Wie in fast allen anderen Büchern von Philip Roth geht es hier um die Unzufriedenheit eines Individuums mit seinem Dasein. Der jüdische Schriftsteller Peter Tarnopol heiratet 1959 einundzwanzigjährig, "entgegen meinen Neigungen, jedoch in Übereinstimmung mit meinen Prinzipien" Maureen, eine Frau mit katastrophaler und beängstigender Vergangenheit. "Ich fühlte mich zu ihr hingezogen", wird Tarnopol resümierend in seiner Erzählung schreiben, "weil sie soviel durchgemacht hatte". Schnell begreift der Leser, daß die Beziehung nicht von Dauer sein kann. Der bereits vor der Ehe herrschende Kriegszustand zwischen den beiden führt nach der Heirat zu alptraumhaften Zuständen, nachdem Tarnopol seine von Maureen unbefriedigten sexuellen Bedürfnisse in der Liebesbeziehung zu Karen, einer seiner Studentinnen, auslebt, die der Gegensatz zu Maureen ist. Maureen bleibt der Seitensprung ihres Mannes nicht verborgen und so inszeniert sie in immer kürzeren Abständen infame Terrorakte wie den folgenden: "...sie lief in die Wohnung zurück und schluckte eine kleine Handvoll Schlaftabletten. Dann kroch sie auf allen vieren in Unterwäsche ins Wohnzimmer, kniete sich dort auf den Fußboden und wartete mit meinem Gillette-Rasierer in der Hand geduldig darauf, daß ich das Gespräch mit meinem Studentenflittchen beendete und nach Hause kam, damit sie endlich anfangen konnte, sich beinahe umzubringen." Tarnopol trennt sich schließlich von seiner Frau und läßt sich auf eine Liaison mit Susan ein und er rennt immer wieder ins gleiche Verderben, ohne es zu erkennen. Der Roman ist zu Anfang verwirrend, im folgenden manchmal langweilig, weil sich bei dieser Erzählform die Ereignisse zwangsläufig wiederholen und überschneiden müssen. Nichtsdestotrotz entlarvt Roth seinen Helden Tarnopol als "Vollidioten", der "wie ein kleiner Junge in einem Supermann-Kostüm" durch eine Hölle privater Obsessionen stolpert. Über weite Strecken ist das wirklich äußerst amüsant zu lesen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)