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Mein Leben. Selbstzeugnisse, Briefe und Dokumente
 
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Mein Leben. Selbstzeugnisse, Briefe und Dokumente [Gebundene Ausgabe]

Lotte Ulbricht , Frank Schumann
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 287 Seiten
  • Verlag: Das Neue Berlin; Auflage: 1., Aufl. (1. März 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3360009924
  • ISBN-13: 978-3360009920
  • Größe und/oder Gewicht: 22,4 x 14,8 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Lotte Ulbricht
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Eine DDR- oder besser eine KPD/SED-Devotionalie ist anzuzeigen: das Leben von Lotte Ulbricht nach ihren eigenen Aufzeichnungen, rekonstruiert von Frank Schumann. Mit der Hilfe "zweier treuer Wegbegleiterinnen", die den Nachlass der 2002 im Alter von 98 Jahren "nach dem Sturz von der Leiter ihrer Bibliothek" gestorbenen Witwe des ehemaligen Staats- und Parteichefs Walter Ulbricht gesichtet haben, hat der Herausgeber ein ganz und gar einseitiges -- als solches allerdings vorzügliches -- Familienalbum zusammengestellt. Neben Briefen und (auto-)biografischen Texten sind darin zahlreiche faksimilierte Handschriften der ehemaligen Sekretärin in Zentrale und Reichstagsfraktion der KPD zusammengetragen sowie mehr als 200 Fotografien.

Außer der mit dem vorliegenden Buch postum in den kommunistischen Heiligenhimmel Erhobenen und dem Herausgeber kommen etliche Wegbegleiter von Lotte Ulbricht, geborene Kühn, zu Wort: Heinz Keßler etwa ("seit 1985 Verteidigungsminister der DDR und von 1986 bis 1989 Mitglied des Politbüros des ZK der SED"), Josef Angenhorst ("seit 2003 Sprecher der VVN -- Bund der Antifaschisten in NRW"), Hans Modrow, zuletzt PDS-Abgeordneter im Deutschen Bundestag, oder Egon Krenz, der, wie uns der Herausgeber nicht ohne leicht bitteren Unterton belehrt, für seine Teilname an der Trauerfeier Hafturlaub beantragen musste.

Sie alle erinnern sich an die Lotte, die sie kannten und die von den meisten ihrer Zeitgenossen in der einen oder anderen Weise zu Unrecht verkannt worden sei, die in Wahrheit außer ihrem Ehemann eine treue Gefährtin und bis zuletzt überzeugte Kommunistin vor allem eines war: eine herzensgute Frau.

Es besteht kein Zweifel: Dieses Buch ist eines, das ein Freund von Lotte Ulbricht für ihre Freunde gemacht hat. Doch trotz der bisweilen penetranten Parteilichkeit bietet es dem zeitgeschichtlich Interessierten nicht nur die eine oder andere interessante Anekdote, sondern als liebevoll arrangierte Devotionalie sehr aufschlussreiche Einblicke in die kommunistische Seele. --Andreas Vierecke

Literaturtest.de

"Mein Eheleben mit Walter Ulbricht begann 1935 in Moskau und kam aufgrund eines Zufalls zustande – auf der Eisbahn." Dort nämlich lernte Lotte Kühn ihren späteren Mann kennen, der als Kandidat des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale zur Vorbereitung des VII. Weltkongresses gerade in der Hauptstadt der Sowjetunion weilte. Zu diesem Zeitpunkt hatte Lottes politische Karriere längst begonnen. Ihr Lebenslauf notiert: "Politisch organisiert seit Maerz 1919." Damals war Lotte Kühn noch nicht einmal 16 Jahre alt.

2002 verstarb sie als Lotte Ulbricht und Witwe des ehemaligen Staats- und Parteichefs der DDR im Alter von 98 Jahren. Sie selbst hat, so Herausgeber Frank Schumann, "keine Memoiren geschrieben, weil sie sich nicht für bedeutend hielt." Dennoch gewinnt man den Eindruck, dass der vorliegende Band ihren Wünschen entsprechen müsste. Er präsentiert ausschließlich Dokumente, die sie selbst den beiden Archivarinnen Inge Pardon und Elisabeth Ittershagen in den letzten Monaten ihres Lebens übergeben hat. Entstanden ist so, auch dank der 200 Fotos, eine Art realsozialistisches Familienalbum, das als solches dem Geistes- und Gefühlsleben der ehemaligen "First Lady" der DDR gerecht zu werden scheint.

Privatleben und Parteiräson waren in der Person Lotte Ulbricht untrennbar miteinander verbunden. Für sie und ihren Mann war nach eigenem Bekunden "der Kampf um eine kommunistische Gesellschaft Lebensinhalt, wobei die persönlichen Interessen eine untergeordnete Rolle spielten". So lesen sich Briefe an Freunde wie Parteidokumente und Berichte von offiziellen Treffen wie Protokolle von Familienfeiern. Wer diesen Band nicht als Devotionalie genießen, sondern als historisches und psychologisches Dokument lesen möchte, darf sich neben Erwartbarem auf manche Überraschung freuen -– so etwa auf ein Autogrammfoto von Formel 1-Weltmeister Mika Häkkinen! -- Roland Große Holtforth


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Puzzle ohne Pathos 14. März 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Lotte Ulbricht (1903-2002) war ein Mythos. Sie war die Frau an Ulbrichts Seite. Als dieser 1970 von Honecker gestürzt wurde, verschwand auch sie von der DDR-Bühne. Gleichwohl lebte sie ihr Leben, korrespondierte mit Gott und der Welt, reiste noch mit 89 Jahren nach Paris und an die Mosel. Journalisten jedoch verweigerte sie sich hartnäckig. Von diesem so entstandenen Informationsdefizit profitiert das hier vorliegende Buch. Es bringt, geschickt miteinander verknüpft und klug kommentiert, Selbstzeugnisse und andere Dokumente, darunter über 200 unbekannte Fotos, die diese Frau in völlig neuem Licht erscheinen lassen. Der souveräne, verantwortungsbewußte Umgang mit privaten Unterlagen erlaubt zudem einen Blick auf die DDR, wie er bislang noch nicht üblich ist. Die Zeit aber scheint dafür reif. Es ist gewiß kein Zufall, daß der Film "Good bye, Lenin" derzeit auf so große Resonanz stößt. Das Buch "Lotte Ulbricht: Mein Leben" geht ähnlich mit diesem Thema um. Da gibt es einen inneren Konnex.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ulbrichts Frau Lotte gehörte wirklich zu einer untergegangenen Generation: Die Vertreter heute lebender Geschlechter halten sich ausnahmslos für so bedeutend, daß man dies auch unbedingt in einem Memoirenband mitteilen muß. Der Markt quillt davon über. Lotte Ulbricht, die fast 100 Jahre wurde und wirklich Einmaliges erlebt hatte, hielt sich selbst für derart unbedeutend, daß sie einen Erinnerungsband für nicht nötig erachtete. So mußten denn die Nachgeborenen aus dem Nachlaß klauben, was verwertbar schien. Herausgekommen ist ein beeindruckendes Geschichtsbuch, das zurecht in die Spiegel-Bestsellerliste vom 7. April 2003 auf Platz 7 schoß: Als höchster Neueinsteiger der Woche. Die unterschiedlichen Zeugnisse charakterisieren nicht nur eine ungewöhnliche Frau, sondern erlauben auch einen erhellenden Blick auf die DDR. Insofern sehe ich das sehr gelungene Buch als neuen Anlauf, sich der Vergangenheit anders zu nähern - jenseits der östlichen und der westlichen Propagandalügen, Phrasen und Klischees.
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