/7.Kl... Buchempfehlung ? 15 Vor 16 Tagen
Mit 8 Sofies welt? 54 Vor 20 Tagen
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:


Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de